Andreas Fladvad-Geier

Operndirektor und Chefdisponent

Der im hessischen Bad-Soden - Salmünster geborene Andreas Fladvad-Geier begann zunächst ein Theologie- und Philosophiestudium im Rahmen des Mainzer Priesterseminars, es zog ihn jedoch nach kurzer Zeit ans Theater. Er erweiterte sein Studium durch Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien und wechselte anschließend an das Theaterwissenschaftliche Institut nach Köln. Während seines Studiums hospitierte er am Staatstheater Wiesbaden und arbeitete längere Zeit in der Dramaturgie der Frankfurter Oper. In der Spielzeit 1994/95 holte ihn Prof. Kurt Horres an die Deutsche Oper am Rhein, wo er als Regieassistent und Spielleiter arbeitete. In dieser Tätigkeit war er auch von 1997 bis 2002 am Badischen Staatstheater in Karlsruhe engagiert. Dort inszenierte er zahlreiche Soloabende und stellte im Herbst 2000 mit „Viva la Mamma“ von G. Donizetti seine erste Opernarbeit vor.
Als freier Regisseur arbeitete er u.a. in Aachen, Augsburg, am Nationaltheater Mannheim und am Theater Kiel. An der Opera Ontario in Hamilton, Kanada inszenierte er Mozarts „Le Nozze di Figaro“ und Delibes „Lakmé“. Weitere Opernproduktionen waren Korngolds „Die Tote Stadt“ und Verdis „Rigoletto“ (2007) am Nationaltheater in Brünn.
Von 2002 bis 2008 war er fester Hausregisseur am Alten Schauspielhaus/Komödie im Marquart in Stuttgart. Dort inszenierte er zahlreiche Musicals und Schauspiele, sowie von ihm geschriebenen Revuen.
Von Dezember 2008 war er Leitender Ballett- und Opernreferent des Festspielhauses Baden-Baden. In dieser Tätigkeit arbeitete er ständig mit den führenden Künstler*innen unserer Zeit und prägte in ständigem Kontakt mit Sir Simon Rattle alle Besetzungen der Opernfestspiele bis 2018.
Als leitender Ballettreferent des Hauses holte er die führenden Ballettkompanien nach Baden-Baden. Es entstanden Uraufführungen von Mauro Bigonzetti, Hans van Manen, Benoit-Swan Pouffer und Eric Gauthier.
Für den Choreographen Peter Breuer schrieb er das Libretto für ein Ballett über den Mythos Marilyn Monroe (2009) und eine Neufassung des Prokofiev Balletts „Romeo und Julia“ (2010), sowie das Ballett „Siegfried“ (2011) für das Badische Staatstheater Karlsruhe.
Von 2018 – 2021 war Andreas Fladvad-Geier Leiter des Konzertbereichs der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg und in dieser Funktion auch künstlerischer Leiter des Festivals DIALOGE.
Zu den Höhepunkten seiner Arbeit dort gehört die erste szenische Aufführung der Mozartoper „La Clemenza di Tito“ in Havanna, die als Gastspiel auch am Lincoln Center in Washington gezeigt wurde.
Für die DIALOGE entstanden über 30 Uraufführungen, darunter die Uraufführung der Ballettproduktion „Framework“ der Klever Dance Company sowie zahlreiche österreichische Erstaufführungen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Förderung junger Komponist*innen lag.
Seit Mai 2021 ist er Operndirektor und leitender Disponent am Salzburger Landestheater.