Ballhaus – Ein Sommernachtstraum
John von Düffel / William Shakespeare
Schauspiel mit Sport und Ballett
Inhalt
Theater spielen, tanzen und Sport treiben – all das war möglich im Ballhaus. Seit 400 Jahren wird am Mirabellgarten Theater gespielt. Das erste Theatergebäude wurde 1625 gebaut und hieß Ballhaus. Tatsächlich hatte das eindrucksvolle Gebäude mit offenem Dachstuhl, drei Galerien und fast 50 Metern Länge mehrere Funktionen, nämlich als Theater, Tanzpalast und Sporthalle.
Anlässlich des 400-jährigen Jubiläums des heutigen Landestheaters schreibt John von Düffel ein Theaterstück, das die Vorgeschichte so aufleben lässt, wie sie gewesen sein könnte. Ein ambitionierter Architekt plant den Neubau als Ort der bürgerlichen Gemeinschaft, doch natürlich entsteht schon früh Streit über die Nutzung. Sport, Tanz und Schauspiel treten tagsüber in Widerstreit, doch nachts wird das Ballhaus ein Ort der Sehnsüchte und Träume. Plötzlich entsteht dort die Handlung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ im Wechselspiel der Disziplinen. Liebende suchen und finden einen Ort, an dem Irrungen und Wirrungen passieren, begegnen Elfen, einem Theaterensemble und erleben mit fabelhaft tanzenden Schattenwesen eine verrückte Nacht. Am nächsten Morgen weiß niemand so recht, was real war und was nicht.
William Shakespeares Stücke erlebten ihre Blüte in London, als in Salzburg das Ballhaus gebaut wurde, und so kommen theatrale Gründerzeiten in diesem Stück, das den „Sommernachtstraum“ durch die hinzugedichtete Rahmenhandlung ergänzt, kreativ zusammen. Das Schauspielensemble wird um Tänzer*innen der Sparte Ballett erweitert, und Salzburger Sportvereine sind eingeladen, das Ballhaus als Showcase zu nutzen.
William Shakespeare (1564–1616) und John von Düffel (*1966) sind die Autoren des Brückenschlags von damals nach heute. Im Landestheater, an der Stelle des ehemaligen Ballhauses, das Fürsterzbischof Paris Lodron 1625 zum „Zwecke des Ballspiels“, zur Belustigung der Hofgesellschaft und um Theater zu erleben, errichten ließ, verbinden sich ihre Texte zu einem Spiel.
Carl Philip von Maldeghem und Reginaldo Oliveira feiern mit der Uraufführung des Auftragswerkes von John von Düffel das Spiel – das sportliche wie das theatrale – als spartenübergreifendes Fest von Schauspiel, Ballett und Sport. Dazu erschafft Bühnenbildner Thomas Mika eine bildliche Reminiszenz des Ballhauses von damals.
An den Aufführungen beteiligt sind verschiedene Salzburger Sportvereine. Jeweils 30 Minuten vor Vorstellungbeginn präsentieren die Vereine ihre jeweilige Sportart in einem Training auf der Bühne des Landestheaters und die Sportler*innen werden in kurzen Auftritten in die Handlung des Stückes mit einbezogen.
Dauer: 2 Std. 20 Min. / eine Pause
Die Werkeinführung findet jeweils 45 und 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung statt.
Pressestimmen
Von Düffel und Intendant und Regisseur Carl Philip von Maldeghem schaffen es, dass das Theater „Ballhaus“ nicht nur Geschichte bietet, sondern auch ans Heute andockt. Bühne und Kostüme von Thomas Mika sind modern bis fantastisch, Salzburger Vereine zeigen einen Einblick in ihr Können. [...] Ein starkes Ensemble trägt den Abend mit. Im Vordergrund steht dabei Gregor Schulz als Solari, der dem Architekten eine Zartheit im Ausdruck und Klarheit in Erkenntnissen verleiht. Gesamt gesehen ein Stück, das mehrere Ebenen gekonnt verwebt.
Die Inszenierung von Carl Philip von Maldeghem (Dramaturgie: Christina Piegger) macht aus dem Stück eine witzig-spritzige Revue voller Überraschungen, ein spartenübergreifendes, rundum gelungenes, höchst amüsantes Gesamtkunstwerk aus Sprech- und Tanztheater. [...] Eine Inszenierung, die das Premierenpublikum zurecht bejubelte und die das Zeug hat, zum Renner der Saison zu werden.
Ausgewählter Termin
Termine & Tickets
Audioeinführung
von Christina Piegger
Besetzung (am 04.03.2026)
Inszenierung
Carl Philip von Maldeghem
Choreografie
Reginaldo Oliveira
Kate Watson
Bühne und Kostüme
Thomas Mika
Dramaturgie
Christina Piegger
SANTINO SOLARI, Architekt des Fürsterzbischofs
Gregor Schulz
EGEUS, Baulöwe, Hermias Vater
Maximilian Schmiedl
HERMIA, Egeus' Tochter
Sophie Borchhardt
LYSANDER, Hochzeitsplaner
Aaron Röll
DEMETRIA, Staatssekretärin
Naomi Kneip
DER SCHÖNE HELENO
Maximilian Paier
SQUENZ
Georg Clementi
ZETTEL
Christoph Wieschke
SCHNAUZ
Matthias Hermann
PUCK
Nikola Jaritz-Rudle
DIE TRAINERIN, eine Tennis-Titanin
Larissa Enzi
TITANIA
Valbona Bushkola
Annachiara Corti
OBERON
Ben van Beelen
Quinn Roy
FEEN / ELFEN
Ballettensemble des Salzburger Landestheaters
Patensportvereine Judo Landesverband Salzburg
