Friedemann Vogel
Ballett
Friedemann Vogel wurde in Stuttgart geboren und erhielt seine Ausbildung an der Princesse Grace Academie in Monte Carlo als Stipendiat von Prinzessin Antoinette von Monaco. Bereits früh gewann er bedeutende internationale Wettbewerbe, darunter den Prix de Lausanne sowie Goldmedaillen beim Prix de Luxembourg und weiteren renommierten Wettbewerben in Europa und den USA.
1998 trat er dem Stuttgarter Ballett bei und wurde 2002 zum Ersten Solisten ernannt. Im selben Jahr gewann er den Erik-Bruhn-Preis in Toronto. Vogel wurde zweimal vom Fachmagazin TANZ zum „Tänzer des Jahres“ gewählt (2010, 2019) und 2011 von Danza&Danza als „Bester männlicher Tänzer“ ausgezeichnet.
Sein breit gefächertes Repertoire reicht von Hauptrollen des klassischen und neoklassischen Balletts bis zu Werken bedeutender Choreografen wie John Cranko, George Balanchine, William Forsythe und Wayne McGregor. Als international gefragter Gast tanzte er bei führenden Compagnien weltweit, darunter das Mariinsky und Bolschoi-Ballett, Teatro alla Scala, English National Ballet sowie zahlreiche weitere renommierte Ensembles in Europa, Asien und Amerika.
2015 erhielt er den Titel „Kammertänzer“, die höchste Auszeichnung für Tänzer in Deutschland, gefolgt vom Deutschen Tanzpreis (2020). 2021 verfasste er als Botschafter des Internationalen Tanztages die offizielle UNESCO-Botschaft. Neben seiner tänzerischen Karriere widmet er sich der Choreografie und Lehre, unter anderem an der Universität Tübingen.
Anlässlich seines 25-jährigen Bühnenjubiläums beim Stuttgarter Ballett wurde er 2024 mit dem John-Cranko-Preis geehrt und gab im selben Jahr sein Spielfilmdebüt im Film Cranko. 2026 erhielt Friedemann Vogel den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg für sein künstlerisches Wirken sowie sein gesellschaftliches Engagement als internationaler Botschafter des Tanzes.
Stand: April 2026
