Home \ Schauspiel \ Wir gründen eine Bank (UA)
Uraufführung
Émile Zola, Astrid Großgasteiger und andere Autoren
Inszenierung
Astrid Großgasteiger und
Carl Philip von Maldeghem
Bühne
Court Watson
Kostüme
Alois Dollhäubl \ Court Watson
Dramaturgie
Friederike Bernau \
Angela Beyerlein \
Tobias Hell
BESETZUNG
Aristide Saccard
Tim Oberließen
Georges Hamelin \ Sigismund
Peter Marton
Caroline
Claudia Carus
Huret
Gero Nievelstein
Daigremont
Walter Sachers-von Philippovich
Mme. Jantrou
Elisabeth Halikiopoulos
Dipl. Ing. Andreas Berg
Christoph Wieschke
Dr. Conrad Köhler
Sebastian Fischer
Mag. Maria Dammer
Christiani Wetter
„Das Theaterprojekt Wir gründen eine Bank spielt nicht im Rahmen des Gewohnten, weder inhaltlich noch formal. Schon vor Beginn des Theaterabends werden die Zuschauer mit kapitalismuskritischen Aktionisten und einer Demonstration im Foyer konfrontiert. Auf der Bühne werden zeitgleich und synchron die zwei Stücke Geld und Bankrott gespielt, getrennt von einer Wand.“
„Das Landestheater Salzburg verknüpft den historischen Text Zolas – der heute nicht weniger aktuell wie bei seiner Erscheinung 1891 ist – mit dem aktuellen Stück Bankrott von Hausregisseurin Astrid Großgasteiger und schafft so einen kurzweiligen, lebendigen Theaterabend.“
„Großgasteiger wählt einen regionalen Ansatz, lässt Texte von Salzburger Bürgern über ihre Erfahrungen mit dem Finanzwesen in das Stück einfließen und setzt die Laienschauspieler der Salzburger Bürgerbühne ein.“
Der Standard
„“Geld“ kommt in der Inszenierung von Carl Philip von Maldeghem recht reißerisch daher. Zola bezog sich auf Vorgänge in Paris Ende des 19. Jahrhunderts. Im Stück tritt Tim Oberließen als skrupelloser Finanzjongleur Saccard auf, der seine Entschlossenheit durch übertriebenes Grimassieren ausdrückt. Ohne Mittel gründet Saccard eine Bank, er treibt mit Manipulationen der Kurs in die Höhe, bevor die Bank zusammenkracht.“
„Die Geschichte wird mit großem Tempo vermittelt, es wird viel Pommery getrunken, und zwei junge Frauen, Claudia Carus und Elisabeth Halikiopoulos, sind durchaus bereit, die Bluse oder mehr auszuziehen.“
Salzburger Nachrichten
„Es berauscht ihn, wenn er mit Unsummen von Geld leichterhand jongliert. Von der „Poesie der Resultate“ schwärmt dieser Börsenvirtuose, eine „Kathedrale des Geldes“ schwebt ihm vor. Aristide Saccard ist der Prototyp jener Spekulanten, deren Risikospiele die Finanzmärkte in schöner Regelmäßigkeit einbrechen lassen. Doch Saccard ist kein Investmentbanker unserer Zeit, er wurde vom französischen Romancier Èmile Zola geschaffen – im Jahr 1891. Wie zeitlos dessen Roman „Das Geld“ ist, stellt das Salzburger Landestheater mit seinem Themenabend „Wir gründen eine Bank“ unter Beweis.“
„Auf der großen Bühne hat Haus-Dramaturgin Astrid Großgasteiger eine imaginäre Aktionärsversammlung eingerichtet. Vor der himmelblauen Weltkarte (Ausstattung: Court Watson) bekriegen und befetzen sich Christoph Wieschke als Firmengründer, Sebastian Fischer als Jungunternehmer und Christiani Wetter als durchtriebenes Vorstandsluder, den letzten Ausweg bildet das Selbstmord-Attentat.“
Salzburger Volkszeitung
„Die Salzburger Uraufführung „Wir gründen eine Bank“ hat viel Moral-Stoff und politische Korrektheit und Ethik-Appelle in den „Kathedralen des Geldes“.
„Dreierlei ist an dieser Produktion spannend. Erstens das Konzept: Auf der Hinterbühne wird Èmile Zolas „Geld“-Roman (1891), dramatisiert von John von Düffel und inszeniert vom Intendanten Carl Philip von Maldeghem aufgeführt.“
„Auf der Hauptbühne hat Astrid Großgasteiger mit „Bankrott“ ein großes temporeiches Hauptversammlungs-Spektakel der „BergSolar“-Aktionäre mit Witz und grauenhaftem Sarkasmus eingerichtet. Der „Rausch des Geldes“ ist da auch schon ziemlich nüchtern und ausgeträumt. Gleichermaßen witzig wie erschreckend wahnsinnig. Das Zweite: Am Ende verschmelzen beide Welten des Betruges, die Hinter- und Hauptbühne sind ein und derselbe Aktionär. Drittens: Was mich persönlich stark beeindruckt hat, waren die Laien-Darsteller der „Bürgerbühne“. […] Hinter mir war ein „Busfahrer“, großartig. Die schrien und keiften, wilder Krawall der Kleinen. War fein gelungen.“
Salzburger Kronenzeitung