• Kt. Flavio Salamanka und Larissa Mota
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Kt. Flavio Salamanka und Larissa Mota
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Kt. Flavio Salamanka und Larissa Mota
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Federico Berardi, Lucas Leonardo und Diego da Cunha
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Larissa Mota, Márcia Jaqueline und Diego da Cunha
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Federico Berardi, Naila Fiol, Iure de Castro, José Flaviano de Mesquita Jr. und Lucas Leonardo
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Diego da Cunha und Márcia Jaqueline
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Diego da Cunha und Márcia Jaqueline
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Kt. Flavio Salamanka und Iure de Castro
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Iure de Castro und Kt. Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Larissa Mota
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Pedro Pires und Karine de Matos
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Kt. Flavio Salamanka, Márcia Jaqueline und Pedro Pires
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Kt. Flavio Salamanka, Márcia Jaqueline und Pedro Pires
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Mikino Karube
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Anna Yanchuk und Kt. Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Anna Yanchuk und Kt. Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Anna Yanchuk
    © Anna-Maria Löffelberger

Balacobaco

Reginaldo Oliveira

Uraufführung / Ein brasilianisches Ballettfest

Premiere: 09.05.2018

Inhalt

„Balacobaco“ – dieses Wort wird in Brasilien umgangssprachlich für etwas Großartiges verwendet, als Superlativ für das Wunderbare, für überbordende Schönheit, Freude oder Glück. Der neue Leitende Choreograph des Salzburger Landestheaters, Reginaldo Oliveira, hat sich für diesen Titel entschieden, da er seine erste Spielzeit mit einem Fest beschließen möchte, zu dem das Publikum eingeladen wird, um mit dem Ballettensemble des Salzburger Landestheaters das Leben zu feiern. In temperamentvollen Szenen und intensiven Bildern stellt Reginaldo Oliveira sich und sein Heimatland Brasilien dem Salzburger Publikum vor. Er wird zusammen mit den Tänzerinnen und Tänzern eine Choreographie kreieren, die von den Farben, den Rhythmen, der Energie und vor allem von der brasilianischen Seele erzählt.

Oliveira wuchs in Rio de Janeiro auf und begeisterte sich schon früh für klassischen Tanz. Nach seinem Engagement als Solist am Teatro Municipal do Rio de Janeiro wechselte er zur Spielzeit 2006/2007 an das Badische Staatsballett Karlsruhe, wo er auch als Choreograph auf sich aufmerksam machte. Die Auftragsarbeit „Der Fall M.“ für das Staatsballett wird im Rahmen der „Dionysien“ diese Spielzeit auch am Salzburger Landestheater zu erleben sein. Der neue Spartenleiter des Balletts am Salzburger Landestheater wurde zudem für seine Kreation „Anne Frank“ im Fachmagazin tanz als Choreograph des Jahres 2016 genannt.

Im April 2016 feierte Reginaldo Oliveira mit seinem ersten abendfüllenden Ballett „Anne Frank“ einen überwältigenden Erfolg am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seine Choreographien „Attempt“ (2010), „Torn“ (2012), „Across the Border“ (2012), „Attacke“ (2014) und „Presente“ (2014) u. a. begeisterten das Publikum – das sich auch in Salzburg auf spannende neue Impulse im Ballett freuen kann!

Es gibt noch einen weiteren Grund zum Feiern: Das von der Architekturwerkstatt Zopf entworfene Probenzentrum Aigen – mit einer Probebühne in Bühnenmaßen inklusive Drehbühne – erfüllt dem Salzburger Landestheater nicht nur den lange gehegten Wunsch nach perfekten Probenvoraussetzungen, sondern kann auch als Spielstätte genutzt werden – „Balacobaco“ ist die Eröffnungsproduktion.

Pressestimmen

"Oliveiras elektrisierende, kantige Bewegungssprache erweist sich als zeitgemäße Ergänzung zur klassischen Eleganz der Handlungsballette von Peter Breuer. Zu Beginn rasen die Körper - Judith Adam schneiderte die stoffsparenden Kostüme - wie Schattenfiguren über die Bühne. Archaische Perkussions-Rhythmen geben den Puls vor und treiben die Tänzer an. Das Tempo ist hoch. Die insgesamt 16 Tänzer bewegen nicht nur Beine, sondern auch Arme, Hüften und Köpfe in teils irrwitziger Geschwindigkeit.

Nach dem Schlussapplaus ging der Abend nahtlos in eine Samba-Party über. Grund zu feiern gab es angesichts dieser virtuosen Leistungsschau des Landestheater-Balletts genug.“

Salzburger Nachrichten

"Abseits der folkloristisch anmutenden Wippschritte ist Tanz in Reginaldo Oliveiras Tanzabend eine Fast archaisch erscheinende körperliche Auseinandersetzung mit existenziellen Inhalten: Liebe, Leben, Leidenschaft, aber auch Armut, Einsamkeit und Angst.

Dazu bedarf es weniger Bühnenelemente, die der Tanzschöpfer selbst ersonnen hat: Eine variable weiße Treppenkonstruktion, auf der Vorderseite mit Fensterläden bestückt, die humorvolle Einblicke in das vielgestaltige Liebesleben in brasilianischen Schlafzimmern gibt. Die Bühne lässt Raum für Tanz pur, dies unterstreicht die Schlichtheit, der sich auch die Kostümbildnerin Judith Adam verschrieben hat. Nicht nur der Choreograf ist Brasilianer, auch einige der Tänzerinnen und Tänzer kommen aus dem lateinamerikanischen Land – sie vermitteln überaus authentisch die Bewegungsmuster.

Der choreografische Ideenreichtum ließ fantastische Bilder entstehen, die nur schwer zu beschreiben sind. Balacobaco eben.“

Badische Neueste Nachrichten

„Balacobaco“ ist Abschluss und Höhepunkt der ersten Spielzeit des neuen Ballettchefs Reginaldo Oliveira und zugleich Eröffnung der Spielstätte im Probenzentrum Aigen, das man zu Recht mit Stolz erstmals dem Publikum präsentiert.

Das Bewegungsrepertoire schöpft aus dem Fundus von Modern Dance, afrikanischen und lateinamerikanischen Traditionen. Die teilweise abstrakte Isolation von Körperteilen verstärkt oft parodistisch-heitere Gags im Kontrast mit weich fließenden Wellenbewegungen sowohl des Individuums als auch der Ensemble-Choreographie. Leuchtende Schemel werden getragen, besessen, zu Mozart-Geist-Stühlen a la Abramovic aufgebaut, gestürzt und zu einem Wall gereiht, hinter dem ein Spiel mit Verstecken und überraschendem Zeigen des Unerwarteten gespielt wird.

Das Spiel mit Raum, Licht und der überwältigenden Kraft des jugendlichen Eros in Körpern, die für die Illusion eines Abends die Sehnsucht nach menschlicher Vollkommenheit erfüllen, wird durch zwanzig im Programmheft angeführte Musiknummern unterstützt, in deren Flow das Gesamtkunstwerk zur Lebensorgie verschmilzt. Die Pause wird umrahmt mit einer sympathischen Schüttelchoreografie, für die das Ensemble seinen Musikbeitrag mithilfe von Zungensprache selbst liefert. Ein für die hiesige Verfasstheit ekstatisches Eintauchen in eine exotische Welt der Lebensbejahung, die sich mit der Konnotation zum Brasilien Olivieras deckt.“

DrehPunktKultur