WIEDERAUFNAHME
Richard Rodgers \
Oscar Hammerstein II \
Howard Lindsay und
Russel Crouse
Musikalische Leitung
Peter Ewaldt \ Stefan Müller
Inszenierung
Andreas Gergen \
Christian Struppeck
Choreographie
Kim Duddy
Ausstattung
Court Watson
Kindercoach
Wolfgang Götz
BESETZUNG
Maria Rainer
Milica Jovanovic \
Wietske van Tongeren
Mutter Oberin
Marianne Larsen \
Frances Pappas
Schwester Bertha
Sylvia Offermans
Schwester Margareta
Beth Jones
Schwester Sophia
Laura Nicorescu \ Emily Righter
Kapitän Georg von Trapp
Uwe Kröger
Liesl
Hanna Kastner
Friedrich
Lukas Blaukowitsch
Rafael Hofmann
Julius von Maldeghem
Louisa
Marianna Herzig
Isabella Holyst
Eva Lanz
Kurt
Martin Auer
Daniel Lidauer
Julius von Maldeghem
Brigitta
Isabella Holyst
Kitty Kratzer
Christina Rohrer
Martha
Mia Katharina Gerl
Stella Kratzer
Christina Rohrer
Maria Strassl
Gretl
Alisa Rotthaler
Maria Strassl
Rosalie Trattner
Rolf Gruber
Philipp Sievers
Elsa Schrader
Franziska Becker
Max Dettweiler
Axel Meinhardt \ Simon Schnorr
Franz
Rudolf Pscheidl
Frau Schmidt
Eva Christine Just
Herr Zeller
Tim Oberließen \ Horst Zalto
Admiral von Schreiber
Werner Friedl
Baron Elberfeld
Eike Schertz \
Philipp Schausberger
Baronin Elberfeld
Gloria Jansen Echevarría
‚The Sound of Music’. Das Musical im Salzburger Landestheater, vorbildlich entkitscht.
„Der Erfolg war schlichtweg enorm: eine Familienstory voll großer Gefühle, Melodramatik, romantische Stimmung, rührseligem Humor, sogar eine genau dosierte Prise bittere Zeitgeschichte, dazu eine herzallerliebste Kinderschar, nicht nur wie Orgelpfeifen entzückend aufgereiht, sondern springlebendig und beeindruckend firm im Singen, und zuletzt noch gemeinsames ‚Edelweiß’ samt echter Tränen der Rührung – was braucht es mehr?
Was die Salzburger Aufführung zeigt, sind die kunstvollen Qualitäten einer dramaturgisch perfekt gebauten Geschichte und einer anspruchsvollen Musik. Sie ist der klassischen Operette nicht fern und dennoch genuines amerikanisches Unterhaltungstheater großen Stils. Orchestral machen darauf die bestens eingestimmten Musikerinnen und Musiker des Mozarteumorchesters aufmerksam. Peter Ewaldt gelingt es mit seiner engagierten und kundig-erfahrenen musikalischen Leitung, auch in vielen Details auf die feinen Aromen der Partitur hinzuweisen. Auf das reibungslos funktionierende Arrangement der Gattung verstehen sich die Regisseure Andreas Gergen und Christian Struppeck vortrefflich. Und so erlebt man drei Stunden lang eine Revue der fein durchgeformten Einfälle und abwechslungsreichen Szenerien.
Spritzige Ensembles gelingen genauso wie emotionsgeladene Soloauftritte, ironische Schlenker genauso wie große und kleine gefühlvolle Liebesszenen. Beweglich belebt wird die Geschichte durch die Choreographie von Kim Duddy. Und Ausstatter Court Watson gelingt es in seinen Dekorationen, konform mit der Regie, kitschige Ansichten zu vermeiden und dennoch Schauplätze mit authentischer Atmosphäre herzustellen.
Herz und Zentrum der Aufführung aber sind die Kinder, das einstmals in Amerika zur Blüte gereifte Kapital der singenden Trapp-Familie. Vom unbekümmerten Dreikäsehoch bis zum verliebten Teenager Liesl (Hanna Kastner) reihen sie sich, jedes eine erfrischende Gestalt und zusammen ziemlich unschlagbar, auf.
Jedenfalls staunt man nicht schlecht über die natürliche Bühnenpräsenz und die sängerischen Qualitäten, die weitaus mehr als nur das berühmte ‚Do-Re-Mi’-Lied fordern. Wietske van Tongeren schien sich mehr und mehr auch durch den Elan dieser Kinder mitreißen zu lassen zu einer anrührenden Darstellung der Maria, die den knurrigen Befehlston des Kapitäns Georg von Trapp mühelos knackt und glaubwürdig in alle Lebensrollen schlüpft. Sie ist das zweite Zentrum der Aufführung.
An den Rändern tut sich durchwegs Beachtliches: bei der opernhaften Mutter Oberin (Frances Pappas) wie ihren Mitschwestern, bei Franziska Becker als reicher, glamouröser Sängerin Elsa Schrader und Hubert Wild, dem Impresario Max Dettweiler, der in der Musicalhandlung die Trapp-Familie zu den Festspielen bringt und ihnen zur Flucht verhilft, bei Sebastian Smulders als jungem Liebhaber, der am Ende den Verführungen der Nazis mehr erliegt als jenen seiner adeligen Geliebten.
Erfreuliches Fazit: Salzburg hat jetzt die Gelegenheit, das Musical ‚The Sound of Music’, noch dazu in einer pfiffig frischen Neuübersetzung, als originäres Kunstwerk in einer bestens einstudierten, hochwertigen Aufführung kennenzulernen. Als Kunstwerk ist es, losgelöst von touristischen Marketingstrategien und dennoch eingebettet in die besondere Aura der Geschichte, ein exzellentes Stück.“
Salzburger Nachrichten
„Endlich daheim! In Salzburg wurde ‚The Sound of Music’ bei der Premiere am Sonntag – zu Recht – begeistert aufgenommen. Edelweiß, Bergidylle, Tracht und süßes Liedgut: Die an sich durchaus rührselig erzählte Trapp-Familiengeschichte kommt im Landestheater erstaunlich unkitschig und unpathetisch daher. Das liegt zu einem Gutteil daran, dass Andreas Gergen und Christian Struppeck den politischen Hintergrund der Nazi-Zeit nicht außer Acht lassen. Hervorragend auch die Ensemble-Leistung, unterstützt von Peter Ewaldt und seinem Mozarteumorchester. Wietske van Tongeren als Maria stellt glaubwürdig den Wandel von der Novizin über die Gouvernante in der Trapp-Villa bis zur Ehefrau des Kapitäns von Trapp dar. Auch die sieben Kinder überzeugen durch ihren erstaunlich professionellen Auftritt.“
DerStandard.at
„Nach am weltbekannten Film bleibt Court Watson mit seinen stimmungsvollen Bühnenbildern, die Salzburg schemenhaft im Hintergrund einfangen. So darf beim entzückenden Liebesduett zwischen Liesl Trapp (Hanna Kastner) und dem faschistisch gesinnten Rolf (Sebastian Smulders) der Hellbrunner Pavillon nicht fehlen. Um möglichst authentisch zu bleiben, hat Watson den Wohnsitz der singenden Familie in die originalgetreu nachgebaute Aigner Trapp-Villa verlegt.
Sensationell bestreitet die vor Charme nur so sprühende Hauptdarstellerin Wietske van Tongeren ihre Partie als gut gelaunte Postulantin Maria. Mit militärischem Drill erzieht der strenge Kapitän Georg von Trapp (Uwe Kröger wie gewohnt in Bestform) seine siebenköpfige Kinderschar. Zu Publikumslieblingen entwickeln sich mit Sicherheit die herzigen Trapp-Kinder.“
SVZ
„Gerührte Salzburger und tosender Applaus bei der Musical-Premiere von ‚Sound of Music’. Der ‚Sound of Music’-Bann dürfte gebrochen sein. 52 Jahre nach der Broadway-Premiere des Erfolgs-Musicals mit den Ohrwürmern von Oscar Hammerstein und Richard Rodgers, ist die weltweit bekannte Alpenromanze in einer deutschen Fassung endlich in Salzburg angekommen. Die Stars am Sonntag waren die sieben Trapp-Kinder. Spätestens beim ‚Do-Re-Mi’-Lied hatten sie das Publikum mitgerissen und für sich gewonnen. Die musikalisch treffliche Begleitung lieferte das Mozarteumorchester unter Peter Ewaldt.
Wietske van Tongeren harmonierte als Maria perfekt mit der stimmlich hervorragenden Kinderschar, vor allem auch im Duett mit Nachwuchstalent Hanna Kastner als Liesl. Van Tongeren switcht gekonnt zwischen den Rollen als scheue Novizin, liebevolles Kindermädchen und beherzte Ehefrau.“
Kurier.at
„Salzburg hat einen blendend vermarktbaren Trumpf. Und der Knüller: ‚Edelweiß’, das man weltweit für ein echtes österreichisches Volkslied hält ‚…sei der Heimat ein Segen’ heißt es da, und Uwe Kröger singt diese Passagen and die Adresse der in der Loge lauernden Nazi-Bonzen. Wie er die Stimme da brechen lässt – das ist sängerisches Gestalten, das einer durchaus problematischen Passage jeden falschen ton, jede oberflächliche Rührseligkeit nimmt.“
OÖNachrichten.at
„Das Produktionsteam um Andreas Gergen, Christian Struppeck (Regie), Court Watson (Ausstattung), Kim Duddy (Choreographie) und Peter Ewaldt (Musikalischer Leiter) garantier eine Inszenierung auf höchstem Niveau!“
Radio Arabella
„Drei Stunden Rührung, Tränen, Glückseligkeit und gemeinsames Singen des Premierenpublikums mit den Darstellern auf der Bühne am Ende der begeistert gefeierten Premiere gestern, Sonntag, Abend. Salzburg hat ‚sein’ Musical ins Herz geschlossen wie einen verlorenen Sohn. Das erfahrene Musical-Regie-Duo Andreas Gergen und Christian Struppeck hat nicht auf die Kitsch-Tube gedrückt. Zusammen mit Ausstatter Court Watson haben die beiden Regisseure die emotional ohnehin bis zum Besten aufgeladenen Schlüsselszenen eher nüchtern umgesetzt. Das Landestheater hat nicht nur gute, solide Bühnenarbeit geleistet, sondern auch den Riecher gehabt für das richtige Stück zur richtigen Zeit.“
Liferadio.at
„Das Titellied ‚The Sound of Music’, ‚My favorite Things’, ‚Do-re-mi’, ‚Climb every Mountain’ und natürlich ‚Edelweiß’ verfehlten auch in der auffallend guten deutschen Übersetzung von Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder ihre Wirkung nicht: Bürger-Pop vom Feinsten, Edel-Kitsch und Hitparade ebenso großer wie stereotyper Gefühle. Herausragend agierte Wietske van Tongeren als Maria von Trapp. Sebastian Smulders als Rolf und Hanna Kastner als Liesl gaben ein nicht nur rührendes, sondern musikalisch und darstellerisch bereits professionell agierendes Jugendpaar ab. Die übrigen sechs Trapp-Kinder sind hübsch, diszipliniert auf der Bühne und samt und sonders hoch begabt“
Austria.com
„Salzburg hat ‚sein’ Musical ins Herz geschlossen wie einen verlorenen Sohn. Jetzt sind die Berührungsängste überwunden, die Welt ist wieder in Ordnung und die Familie Trapp ist endlich zu Hause. Tatsächlich ist ‚The Sound of Music’ ein sowohl thematisch als auch musikalisch und dramaturgisch brillant gemachtes Musical mit allen Ingredienzien, ohne die ein Welterfolg keiner wird: Aufrichtig-sympathische Menschen, Feinde von außen, Liebe über Staatsgrenzen hinweg und entzückende Kinder ohne lästige Probleme auf Basis der wahren Lebensgeschichte von Maria Augusta von Trapp.“
Salzburg24.at
„Nach mehr als einem halben Jahrhundert haben sich auch die Salzburger mit ihrem weltweit wichtigsten Botschafter angefreundet: Die Premiere des in der Barockstadt spielenden Musicals ‚The Sound of Music’ ist am Sonntagabend im Landestheater umjubelt worden.“
Welt.de
„Das Salzburger Landestheater spielt ‚The Sound of Music’ – und punktet mit einer Musicalaufführung von internationalem Format. Wir haben es mit einer Liebesgeschichte zu tun, mit durch und durch klischeehaften Figuren. Aber da steuern Regie und Darsteller deutlich entgegen: Wietske van Tongeren ist die wirbelwindige Postulantin, die nun wirklich nicht ins Kloster passt, auch nicht zu musicalbeschwingten Nonsense-Klosterfrauen. Kein Wunder, dass Baron von Trapp (Uwe Kröger) hin und weg ist von der neuen Gouvernante und sogleich das Singen wieder lernt.
Mit dieser Produktion begibt sich das Landestheater ganz bewusst auch auf den internationalen Musical-Markt.“
OÖ Nachrichten
„Von wegen amerikanischer Kitsch! Andreas Gergen und Christian Struppeck haben als Regie-Duo ‚The Sound of Music’ erstmals am Ort der Handlung auf die Bühne gebracht und dafür gemeinsam mit dem gesamten Ensemble bei der Premiere im Landestheater stürmischen Beifall geerntet. Völlig zu Recht: Sie haben das Pathos abgeschliffen und das Politische so weit in den Vordergrund gehoben, dass es nicht aufdringlich, aber doch beklemmend präsent war.“
Österreich