Das weite Land \ Gero Nievelstein und Franziska Becker
Das weite Land \ Gero Nievelstein und Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Gero Nievelstein, Franziska Becker und Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Gero Nievelstein, Franziska Becker und Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Franziska Becker
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Franziska Becker
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Franziska Becker
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval
Das weite Land \ Franziska Becker
Das weite Land \ Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Gero Nievelstein und Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Gero Nievelstein und Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Christiani Wetter
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Christiani Wetter
© Christina Canaval
Das weite Land \ Franziska Becker
Das weite Land \ Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Axel Meinhardt und Wilfried Steiner
Das weite Land \ Axel Meinhardt und Wilfried Steiner
© Christina Canaval
Das weite Land \ Karlheinz Hackl und Axel Meinhardt
Das weite Land \ Karlheinz Hackl und Axel Meinhardt
© Christina Canaval
Das weite Land \ Werner Friedl und Britta Bayer
Das weite Land \ Werner Friedl und Britta Bayer
© Christina Canaval
Das weite Land \ Tim-Fabian Hoffmann und Werner Friedl
Das weite Land \ Tim-Fabian Hoffmann und Werner Friedl
© Christina Canaval
Das weite Land \ Karlheinz Hackl und Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Karlheinz Hackl und Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval
Das weite Land \ Karlheinz Hackl und Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Karlheinz Hackl und Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Karlheinz Hackl
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Karlheinz Hackl
© Christina Canaval
Das weite Land \ Weis, Bayer, Friedl, Meinhardt, Hackl und Hoffmann
Das weite Land \ Weis, Bayer, Friedl, Meinhardt, Hackl und Hoffmann
© Christina Canaval
Das weite Land \ Elisabeth Halikiopoulos und Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Elisabeth Halikiopoulos und Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Elisabeth Halikiopoulos
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis und Elisabeth Halikiopoulos
© Christina Canaval
Das weite Land \ Becker, Hoffmann, Bayer, Wetter, Oberließen und Wieschke
Das weite Land \ Becker, Hoffmann, Bayer, Wetter, Oberließen und Wieschke
© Christina Canaval
Das weite Land \ Tim Oberließen und Franziska Becker
Das weite Land \ Tim Oberließen und Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Franziska Becker
Das weite Land \ Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Tim Oberließen und Franziska Becker
Das weite Land \ Tim Oberließen und Franziska Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval
Das weite Land \ Marton, Wetter, Halikiopoulos, Hoffmann, Weis, Nievelstein und Becker
Das weite Land \ Marton, Wetter, Halikiopoulos, Hoffmann, Weis, Nievelstein und Becker
© Christina Canaval
Das weite Land \ Oberließen, Weis, Wetter, Halikiopoulos, Marton und Hoffmann
Das weite Land \ Oberließen, Weis, Wetter, Halikiopoulos, Marton und Hoffmann
© Christina Canaval
Das weite Land \ Franziska Becker und Ulrike Walther
Das weite Land \ Franziska Becker und Ulrike Walther
© Christina Canaval
Das weite Land \ Franziska Becker und Sascha Oskar Weis
Das weite Land \ Franziska Becker und Sascha Oskar Weis
© Christina Canaval

Das weite Land

Arthur Schnitzler

25.02.2012

Inhalt

Im Mittelpunkt der 1911 uraufgeführten Tragikomödie steht der in eine Lebenskrise geratene Fabrikant Friedrich Hofreiter, ein erfolgreicher Unternehmer und passionierter Ehebrecher. Seine Gemahlin Genia erduldet leidend seine Seitensprünge. Gerade hat er die Affäre mit der Bankiersgattin Adele Natter beendet, da erschießt sich ein junger Pianist aus unerfüllter Liebe zu Genia. Der tugendhafte Verzicht seiner Frau erscheint Hofreiter in dieser Situation als Anklage gegen sein eigenes Leben. Soll er sich bei ihr bedanken? Ist sie nicht Schuld am Tod dieses unglücklichen jungen Mannes? Gerade durch die Treue seiner Frau fühlt Hofreiter sich von ihr entfremdet. Dem Konflikt entzieht er sich durch Flucht und unternimmt eine Reise in die Dolomiten. Auf einer Bergtour macht Hofreiter der blutjungen Erna im Höhenrausch einen Heiratsantrag. Zurückgekehrt in seine Villa, wird er Zeuge, wie Genia, herausgefordert durch die Scheinliberalität ihres Mannes, einen jungen Liebhaber erhört, worauf er ihn zum Duell fordert, aber, wie er versichert, nicht aus Eifersucht, sondern weil er sich durch seinen »frechen jungen Blick« herausgefordert gesehen habe. Das Wien des Fin de siècle ist Schnitzlers Kulisse, die ausgebreitete Seele sein Terrain und eine hedonistische, nach Ablenkung strebende Gesellschaft sein Spielfeld. Zwischen Tennis, Tee und Tanz entfaltet er ein Spiel um gekränkte Eitelkeiten und kalt geheuchelte Lügen, aber auch tiefer Selbst- und Welterkenntnis und scheinbar auswegloser Einsamkeit. »Die Seele ist ein weites Land« attestiert der Doktor von Aigner im Stück, und der Menschenkenner Schnitzler ist ein klarer Analytiker einer dekadenten Gesellschaft, die an nichts Mangel leidet - außer an Sinn und der Fähigkeit, der reifen Melancholie, die jene Erfahrung der Schönheit und Tiefe des Daseins begleitet, durch eine befreiende Tat zu entkommen.

Pressestimmen

Maßgeschneyderter Schnitzler

Salzburger Landestheater. Werner Schneyder inszeniert Arthur Schnitzlers Tragikomödie "Das weite Land": Traditionsbewusst, mit Liebe zum Detail und einer bestens besetzten Genia.
Schneyder ist eine stimmige Inszenierung gelungen, die aufschlussreich ist, weil sie das Stück ernst nimmt. An die Schauspieler stellt es höchste Ansprüche. Hier wurde das Potenzial des Ensembles umsichtig ausgeschöpft. Diese Inszenierung hat sogar Vorzüge im Vergleich zu den Aufführungen, die derzeit am Burg- und Residenztheater in Starbesetzung gegeben werden. Schneyder begnügt sich zwar mit zweieinhalb Stunden (inklusive Pause), während in Wien und München drei bis vier Stunden gespielt wird, doch dort wirkt das Drama zerhackt, während es in Salzburg abgerundet ist. Hier wurde Schnitzler traditionell maßgeschneidert, man schert sich nicht um Mode, kümmert sich lieber um Stil.
Die Verhältnisse werden geklärt. Es stimmen die Distanzen, die Sprache wird gepflegt, und für die kleineren Rollen gibt es auch erholsame komische Einlagen.
Becker ist als betrogene und schließlich betrügende Genia das Kraftzentrum der Aufführung.«

 

Die Presse

»Franziska Becker als Genia Hofreiter vermag feine Nuancen der betrogenen Ehefrau wie der betrügenden Liebhaberin zu zeigen.

Werner Schneyder hat Regie geführt. "Das weite Land" hat er auf zweieinhalb Stunden (inklusive Pause) gestrafft, ohne dass etwas von der Substanz dieser österreichischen Theater-Ikone verloren wäre. Er bringt das, was der Salzburger Truppe an Stärken zu entlocken ist, gut zur Geltung, indem die Rollen durchwegs passend besetzt sind. Selten war zum Beispiel Ulrike Walther als Darstellerin so berührend wie als Frau Meinhold, noch nie war Christoph Wieschkes Spiel so interessant wie als Herr Natter, hinter dessen stetigem Lächeln irgendetwas wie Eifersucht oder Rache zuckt.
Zudem exponiert Werner Schneyder die Darsteller beim Spielen. Oft sitzen zwei von ihnen bloß in weißen Korbsesseln an der Rampe, nahe am Publikum. So verfolgt man die Dialoge wie Duette aus Sprache, Tonfall, Mimik und Gesten. Schnitzlers brillanter Text kommt so gut zur Geltung.
Erstmals seit vielen Jahren ist im Salzburger Landestheaters wieder literarisches Theater in dem Sinne zu erleben, dass die Feinheit des Texts und eine hohe Sprache Priorität haben. Auch die Kostüme, wie Birgit Hutter sie für "Das weite Land" entworfen hat, sind für das Salzburger Landestheater ein Quantensprung nach oben.«

 

Salzburger Nachrichten

»Der Regisseur verfügt über einen unverstellten Blick für die Absurdität der Situationen und die Ungeheuerlichkeiten, die sich die Protagonisten in dem als "Tragikomödie" bezeichneten Stück "Das weite Land" an den Kopf werfen.
Präzis gearbeitet ist die Inszenierung, genau ausgehorcht die Dialoge. Werner Schneyder weiß, was es braucht, um Emotionen über die Rampe zu transportieren.
Elisabeth Halikiopoulos lässt Erna, das aktuelle Gspusi von Hofreiter, überzeugend zwischen vorlauter Intellektueller und Draufgängerin changieren. Meisterhaft in der Zurückhaltung: Gero Nievelstein als Doktor Mauer, der auch ein gewisses Interesse an Erna hat. Eine starke Ensembleleistung ohne Ausfälle.
Hübsch die Bühnenbild-Idee (Christian Rinke): eine raumfüllende, dreidimensional gewordene Bühnenbildskizze, ein Fassadenriss, bei dem sogar noch die Maße, die Weiten der Fenster und die Baumaterialien eingezeichnet sind. Das Bühnenbild kann als Hinweis auf Schnitzlers tiefenpsychologische Sicht der Figuren gesehen werden.
"Die Seele ist ein weites Land", sagt Doktor von Aigner einmal im Stück, und diese weite Seelen-Welt der Haute-Volée wird vermessen, skizziert: ein Aufriss der Seelen-Abgründe.«

 

Wiener Zeitung

»Das Salzburger Landestheater hat heuer vor allem in Oper, Musical und Ballett einen guten Lauf. Aber jetzt fährt die Truppe von Intendant Carl Philip Maldeghem auch im Sprechtheater wieder volle Punkte ein. »Das weite Land" von Arthur Schnitzler begeistert, bedrückt, beschäftigt und beeindruckt.
Der 75-jährige Kabarettist, Autor, Schauspieler und Regisseur Werner Schneyder hat sich ebenso klug wie zurückhaltend an diesen sprachlich und analytisch brillanten Klassiker des österreichischen Theaters herangemacht. Schneyder hat das destruktive Liebesspiel in der kranken und satten Gesellschaft des Fin de Siecle nicht eigentlich interpretiert, sondern seine geniale sprachliche Substanz frei geschaufelt. Er stellte den Akteuren auf der Bühne nichts in den Weg und überließ sie ihrer individuellen Gestaltungskraft.
Auf der Bühne des Salzburger Landestheaters stand ein durch Gäste entscheidend verstärktes Ensemble, das Schnitzler zu tragen und zu vermitteln imstande war. Allen voran Sascha Oskar Weis und Franziska Becker als Friedrich und Genia Hofreiter.
Gute Sprache und überzeugendes Rollenverständnis bewiesen zudem Ulrike Walther als Anna Meingold-Aigner, Elisabeth Halikiopoulos als freche, lebendige Erna sowie Gero Nievelstein als Dr. Mauer, der einzigen moralisch noch nicht kaputten Zentralfigur dieses Gesellschaftsdramas. Auch Tim Oberließen als zwischen Soldaten-Ehre und Leidenschaft gefangener Otto, Britta Bayer als zur Hysterie neigende Mamma Wahl und Christoph Wieschke als subtil sich rächender Bankier Natter machten wirklich gute Figur. [...] Werner Friedl mit bekanntem komödiantischem Pfiff, Peter Marton, Christiani Wetter, Wilfried Steiner, Alex Meinhardt und Tim-Fabian Hoffmann ergänzten dieses Spieler-Ensemble, das sich längeren Premieren-Applaus absolut verdient hätte. Sehr gutes Theater.«

 

 

APA

»Schneyder verzichtet klugerweise auf Modernisierung oder gar Dekonstruktion, seine klassische Inszenierung lebt vom Hintersinn und den Abgründen in Schnitzlers Text.
Die mehr als zweieinhalb Stunden wirken kurzweilig, weil Schneyder den Wortwitz in den Dialogen, der mitunter in Bernardesken Sarkasmus umschlagen kann, grandios offen legt.«

 

SVZ

Ausgewählter Termin

Sa. 25.02.2012 19.00

Landestheater

Besetzung (am 25.02.2012)

Inszenierung Werner Schneyder

Bühne Christian Rinke

Kostüme Birgit Hutter

Musik Johannes Pillinger

Dramaturgie Tobias Hell


Friedrich Hofreiter Sascha Oskar Weis

Genia Hofreiter Franziska Becker

Anna Meinhold-Aigner Ulrike Walther

Otto Tim Oberließen

Doktor von Aigner Karlheinz Hackl

Frau Wahl Britta Bayer

Gustav Tim-Fabian Hoffmann

Erna Elisabeth Halikiopoulos

Natter Christoph Wieschke

Adele Natter Christiani Wetter

Doktor Mauer Gero Nievelstein

Demeter Stanzides Peter Marton

Albertus Rohn Werner Friedl

Rosenstock Axel Meinhardt

Herr Meyer Wilfried Steiner