Anna Maria Dur

Anna Maria Dur absolvierte ihr Gesangsstudium an der Königlichen Musikhochschule Brüssel (Prix d’excellence mit höchster Auszeichnung) und an der Sweelinck Musikhochschule Amsterdam (Diplom für musikdramatische Kunst sowie Prix d’excellence mit höchster Auszeichnung). Nach Abschluss ihres Studiums war Anna Maria Dur Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. Ferner erhielt sie den renommierten Musik-Preis der Niederländischen Regierung (Ministerium für Kultur und Wissenschaft - Begabtenförderung). Bei Prof. Cristina Deutekom studierte sie das Belcanto-Repertoire und besuchte bei Prof. Giulietta Simionato und Prof. Salvatore Campogalliani mehrere Seminare. Ihr Debüt gab Anna Maria Dur mit der Partie der Euridice aus Monteverdis "Orfeo" an der Königlichen Oper Antwerpen. Es folgten viele weitere Rollen des Barockrepertoires. Mit Ton Koopman, Philippe Herreweghe und weiteren Dirigenten gastierte sie u.a. bei den Festspielen von Vlaanderen, von Wallonie, dem Holland Festival sowie den Festspielen von Paris, Locarno und Madrid.
Allmählich entwickelte sich ihre Stimme zusehends zum dramatischen Mezzosopran. Zu ihrem großzügigen Repertoire gehören: Kundry, Ortrud, Venus, Klytämnestra, Herodias, Eboli, Azucena, Amneris. In der jährlichen Rankingliste 2009 der Zeitschrift "Die Opernwelt" wurde Anna Maria Dur für ihre Interpretation der Kundry aufgestellt. Neben ihrer Opernkarriere hat Anna Maria Dur auch auf dem Gebiet des Liedes und bei der Interpretation zeitgenössischer Musik großzügige Erfolge erringen können, z.B. als "Ponchia" in Aribert Reimann’s Bernada Albas Haus.
In den letzten Jahren arbeitete Anna Maria Dur u.a. mit Dirigenten wie Wolfgang Bozis, Justin Brown, Roman Brogli-Sacher, Miquel Gomez-Martinez, Jun Märkl, Uwe Sander, Pinchas Steinberg, Hans Urbanek, Hans Zender sowie mit Regisseuren wie Bruno Berger-Gorski, Willy Decker, Gerd Heinz, Hans-Günther Heyme, Alfred Kirchner, Andrea Moses, Peter Stein und Robert Tannenbaum. Seit 2008 ist Anna Maria Dur Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater Karlsruhe und gastierte zuletzt u.a. an den Opernhäusern in Amsterdam, Bern, Bologna, Brüssel, Düsseldorf, Hannover, Kaisers-lautern, Meiningen, Nürnberg und Toulouse.
Im April 2002 wurde Anna Maria Dur als Professorin für Gesang an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim berufen. Sie erhielt Einladungen für Meisterkurse und Kongresse (Mailand, Triest, Glasgow, Bad Neustadt) und veröffentlichte Artikel in Fachzeitschriften (u.a. Musikermedizin). Unter Anna Maria Dur’s ehemaligen Studentinnen und Studenten konnten sich viele als Sängerinnen und Sänger an deutschen Opernhäusern etablieren (u.a. Staatsoper München, Staatstheater Hannover, Oper Düsseldorf, SWR-Rundfunkchor, WDR-Rundfunkchor sowie Staatsoper Stuttgart). Im Sommer 2016 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen in "The Exterminating Angel".