Der Busfahrer, der Gott sein wollte
Der Busfahrer, der Gott sein wollte
© Anna-Maria Löffelberger

Der Busfahrer, der Gott sein wollte

Etgar Keret / Ronnie Brodetzky

Ein Theaterstück aus fünf Geschichten des Schriftstellers Etgar Keret

Europäische Erstaufführung 5. Mai 2022 / Probenzentrum Aigen

Inhalt

Dies ist die Geschichte einer Reise nach Chubeza – dem Ort, an dem die Menschen glücklich sind. Da ist der Busfahrer, der Gott sein wollte, der ausschließlich zum Wohle der Gesellschaft handelt, und Eddie der Koch, der in ein Mädchen verliebt ist, das ihm einfach Glück bringen könnte. Oder Slimy Shlomo, ein gemobbtes, abgelehntes Kind, oder die Geschichte von Danny, der die Welt rettet, indem er sie in fröhlichen Farbtönen färbt. Und schließlich treffen wir ein Mädchen, das alles dafür tun würde, glitzernde Augen zu haben … Etgar Kerets Held*innen suchen verzweifelt nach dem Glück – und kommen zur Erkenntnis, dass Glück nicht zwangsläufig ansteckend ist.

Dem Theaterabend von Ronnie Brodetzky liegen die Erzählungen des israelischen Autors Etgar Keret zugrunde. Er ist ein Meister der drastischen, schrägen, doppelbödigen Geschichten über Randexistenzen, Misserfolge, Liebeskummer, Araber*innen, Rassismus, Pubertät, Militär – ohne Zugeständnisse an die Political Correctness. Die theatralische Sprache der Regisseurin ist körperlich und karnevalesk. Jede Figur in Chubeza birgt sowohl die Virtuosität des Clowns als auch sein darin verborgenes Versagen in sich.

 

Etgar Keret wurde 1967 in Ramat Gan bei Tel Aviv geboren, wo er heute an der Filmakademie Drehbuchschreiben unterrichtet. Er schreibt Kurzgeschichten, Graphic Novels und Drehbücher. Sein erster Film „Jellyfish“ wurde 2007 auf den Filmfestspielen in Cannes als bestes Debüt ausgezeichnet. Keret lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Tel Aviv.

Die israelische Regisseurin Ronnie Brodetzky ist bekannt für ihre phantasievollen Stücke mit ungewöhnlichen Konzepten, die sich dem Menschsein aus einem schrägen Winkel nähern. Sie arbeitet wiederum im Team mit Ausstatterin Ruth Miller und Choreographin Tal Cohn. Gemeinsam haben sie bereits „Aquarium“ und „1000 Tutorials“ in Salzburg erarbeitet.