Blauer als sonst
Blauer als sonst
© Tobias Witzgall

Blauer als sonst

Eva Rottmann

Ab 12 Jahren

Premiere 12.03.2021 / Kammerspiele

Inhalt

Herzklopfen, ein flüchtiger Blick, zwei unbeholfene Berührungen, tausende Fragen und doch keine Antworten – fühlt sich so Liebe an? Finn weiß es nicht, denn für ihn ist alles Neuland. Neue Stadt, neue Schule, neue Freunde und dann ist da noch dieses Mädchen – Jule. Wenn er mit ihr zusammen lernt, ist der Himmel plötzlich blauer als sonst und die Welt scheint sich nur um sie zu drehen. Aber gleichzeitig fühlt es sich wie Schlittschuhlaufen auf dünnem Eis an. Unter dem Druck von außen droht der Eiskunstlauf mehr und mehr zu einer Achterbahnfahrt zu werden, die mit einem Sturz ins kalte Wasser endet. Irgendwie wissen einfach alle alles besser und haben schon mal, oder würden „es“ zumindest gerne tun. Das nervt total! Und dann mischt sich auch noch Finns Vater ein, der aber von nichts eine Ahnung hat – und schon gar nicht von Liebe. Und wenn doch, dann haben sich die Zeiten seitdem komplett gewandelt, nicht wahr? Oder hat sein Vater vielleicht doch mehr Abenteuer erlebt, als Finn ahnt?

In diesem Gefühlsstrudel das eigene Tempo zu finden, innezuhalten und die Augenblicke im Hier, Heute und Jetzt zu genießen, wird zur Herausforderung. Finn ist sich in nichts mehr sicher und weiß nicht, ob er Jule küssen darf oder soll und wo er seine Hände hinlegen kann. Warum mag sie ihn? Warum mag er sie? Warum lieben wir?

 „Blauer als sonst“ entstand als Auftragswerk des Schauspielhauses Zürich und besticht, wie nahezu alle Werke der preisgekrönten Autorin und Theaterschaffenden Eva Rottmann (*1983), durch eine pure, direkte und zutiefst ehrliche Sprache. Ein mehrtägiger Workshop mit Jugendlichen lag der Arbeit zugrunde, die Gedanken, Ideen und Worte der Schüler*innen bilden die Grundlage des Stückes.

Verzauberte, leuchtende Augen bescherte Christina Piegger dem jungen Publikum bereits mit ihrem Regiedebüt „Flüchtling“ in der Spielzeit 2017/2018. Mit „Der kleine Vampir“ (Spielzeit 2019/2020) stellte sie abermals ihre inszenatorische Gabe für die jüngsten Gäste unter Beweis. In den Genuss ihrer phantasievollen und vor allem gewitzten Bildsprache kommen mit „Blauer als sonst“ nun auch die jugendlichen Besucher*innen.