Sascha Oskar Weis

Schauspiel

Geboren 1970 in Wien, absolvierte Sascha Oskar Weis seine Schauspielausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt unter Prof. Elfriede Ott. Singen und Tanzen erlernte er während seiner zehnjährigen Tätigkeit an deutschen Bühnen. Von 1993 bis 1997 war Weis Mitglied der Bühnen der Stadt Bielefeld und wirkte u. a. in den Produktionen »Klassenfeind«, »Hair«, »Clavigo«, »Engel in Amerika« und als W. A. Mozart in Peter Shaffers »Amadeus« mit. Über Koblenz (»Cabaret«) kam er an das Theater des Westens in Berlin, wo er intensiv mit Musiktheater in Berührung kam und in der Produktion »30 60 90« mitwirkte. Es folgten Engagements in Düsseldorf, an der Oper Bonn, dem Staatstheater Mainz, in Bern und in Essen. An diesen Häusern war er etwa als Danny in »Grease«, als Tony in der »West Side Story«, als Lucheni in »Elisabeth«, als Enjolras in »Les Miserables«, aber auch als Zawisch in Grillparzers »König Ottokars Glück und Ende« oder als Mercutio in Shakespeares »Romeo und Julia« zu sehen. Als Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt spielte Weis von 2003 bis 2005 u. a. Rollin in »Der grüne Kakadu« (Regie: David Mouchtar-Samorai) und Cleante in »Der eingebildete Kranke« (Regie: Claude Stratz). Seit 2004 ist er wiederholt bei den Festspielen Reichenau zu sehen, 2009 unter der Regie von Nicholas Ofczarek in Schnitzlers »Spiel im Morgengrauen«. In der Saison 2006/2007 debütierte er an der Wiener Volksoper als Jean-Michel in der Wiederaufnahme von »La Cage aux Folles«. 2008 war er bei den Vereinigten Bühnen Wien in »Die Habsburgischen« zu sehen. Seit 2009/2010 ist Sascha Oskar Weis festes Ensemblemitglied am Landestheater Salzburg und war dort unter anderem als Mephisto in Goethes »Faust I«, als Leon in »Weh dem, der lügt«, als Zwirn in Nestroys »Lumpazivagabundus«, als Petruchio in »Kiss me, Kate«, oder auch in »Bei Anruf: Geld!« von Michael Cooney und als Hofreiter in »Das weite Land« von Arthur Schnitzler zu sehen. Darüber spielte er die Rolle des Mammon in der Festspielinszenierung von Hugo von Hofmannsthals »Jedermann« auf dem Domplatz. In der Spielzeit 2013/2014 brillierte er als Mephisto in beiden Teilen des »Faust« und wurde zum »Salzburger des Jahres« gewählt. Als Mackie Messer war er in Brechts »Dreigroschenoper« zu erleben. In der Spielzeit 2014/2015 spielte er den Leopold im »Weißen Rössl« und erarbeitete mit Regisseur Michael Gampe Schnitzlers »Anatol«. Im Mysterienspiel vom »Verloren Sohn« übernahm er die Rolle des Spielmachers. Im Musical »Annie« spielte er die Rolle des betrügerischen Rooster, weiters war er in der Uraufführung »Der Trafikant« und in »Leonce und Lena« als Valerio, als Verteidiger in Schirachs „Terror“, oder in der Europäische Erstaufführung „Dry Powder“ zu erleben.
Am Großprojekt „Dionysien – Theater. Spektakel. Rausch“, war er in der Inszenierung von Carl Philip von Maldeghem in der Felsenreitschule als Hermes in „Prometheus“ sowie als Erzähler im Oratorium „Oedipus rex“ beteiligt. Bei der Wettbewerbspräsentation „Freiheit des Lachens“, in der Komödie  „Nackter Wahnsinn“ oder „Wie es euch gefällt“ kamen wiederum die musikalisch-komödiantischen Talente des Schauspielers zur Geltung.

Im Sommer 2018 spielte Sascha Oskar Weis bereits zum 12. Mal bei den Festspielen Reichenau; die Produktion „Cella oder die Überwinder“ von Nicolaus Hagg feierte in einer Inszenierung von Michael Gampe grossen Erfolg bei Presse und Publikum.