Oper 2021/2022

In der Oper bleibt die Zeit stehen. Schon von daher ist die Oper ein ständiger Wachtraum. Melodien fließen in Gefühle, die Gegenwart wird gedehnt und in diesen durch die Musik geschaffenen Zwischenräumen der Seele verschmelzen Narrativ und Tondichtung.

In „Ariadne auf Naxos“ spürt Richard Strauss melancholisch und lustvoll der Kunst und ihrer Form nach. Die zeitgenössische Oper „Angels in America“ entwirft mit kühnem Strich ein in Amerika angesiedeltes Sittengemälde, während Giuseppe Verdi seinem schottischen Helden ein packendes Psychogramm verpasst, das wir in der Felsenreitschule entrollen. Alma Deutschers „Cinderella“ und Mozarts „Zauberflöte“, beides Opern, in denen Traum und Wirklichkeit ineinanderfließen, konnten wir nur so selten spielen, dass sie in die neue Spielzeit übernommen werden. Mit der ewig reizvollen Oper „Carmen“ wandern wir zur Aufführung in ein Circuszelt.