Cinderella

Sergej Prokofjew / Peter Breuer

Ballett in drei Akten / Nach Motiven von Charles Perrault

Premiere: 02.03.2018

Inhalt

Nichts als Arbeit und böse Worte erfährt Cinderella von ihrer zänkischen Stiefmutter und den selbstsüchtigen Stiefschwestern. Doch wegen ihrer beständig hilfsbereiten und selbstlosen Art erfüllt eine gute Fee ihren größten Wunsch: den Besuch des königlichen Balls. In einem wunderschönen Kleid tanzt Cinderella dort bis Mitternacht mit dem Prinzen, der nur Augen für das ihm unbekannte Wesen hat. Sobald der zwölfte Glockenschlag erklingt, muss sie jedoch wieder zurück in ihrem trostlosen Alltagsleben sein. Bei der eiligen Flucht in letzter Sekunde verliert Cinderella einen Schuh – die einzige Hoffnung für den verliebten Prinzen, der sich unverzüglich auf die Suche nach dem besonderen Mädchen macht.

Ein Kleid, ein Schuh, ein Glockenschlag – Cinderella tanzt sich durch ihre romantische Geschichte. Gleichzeitig vereinen sich in Sergej Prokofjews abendfüllendem Ballett, das am 21. November 1945 am Bolschoi-Theater Moskau uraufgeführt wurde, Tanz, Magie und Märchen mit der modernen Weltanschauung des Komponisten. Prokofjew wünschte, dass Cinderella nicht nur eine Märchenfigur, sondern „ein wirklicher Mensch sei, der wie wir alle denkt, sich bewegt, leidet und freut.“ In diesem Sinne wird in dem Ballett des russischen Komponisten der Handlungsschwerpunkt auf den Dialog zwischen Gut und Böse verlagert, und das mit erstaunlichem Ausgang.

Zusammen mit „Romeo und Julia“ gehört „Cinderella“ zu Prokofjews (1891–1953) beliebtesten Ballettkompositionen. Seine Musik klingt humorvoll-skurril, ist rhythmisch-pointiert und arbeitet mit Motiven, die die Gemütszustände der Protagonisten widerspiegeln. Diese Bildsprache seiner Komposition kokettiert mit dem Märchensujet. Im zweiten Akt zitiert Prokofjew außerdem Motive des bekannten Marsches aus seiner Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ – ein Augenzwinkern des Komponisten.

Wie schon bei seiner Erfolgsproduktion „Schwanensee“ 2014 bringt Peter Breuer zusammen mit seinem Bühnen- und Kostümbildner Bruno Schwengl im Haus für Mozart ein weiteres großes Handlungsballett auf die Bühne. Und wieder darf man gespannt sein auf die zeitgenössische Interpretation eines Märchens, mit dem viele von uns groß geworden sind. Die musikalische Leitung des Abends übernimmt Leslie Suganandarajah, der sich damit erstmals dem Salzburger Publikum vorstellt.