Alejandro Parente
Alejandro Parente erhielt seine Ausbildung am Instituto Superior de Arte des Teatro Colón in Buenos Aires und trat im Alter von 16 Jahren in das dortige Ballet Estable ein. Unter der Anleitung namhafter Mentoren wie Rada Eichenbaum, Wasil Tupin, Enrique Lommi und Rosmarie Achard entwickelte er sich rasch zu einem der führenden argentinischen Bühnentänzer. Als Erster Solist des Teatro Colón interpretierte er über fast drei Jahrzehnte ein breites Spektrum an Hauptrollen des klassischen und neoklassischen Repertoires. Dazu zählen „Giselle“, „La Bayadère“, „Der Nussknacker“, „Sylvia“, „Romeo und Julia“, „Onegin“, „Raymonda“, „Don Quixote“, „Dornröschen“, „Notre Dame de Paris“, „Petruschka“, „Carmen“ und zahlreiche Werke von George Balanchine. Gastauftritte führten ihn an renommierte Häuser in Europa und Amerika.
Für seine künstlerischen Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Premio Konex als einer der besten Tänzer Argentiniens des Jahrzehnts, dem Preis María Ruanova sowie der Ehrung „Figura de la Danza“ durch den argentinischen Kulturjournalismus. Ein besonderer Höhepunkt seiner Karriere war der Auftritt bei der feierlichen Wiedereröffnung des Teatro Colón 2010. Nach seinem offiziellen Bühnenabschied 2018 mit „La Viuda Alegre“ an der Seite von Marianela Núñez widmete sich Parente ganz der Arbeit als Ballettmeister, Coach und Pädagoge. Er war unter anderem an der Wiener Staatsoper, an der Mailänder Scala, beim Royal Ballet in London, beim Ballet Nacional Sodre in Uruguay, an der Volksoper Wien, beim Landestheater Salzburg und zuletzt als Gast-Repetiteur beim English National Ballet tätig.
Mit seiner fundierten Kenntnis klassischer Technik, seiner Erfahrung als Bühnendarsteller und seiner präzisen Arbeit am Detail gilt Alejandro Parente heute als gefragter Mentor für junge Tänzerinnen und Tänzer wie auch für etablierte Profis auf internationalen Bühnen.
