The Sound of Music – Farewell

Als im Oktober 2011 die Premiere bevorstand, war das Interesse des Publikums und der Medien mit Händen zu greifen: Alle 36 Vorstellungen waren ausverkaut , eine Verlängerung aufgelegt. Von der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT über die BBC, den MIAMI HERALD und die HOKKAIDO SHIMBUN PRESS bis jüngst zu den NEW YORK TIMES – die Salzburger Inszenierung wurde weltweit positiv besprochen und als gelungene Neuinterpretation der berühmten Familiengeschichte angesehen.

Wir lassen hier die Künstler*-innen zu Wort kommen, denen dieses Stück in den letzten Jahren ans Herz gewachsen ist. Von Anfang an mit dabei war Uwe Kröger als „Baron von Trapp“: „In den acht Jahren ‚The Sound of Music‘ habe ich tatsächlich alle Vorstellungen gesungen. Ich konnte ein Stück kennenlernen, das nur wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg Themen wie Flucht und Heimat in den Fokus rückt und eine äußerst zivilcouragierte Familie ins Zentrum des Geschehens stellt. Brandaktuell also! ‚The Sound of Music‘ hat in mir viele Sensoren geweckt und ich bin sehr dankbar dafür.“

An seiner Seite stand seit der Spielzeit 2012/2013 Milica Jovanovic als „Maria“: „In meinem Leben hat sich in den letzten sieben Jahren viel verändert. ‚Maria‘ zu spielen war jedoch eine Konstante, die mir immer Kraft gegeben hat. Ich bin erwachsen geworden und Maria mit mir. Ich weiß schon jetzt, dass es am 16. Juni schwer wird, sie loszulassen. Ich bin dankbar, dass ich an diesem Haus, mit diesen Bühnenpartner*innen spielen durfte. Die Erinnerung bleibt in meinem Herzen. Vielen Dank auch an unser Publikum. Dass wir so lange gespielt haben, verdanken wir Ihrer Begeisterung.“

Auch für den Regisseur Andreas Gergen, der dem Haus seit vielen Jahren verbunden ist, geht eine Ära zu Ende: „In meiner 20-jährigen Laufbahn als Regisseur gibt es einige wenige Inszenierungen, die als besonders außergewöhnlich in Erinnerung bleiben. „The Sound of Music“ ist eine davon. Künstlerisch war die Regiearbeit einerseits besonders erfüllend, andererseits ist es erschreckend, wie aktuell die von uns erzählte Geschichte im Laufe der letzten Jahre wurde: In einer Zeit, in der rechtsgerichtete und nationalistische Kräfte neuen Einfluss erlangen, war und ist das Schicksal der Trapp-Familie vor dem Hintergrund des aufkeimenden Nationalsozialismus der 30er- und 40er-Jahre eine wichtige Botschaft. Diese Geschichten müssen immer und immer wieder erzählt werden, um erneute Eskalationen zu verhindern. Möge unsere Produktion dazu beigetragen haben, einen Appell der Vernunft und Menschlichkeit in die Welt zu senden!“