Christiane Mudra

Regie

Christiane Mudra ist Regisseurin, Autorin und Gründerin von investigative theater. Ihre Arbeiten basieren auf journalistischer Langzeitrecherche zu Themen wie Rechtsextremismus, Antisemitismus, Misogynie und Netzpolitik.  Seit 2013 schreibt und inszeniert sie spartenübergreifende Formate, auch außerhalb klassischer Theaterräume.

Mit „freiheit.exe - Utopien als Malware“ beleuchtete sie die ideologischen Rootkits im Silicon Valley und knüpfte damit an ihre Musiktheaterinszenierung BETA an der Deutschen Oper Berlin über die demokratiegefährdende Machtakkumulation von Big Tech an.

In München und Berlin zeigte sie u. a. „The Holy Bitch Project“ über häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen, „Xploit:s“ über die Ausbeutung im Niedriglohnsektor (Kaufhof München), „Hotel Utopia“, ein interaktives Gesellschaftsspiel über den Wert von Pässen (Flughafen Tempelhof) „Selfie & Ich“ über psychische Erkrankungen in der Leistungsgesellschaft sowie szenische Lesungen – zuletzt über die Kindheit im belagerten Sarajevo.
Mit einer Trilogie über rechtsextremistische Kontinuitäten bespielte investigative theater Tatorte im Münchner Stadtraum.

Für „Kein Kläger – NS-Juristen und ihre Nachkriegskarrieren“ führte Christiane Mudra Interviews mit ZeitzeugInnen in Deutschland und Israel, darunter die Staatsanwälte im Eichmann- und Auschwitzprozess. Von 2013 bis 2018 war sie Beobachterin im NSU-Prozess. In den USA recherchierte sie zur Manosphere und zur Alt Right.

Ihr Theaterfilm „The Holy Bitch Project“ lief auf dem New York City Independent Film Festival. Sie inszenierte auf Einladung des Goethe Instituts in Brasilien, war Artist in Residence bei der Biennale in Venedig und ist Speakerin auf Konferenzen wie dem Chaos Communication Congress und der re:publica.

Christiane Mudras Recherchen werden auch in Sachbüchern, Hörspielen und Podcasts für die Bundeszentrale für Politische Bildung, Deutschlandfunk Kultur u. a. veröffentlicht.

investigativetheater.com

Stand: Juni 2026

Stücke 2026/2027