Giulio Alvise Caselli

Der aus Norditalien stammende Bariton studierte zunächst Geige und später Germanistik und Sprachwissenschaft an den Universitäten Ferrara und Regensburg. Gesangsunterricht erhielt er zuerst bei seiner Mutter, der Sopranistin Maria Gabriella Munari, dann von Wolfgang Brendel und Sylvia Greenberg an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er 2005 das Operndiplom erhielt. Außerdem besuchte er die Liedklasse bei Helmut Deutsch und war Student der Bayerischen Theaterakademie A. Everding. Von 2006 bis 2008 war er Ensemblemitglied des Theaters Dortmund. Dort debütierte er als Figaro in Rossinis »Barbiere di Siviglia» unter der Leitung von Arthur Fagen und sang u.a. Marullo in Verdis »Rigoletto«, Moralès in Bizets »Carmen» und Schlemihl in »Les Contes d'Hoffmann» von Jacques Offenbach. Des Weiteren gastierte er mehrfach am Linzer Landestheater, u.a. als Frédéric in »Lakmé» von Léo Delibes und Momus in »Platée» von Jean Philippe Rameau. Seit Beginn der Spielzeit 2011/12 ist er am Opernhaus Augsburg engagiert. Dort gab er seinen Einstand als Conte d'Almaviva in Mozarts »Die Hochzeit des Figaro» und sang u.a. die Titelrolle in Mozarts »Don Giovanni«, den Dr. Falke in »Die Fledermaus» von Johann Strauß, Schaunard in Puccinis »La Bohème» und die Rolle des Algeriers in »Intolleranza» von Luigi Nono. 2014 debütierte er als Pelléas in Debussys »Pelléas et Mélisande«.

Gastengagements führten ihn an die Opernhäuser in Aachen, Freiburg, Würzburg, Bielefeld, Ferrara, Modena, Montepulciano, an das Berliner Konzerthaus, zum Rheingau Musik Festival sowie als Don Giovanni zur Biennale in Venedig, die vom italienischen Fernsehsender RAI3 ausgestrahlt wurde. Zudem betreibt Giulio Alvise Caselli eine rege Konzerttätigkeit; u.a. sang er die »Lieder eines fahrenden Gesellen» von Gustav Mahler mit dem Orchestra Città di Ferrara, Joseph im Oratorium »L’Enfance du Christ» von Hector Berlioz und mehrfach Schuberts »Winterreise«.