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Funny Girl

© Anna-Maria Löffelberger

Funny Girl / UA

Anthony McCarten

Inhalt

Die schüchterne Azime, 20, aus kurdischer Familie, wächst in London auf. Ost und West, Islam und Säkularismus, Burka und bauchfrei – in Azimes beiden Welten gibt es klare Regeln, wie sie zu sein hat und was sie darf. Zwischen den Welten knirscht es gewaltig. Ihre kurdische Schulfreundin verliebt sich und kommt auf mysteriöse Weise ums Leben. Azime beginnt nachzuforschen. Als jedoch kurz darauf Terroranschläge in der U-Bahn hunderte Opfer fordern, weiß sie, dass sie ihre Stimme erheben muss. Auf ihre Art. Heimlich besucht sie einen Comedy-Kurs, schlüpft in eine Burka und tritt auf: als weltweit erste muslimische Komikerin. Der Auftritt ist wie Sprengstoff. Ihre Familie verstößt sie, die englische Presse feiert sie als Sensation, im Internet hagelt es Morddrohungen. Es wird ernst. Und doch immer komischer. Und ganz anders, als man jetzt denkt.


Anthony McCarten hat seinen explosiven multikulturellen Gesellschaftsroman nun für eine Uraufführung am Salzburger Landestheater dramatisiert. Dabei entsteht eine intensive Zusammenarbeit mit dem neuseeländischen Autor, der für »The Theory of Everything« (»Die Entdeckung der Unendlichkeit«) als bester Drehbuchautor für den Oscar 2015 nominiert wurde. McCartens Plädoyer für eine Verständigung der Kulturen, für die Freiheit des Einzelnen und die Freiheit der Kunst stehen für das Spielzeitthema »Das helle Licht der Freiheit« und damit für alle aktuellen Bemühungen um ein faires Miteinander und Toleranz.


»Wir Leser sind indes begeistert über einen Roman, der im Gewand einer Komödie daher kommt, einen Roman, in dem sich die Pointen schier überschlagen, der aber den Ernst der Lage in einem Europa, das sich Integration auf die Fahnen geschrieben hat, aber damit immer noch sehr schwer tut, nicht verkennt.» DEUTSCHLANDFUNK

 

Dauer: ca. 2h 30 min / inkl. Pause

Pressestimmen

»Intendant Carl Philip von Maldeghem inszenierte das Stück routiniert, temporeich und ganz ohne pädagogischen Zeigefinger. […] Je mehr die Hysterie um sich greift, desto dringlicher sind solche Komödien zum christlich-islamischen Miteinander geboten. ›Humor baut Brücken‹, sagt McCarten. Hoffentlich finden sich genug Leute, die den Mut haben, drüber zu gehen.«

BR2

»Als schelmischer Tanz zwischen den Welten gestaltet Elisa Afie Agbaglah die Hauptrolle. Julienne Pfeil setzt wirkungsvolle Akzente als herbe Comedylehrerin und bigotte Mutter heißblütigen Temperaments. Sekundenschnelle Wandlungsfähigkeit gelingt Christoph Wieschke als Weischspülmacho-Vater und freakiger Manager. Clemens Ansorg, Georg Clementi, Janina Raspe und Gregor Weisgerber sorgen für Lacher zwischendurch. Zum Publikumsfavoriten kürt sich Rahmi Özgündüz in der Rolle des schwulen Deniz.«

Salzburger Nachrichten

»Elisa Afie Agbaglah kauft man ab, dass sie – nicht unbekümmert – ein Ventil sucht, um aus der latenten Kulturspannung auszusteigen. Für die Rolle des Deniz hat man einen Quereinsteiger gefunden: Rahmi Özgündüz war Profifußballer in Istanbul und ist nach einer Verletzung auf die Schauspielerei umgestiegen. Sein Kiez-Deutsch ist authentisch. Julienne Pfeil als Comedian-Trainerin Kirsten ist ein Ruhepol. In einer Sezen reden sie und Elisa übers Allein-Leben als junge Frau und das Aufgehoben-Sein in der (kurdischen) Familie. Da klingt an, wo die Reise eigentlich hingehen sollte.«

www.nachtkritik.de