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»Nur der Champagner war an allem schuld?« Dass ein geschmackloser Streich manchmal ebensolche Folgen haben kann, ist weitbekannt. Und Dr. Falke hat noch immer nicht vergessen, dass sein Freund Gabriel von Eisenstein ihn einst am Aschermittwoch als Fledermaus verkleidet auf der Straße hat sitzen lassen. So musste er unter dem Gespött der Leute maskiert nach Hause zurücklaufen und ist seither in der ganzen Stadt als Dr. Fledermaus bekannt. Aus Rache beschließt er, dem Freund und dessen Frau, die sich beide insgeheim in der Ehe langweilen und von einem erotischen Abenteuer träumen, einen Streich zu spielen. Als Kulisse hierfür dient ihm eines der rauschenden Feste des reichen extravaganten Orlofsky, auf dem sich alle Beteiligten inkognito begegnen. Doch als am nächsten Morgen die Masken fallen und jeder wieder in sein normales Leben zurückkehren will, wartet die eine oder andere Überraschung.
Zur Spielzeiteröffnung widmet sich das Landestheater nun diesem Klassiker der Operette, der erstmals nach der Inszenierung der Salzburger Festspiele im Jahr 2001 auf die Bühnen der Mozartstadt zurückkehrt. Die Zeit scheint reif für eine Neuinterpretation. Entstanden vor dem Hintergrund des Staatsbankrotts von 1873 gewinnt das Werk heute angesichts der herrschenden Finanzkrise wieder verblüffend an Aktualität. Mit der »Fledermaus« gibt Andreas Gergen nach der weltweit beachteten Inszenierung von »The Sound of Music« gemeinsam mit Musikdirektor Leo Hussain sein Debüt im Wiener Operetten-Genre.
Pressestimmen
Krisenfest quer durch Europa
"Batman statt Fledermaus, Jumbojet statt Ballsaal, Scheich statt Graf: Das Landestheater hat sich zum Saisonstart die "Königin der Operette" von Johann Strauss vorgenommen und gehörig aktualisiert. Opernchef Andreas Gergen setzt den seligen Champagnerreigen in den EU-Kontext und trifft mit seiner kunterbunten und temporeichen Inszenierung den Nerv des Publikums."
"Der wahre Motor des Abends ist jedoch die Musik. Leo Hussain erweist sich auch im Operettenfach als detailversessener Klangschöpfer, der Musikdirektor entlockt dem Mozarteumorchester ein Maximum an romantischer Farbenpracht und bleibt dabei stets sängerdienlich und transparent."
"Diese Steilvorlage aus dem Graben wissen Ensemble und Gaststars gleichermaßen zu nutzen, allen voran Haus-Bariton Simon Schnorr als Eisenstein von charismatischer Sogkrfat und immensen musikdramatischen Fähigkeiten. Die Rosalinde ist mit Netta Or luxuriös besetzt, Koloratursicherheit und Schattierungsreichtum bleiben [.] unerreicht."
Salzburger Volkszeitung
Mit dem Scheich im Jumbo-Jet
"Intendant Carl Philipp von Maldeghem setzte zum Landestheater-Saisonstart den Johann-Strauss-Klassiker "Die Fledermaus" an. Da geht es hurtig dahin, drunter, drauf und drüber. Ein riesiger Erfolg."
"Rache ist Blutwurst, wie es heißt. Hier, in der Operette, halt nur süßer Saft. Ein Honig der Intrigen. Die Ideen von Regisseur Andreas Gergen halten lange und lustvoll durch: Orlofsky [.] ist ein Scheich, der eine Party in seinem Jumbo nach Dubai steigen lässt. Und in Griechenland notlandet. Herrliche Ballett- wie Chor-Turbulenzen und Sicherheits-Ansagen - "Schnallen sie sich an, nehmen sie die Sauerstoffmaske" (Peter Breuer, Stefan Müller) - bereiten Spaß. Das Konzept , den Ball im Scheich-Jumbo und in den EU-Turbulenzen zu verorten (inklusive Fallschirmabsprung und Anspielungen auf den Rettungsschirm) macht sich gut."
Salzburger Kronenzeitung
Die "Fledermaus" stürzt ab
"Von Absturz in der Beurteilung kann allein wegen der Musik keine Rede sein. Leo Hussain dirigiert das Mozarteumorchester Salzburg mit Frische und Elan. Freude bereitet vor allem, die Melodien, in denen das Lebensleichte und das abgründig Katastrophale miteinander verwoben sind, in einem [.] Haus wie dem Salzburger Landestheater zu hören: Oft sind einzelne Instrumente kammermusikalisch fein zu vernehmen, sodass Klangfarben und Zwiesprachen von Stimmen mit Streichern oder Bläsern wunderbar zur Geltung kommen."
"Immer wieder gelingt das Miteinander-Singen und -Musizieren bravourös."
Salzburger Nachrichten
"Fledermaus"-Premiere in Salzburg bejubelt
"Der Strauss-Stoff hält die Assoziationswut und Pointenschleuder der Regie flexibel aus, die rasanten Dialoge zeugen von gutem Timing. Die Frosch-Szene (Werner Friedl scheint wie geschaffen für den begriffsstutzigen Gefängniswärter) sprüht nur so vor Anspielungen auf die aktuelle Lage in Europa, Peter Breuers Choreographien verpassen dem Landestheater-Ballett diesmal illustrierende Sitcom-Funktion."
"Katharina Bergrath gibt als füllig timbrierendes Stubenmädchen Adele ein ansprechendes Haus-Debüt, der herrlich brachial-komödiantische Gefängnisdirektor Einar Gudmunssons sowie Tobias Scharfenberger als distinguierter Dr. Falke fügen sich stimmig in das auch in heiklen Duetten und Ensembles äußerst homogen wirkende Sängerteam."
APA
Besetzung
Musikalische Leitung
Leo Hussain Adrian Kelly
Inszenierung
Andreas Gergen
Bühne
Court Watson
Kostüme
Regina Schill
Dramaturgie
Katrin König
Gabriel von Eisenstein
Simon Schnorr
Rosalinde
Netta Or Talia Or
Adele
Katharina Bergrath Alexandra Steiner
Dr. Falke
Tobias Scharfenberger
Dr. Blind
Philipp Schausberger
Frank
Einar Th. Gudmundsson
Prinz Orlofsky
Tamara Gura
Alfred
Franz Supper
Ivan
Felix Mayrhofer
Frosch
Werner Friedl
Ida
Nicole Viola Hinz Karolina Plicková
Musik
Chor des Salzburger Landestheaters Mozarteumorchester Salzburg