• Mythos Coco / Anna Yanchuk und Karine de Matos
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Liliya Markina und Ensemble
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Liliya Markina und Marian Meszaros
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Marian Meszaros und Liliya Markina
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Ensemble
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Ensemble
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Liliya Markina
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Liliya Markina
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Mikino Karube und Otto Wotroba
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Mikino Karube und Otto Wotroba
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk und Josef Vesely
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk und Josef Vesely
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anastasia Bertinshaw und Josef Vesely
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Cristina Uta und Marian Meszaros
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk und Cristina Uta
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk und Marian Meszaros
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Marian Meszaros und Anna Yanchuk
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk und Marian Meszaros
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Anna Yanchuk und Marian Meszaros
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Marian Meszaros und Josef Vesely
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Alexander Korobko, Anna Yanchuk und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Alexander Korobko und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Alexander Korobko und Anna Yanchuk
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Diego da Cunha und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mythos Coco / Liliya Markina
    © Christina Canaval
  • Mythos Coco / Karine de Matos, Anna Yanchuk und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger

Mythos Coco / UA

Peter Breuer / Maren Zimmermann

Premiere: 22.01.2016

Inhalt

Als Coco Chanel 1954 in Salzburg Urlaub macht, inspiriert sie ein junger Liftboy in einem kurzen Trachtenjanker zu ihrem wohl bekanntesten Kleidungsstück – der klassischen Chanel-Jacke. So zumindest erzählt es die Marken-Historie und die Geschichte passt zu Coco Chanels Bemühen, schon zu Lebzeiten Mythen über sich aufzubauen.


1909 gründet die früh verwaiste Gabrielle »Coco« Chanel, die immer neue Geschichten über ihre Herkunft in Umlauf bringt, ein Hutatelier in Paris. Mode entwirft sie in dieser Zeit nur für sich selbst und ihre Freundinnen. Was für sie zählt, sind Geradlinigkeit und natürliche Bewegungsfreiheit. Sie lässt sich die Haare abschneiden und trägt Hosen – revolutionär für die damalige Zeit und erfolgreich: 1915 eröffnet sie ihr erstes eigenes Modehaus und in den zwanziger Jahren tummelt sie sich im illustren Kreis aus Intellektuellen, Künstlern und reichen Industriellen. Sie ist u. a. befreundet mit Igor Strawinsky, Jean Cocteau und Pablo Picasso. Mit dem Herzog von Westminster ist sie bis in die höchsten Kreise der britischen Gesellschaft vernetzt. Winston Churchill und der Herzog von Windsor zählen zu ihren Freunden. Zu Beginn der Dreißiger Jahre bewohnt sie eine Suite im Hotel Ritz und beschäftigt bis zu 4.000 Arbeiterinnen.


Coco Chanel hatte zahlreiche Liebschaften. Besonders brisant ist ihre Affäre mit dem deutschen Diplomaten Hans Günther von Dincklage, Sonderbeauftragter des Reichssicherheitshauptamts in Frankreich. Als Agentin F-7124 soll Chanel in der »Operation Modellhut« Winston Churchill zu Gesprächen mit den Deutschen über ein mögliches Kriegsende überreden. Was damals genau passiert sei, so heißt es heute aus dem Modehaus Chanel, ganz im Sinne von Coco Chanel, werde »ohne Zweifel für immer ein Mysterium bleiben«.


Choreograph Peter Breuer widmet sich in seinem biographischen Handlungsballett dem Mythos einer Frau, die die Modewelt revolutioniert, die Kunstwelt ihrer Zeit inspiriert und sich selbst schon zu Lebzeiten zu einer Legende gemacht hat.

Dauer: ca. 2 h / eine Pause

Besetzung

Fr. 22.01.2016 19.30

Landestheater · Preise D


Idee und Choreographie Peter Breuer

Libretto und Dramaturgie Maren Zimmermann

Bühne und Kostüme Bruno Schwengl

Musikarrange­ment Eduardo Boechat

Choreo­graphische Assistenz Alexander Korobko


Coco Liliya Markina

Chanel Anna Yanchuk

Chanels Vater Josef Vesely

Arthur 'Boy' Capel Marian Meszaros

Belle Epoche-Mannequin Kate Watson

Chanel-Mannequin Naila Fiol

Misia Sert Cristina Uta

Salvador Dali Iure de Castro

Jean Cocteau Diego da Cunha

Cocteau-Pferde Andrii Lytvynenko, José Flaviano de Mesquita Junior, Vincenzo Timpa

Serge Lifar als Vestris José Flaviano de Mesquita Junior

Jean Marais als Ödipus Otto Wotroba

Ida Rubinstein als Iocaste Mikino Karube

Igor Strawinsky Josef Vesely

Katharina Strawinsky Anastasia Bertinshaw

Paul Iribe Marian Meszaros

Fächerdamen Naila Fiol, Karine de Matos, Kate Watson

Josephine Baker Diego da Cunha

Hans Günther von Dincklage Alexander Korobko

Marlene Dietrich Liliya Markina

Liftboy Vincenzo Timpa

Modell bei Anprobe Karine de Matos

Assistent bei Anprobe José Flaviano de Mesquita Junior

Coco als Kind Nina Daglinger

Mannequins, Partygäste, Nazis u. a. Ballettensemble

Pressestimmen

»Da ist einerseits die junge Coco, voll juvenilem Esprit, vereinnahmend sympathisch von Liliya Markina getanzt, andererseits ihr reifer Counterpart Chanel, deren Zerrissenheit Anna Yanchuk ausdrucksvoll zwischen emanzipatorischer Stärke und fragiler Gefühlswelt oszillieren lässt. Gemeinsam haben beide Figuren eine innere Heimatlosigkeit, die ihre Erfüllung im Dasein der einsamen Wölfin findet. Einzig in Mäzenin Misia Sehrt, einfühlsam von Christina Uta gestaltet, findet Coco ein Schulter zum Anlehnen […].«

Salzburger Nachrichten

»Alles, was es für ein gutes Handlungsballett braucht, bringt Peter Breuer auf die Bühne. Und die ist wunderbar gestaltet von Bruno Schwengl. [...] Das Stück dauert knappe zwei Stunden und enthält alles, was man von einem Handlungsballett verlangt: gut gezeichnete Charaktere, eine nachvollziehbare Handlung auch mit Rückblenden und Figuren, die dem Zuschauer eigene Imaginationen ermöglichen, ohne dass er vorher eine Gebrauchsanweisung lesen müsste. Und vor allem eine schlüssige Choreografie, die der Truppe alles abverlangt, was sie so drauf hat.«

tanznetz.de

»Liliya Markina verkörpert die ungestüme und temperamentvolle junge Coco, die mit Arthur Capel (Marian Meszaros) unter schwebenden Hutkreationen einen traumhaft schönen Liebes-Pas-de-deux hinlegt. Anna Yanchuk umgarnt als leidenschaftliche, gereifte Frau, den verheirateten Strawinsky (Josef Vesely) und kann es nicht fassen, dass dieser zu seiner Frau (Anastasia Bertinshaw) zurückkehrt. In der Rolle der Trösterin beeindruckt Cristina Uta, wobei eine erotische Komponente stets mitschwingt. Einen Höhepunkt stellt sicherlich der fulminante surrealistische Künstlerball dar, auf dem Cocteau-Pferde auftanzen und Jean Marais als Ödipus auftritt. Bruno Schwengl hat es geschafft, phantastische, elegante Chanel-Kostüme, die durch Luftigkeit und kühle Eleganz bestechen, so zu kreieren, dass sie auch Peter Breuers beeindruckender, doch überaus schwieriger, komplizierter Choreographie standhalten. Den abwechslungsreichen, bunten Ballettabend, der mit starken Bildern besticht, sollte man sich nicht entgehen lassen.«

Dorfzeitung