Die Glasmenagerie \ Britta Bayer und Tim Oberließen
Die Glasmenagerie \ Britta Bayer und Tim Oberließen
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Peter Marton und Britta Bayer
Die Glasmenagerie \ Peter Marton und Britta Bayer
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Peter Marton, Britta Bayer und Shantia Ullmann
Die Glasmenagerie \ Peter Marton, Britta Bayer und Shantia Ullmann
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Peter Marton, Britta Bayer, Tim Oberließen und Shantia Ullmann
Die Glasmenagerie \ Peter Marton, Britta Bayer, Tim Oberließen und Shantia Ullmann
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Britta Bayer
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Britta Bayer
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Britta Bayer
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Britta Bayer
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann, Britta Bayer und Tim Oberließen
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann, Britta Bayer und Tim Oberließen
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Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Peter Marton
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Peter Marton
© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Peter Marton
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© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Tim Oberließen
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© Christina Canaval
Die Glasmenagerie \ Shantia Ullmann und Tim Oberließen
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Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen und Britta Bayer
Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen und Britta Bayer
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Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen und Britta Bayer
Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen und Britta Bayer
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Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen und Peter Marton
Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen und Peter Marton
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Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen und Shantia Ullmann
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Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen, Shantia Ullmann und Britta Bayer
Die Glasmenagerie \ Tim Oberließen, Shantia Ullmann und Britta Bayer
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Die Glasmenagerie

Tennessee Williams

24.09.2010

Inhalt

Der amerikanische Autor Tennessee Williams bezeichnete sein 1944 uraufgeführtes, stark autobiographisch geprägtes Familiendrama als ein »Spiel der Erinnerungen«. Doch es sind nicht nur Erinnerungen, mit denen der Autor sein Spiel treibt – im Mittelpunkt seiner Innenansicht des Amerikanischen Traums stehen Amanda und ihre zwei erwachsenen Kinder Tom und Laura. Tom findet das Abenteuer seines Lebens nicht in der beruflichen Karriere, obgleich er durch seine Arbeit als Lagerist für den Unterhalt der Familie sorgt, sondern im Traum vom Schreiben und der allabendlichen Flucht in die Welt des Kinos. Amanda, die ihre glücklichen Tage verklärt und die Umgangsformen der besseren Gesellschaft aufrechterhält, muss hilflos beobachten, wie das Leben ihrer Kinder keine ihrer Hoffnungen einlöst. Denn auch Laura, Toms gehbehinderte Schwester, lebt einsam und abgekapselt im Kosmos ihrer Sammlung aus kleinen, zerbrechlichen Glasfiguren, die allesamt so fragil sind wie sie selbst. Doch dann bricht mit aller Kraft und Lebensfreude das reale Leben in dieses Haus der Träume: Toms Arbeitskollege Jim bringt Laura zum Tanzen und schenkt ihr den Glauben an ihre eigene Schönheit und Würde. Für eine kurze Zeit scheint es ihm, der den Amerikanischen Traum lebt, zu gelingen, die toten Geister dieser Familie zu vertreiben. Tennessee Williams hatte »Die Glasmenagerie« als Drehbuch in Hollywood eingereicht. Es wurde abgelehnt. So entstand eines der bewegendsten und besten Theaterstücke Amerikas, das sein Durchbruch als Autor war und schließlich ein Welterfolg wurde. Volkmar Kamm und Konrad Kulke haben sich mit der Erfolgsproduktion »Homo Faber« dem Salzburger Publikum vorgestellt.

Ausgewählter Termin

Fr. 24.09.2010 19.00

Landestheater

Besetzung (am 24.09.2010)

Inszenierung Volkmar Kamm

Ausstattung Konrad Kulke

Dramaturgie Felix Breyer


Angela Wingfield Britta Bayer

Laura Wingfield Shantia Ullmann

Tom Wingfield Tim Oberließen

Jim O'Connor Peter Marton

Pressestimmen

»Zerbrechlich wie die kleinen Glastiere, denen sich Laura Wingfield (herrlich zurückhaltend und naiv: Shantia Ullmann) tagein tagaus widmet, ist auch ihre Persönlichkeit. […] Durch das eindreiviertel Stunden lange Familiendrama führt Tim Oberließen eindrucksvoll als verhinderter Literat Tom, der in seinen Arbeitspausen Gedichte auf Schuhschachteln kritzelt und sich allabendlich ins Kino flüchtet. […] Eindringlich mimt Britta Bayer die fürsorgliche, liebende Übermutter Amanda. Als sich Lauras Jugendliebe Jim O’Connor (zu Recht von sich selbst überzeugt: Neuzugang Peter Marton) zum Abendessen einstellt, setzt Amanda all ihre Hoffnung auf die einsilbig veranlagte Tochter. […] Bis auf wenige zeitbedingt notwendige und bedachte Änderungen haben Regisseur Volkmar Kamm und Dramaturg Felix Breyer den Text im Original belassen. Das ausgeklügelte, wandelbare Bühnenbild von Konrad Kulke vermag in ganzer Linie zu überzeugen.«

 

Salzburger Volkszeitung

Vom Leben in den Traumwelten

»Viel Jubel für die zweite Theaterpremiere am Landestheater in der jungen Saison. […] Volkmar Kamm (Inszenierung) und Konrad Kulke (Ausstattung) haben den Williams-Klassiker flott, kompakt und in jeder Szene glaubwürdig auf die Bühne gebracht. […] Ein durch und durch gelungener Abend.«

 

Österreich

Schöne Illusion, bittere Realität

»Das Salzburger Landestheater zeigt Tennessee Williams »Glasmenagerie« in einer wirkungsvollen Produktion […] Tennessee Williams erinnert sich in dem Stück »Die Glasmenagerie«, das 1944 uraufgeführt wurde an seine eigene Jugend. Es sind die Dreißigerjahre, als die USA erhebliche innere und äußere Konflikte durchmachten. Das trifft auf die Gegenwart kaum weniger zu. Daher macht die Verlegung in unsere Zeit, wie die Salzburger Aufführung zeigt – Premiere war am Freitag in den Kammerspielen – keine Schwierigkeiten. Es ist ein Rührstück, das seine Wirkung auch heute nicht verfehlt. […] Regisseur Volkmar Kamm hatte nicht den Ehrgeiz, die Vorlage auf den Kopf zu stellen oder sonst wie zu verändern, und er fährt gut damit. Es gelingt ihm, die Atmosphäre zu verdichten, indem er die Schleusen der Sentimentalität öffnet. An der Atmosphäre hat Konrad Kulkes Ausstattung wesentlichen Anteil. Er arbeitet auf der kleinen Bühne mit einem wirksamen Spiegeleffekt, der vor allem Lauras Spiel mit Dutzenden Kerzen mit großem Effekt zur Geltung bringt. Der flüchtige Vater ist in Form eines überdimensionalen Portraits präsent.
Tim Oberließen ist ein sehr junger Tom, aber zudem sensibel, rebellisch und sprachgewandt. Im Text heißt es, dass er über einige Zaubertricks verfügt. Davon kann der Darsteller einige perfekt zum Besten geben. […] Alles in allem kann das Stück seine Wirkung sehr gut entfalten.«

 

Salzburger Nachrichten

Fluchtpunkt Fata Morgana

»Realitätsflucht und reale Flucht: das Salzburger Landestheater stellt meisterhaft die Figuren eines der berühmtesten Dramen Amerikas auf die Bühne.«

 

Epoche Media

Spiel vom Scheitern und Täuschen

»In Tennessee Williams’ Die Glasmenagerie an den Kammerspielen flüchten alle Beteiligten in eine individuell zusammengebastelte Wunschwelt, um sich der Qual der furchtbaren Erinnerungen einerseits und dem tonnenschweren Gewicht des Alltags andererseits zu entziehen. […] Regisseur Volkmar Kamm bewies ein gutes Händchen in der Umsetzung der Charaktere. Amandas penetrante Bevormundung wird glänzend von Britta Bayer gespielt, Sohn Tom, zugleich auch Erzähler aus dem Off, hat in Tim Oberließen einen glaubwürdigen Träumer, Tochter Laura wird von Shantia Ullmann als sensibel unberührbares Mädchen dargestellt. Peter Marton als schwarzer Jim mimt den freundlich-flapsigen Typen, der eine Managerkarriere anpeilt. […] Ins karge, aber passende Bühnenbild von Konrad Kulke (einfaches Mobiliar vor einer Wand mit dem »star-spangeld banner« samt Bildnis des geflohenen Vaters) mischt sich immer wieder Musik. Mahlers 4, Sinfonie zur tagträumenden Laura, Pink Floyd zur Zimmergymnastik von Mama Amanda samt Tochter. Ein Spiel des Scheiterns und Täuschens mit kleinen Humoresken.«

 

Der Standard

»Die Rolle des wahrlich coolen, beliebten Jim O’Connor scheint Peter Marton wie auf den Leib geschneidert. Authentisch präsentiert er den lebenslustigen Arbeiter, der ehrgeizig und zielgerichtet an seiner Karriere bastelt. Somit wird er nicht nur zur Katalysatorfigur des Dramas, der von außen die Handlung anstößt, sondern auch zur aktiven Gegenfigur zu den Wingfields. Peter Marton gelingt es dabei Jim als charmanten Weiberheld aufscheinen zu lassen, der aber nicht für die unglückliche Situation verantwortlich gemacht werden kann und so keine Sympathien des Publikums verspielt.
Die Verzweiflung, die sich in Amandas rasendem Gezeter, perfekt gespielt von Britta Bayer, und Lauras niederschmetternden Zusammenbruch – mitleiderregend dargeboten von Shantia Ullmann – ausbreitet, legt sich wie ein Schatten über das ganze Stück. […] Volkmar Kamm folgt nicht nur Tennessee Williams Regieanweisung, die ein Bild des Vaters im Raum vorsieht, sondern veranschaulicht durch ein übergroßes Abbild des Vaters die Ohmacht der Familie Wingfield sich von der Vergangenheit zu lösen und sich selbstständig aus ihrem tristen Leben zu befreien. […] Das Bild des dauergrinsenden patriotischen Vaters vor der amerikanischen Flagge nimmt nicht nur eine ganze Wand – noch dazu die einzige Wand- im Wingfieldschen Wohnzimmer ein, sondern erstreckt sich auch über die Tür. Doch das Tor zu einer neuen Welt durchschreiten Amanda und Laura nie. Sie kommen immer wieder zurück in ihre trostlose Welt, vor dem Angesicht des Vaters gelingt es ihnen nicht, sich von seinem Schatten zu lösen. […]
Durch seine Zaubertricks fasziniert Tom, gespielt von Tim Oberließen, nicht nur seine Schwester, sondern auch das Publikum. Tim Oberließen gelingt es dabei mühelos zwischen der Rolle des allwissenden Erzählers und der Figur des starken Tom Wingfield zu wechseln und beide authentisch darzubieten. Die allumfassende Authentizität mit der Volkmar Kamm die »Glasmenagerie« inszeniert und alle Schauspieler ihre Rollen wiedergegeben haben, scheint die Begeisterung des Premierenpublikums zu erklären. Nicht nur der lang anhaltende Applaus gespickt mit »Bravo«- Rufen bescheinigt der Inszenierung einen großen Erfolg. […] Volkmar Kamm und seinem Ensemble ist es durch die authentische Aufführung gelungen, die einführende Erklärung des Erzählers, dass es sich um einen Ausschnitt aus dem wahren leben handelt, der so zu jeder Zeit und an jedem Ort sich vollziehen kann, wortwörtlich auf die Bühne zu bringen.«

 

Freilassinger Anzeiger

Von der Tragik des amerikanischen Traums

»Von der Zerbrechlichkeit des amerikanischen Kleinbürgertraums: damit Tennessee Williams heute noch frisch und lebendig über die Bühne geht, bedarf es der sorgfältigen Inszenierung des Klassikers. Das macht de Abend in den Kammerspielen klar. […] Volkmar Kamm, Konrad Kulke, und Felix Breyer haben ihr Augenmerk auf eine fein ziselierte Balance zwischen dramatischen Ausdruck und gebrochenem Stationentheater gelegt, die das Abgleiten in Sentimentalität oder aufdringlichen Erzählgestus erfolgreich vermeidet und mit unprätentiöser Poesie verzaubert. […] Tim Oberließen bewältigt seine Aufgabe als Tom Wingfield und Conferencier des Dramas in sympathischer und souveräner Manier. Der Wechsel in den Rollen geht nahtlos und natürlich ineinander und trägt mühelos das dramaturgische Gerüst, in das die Mitspieler gesetzt sind. Britta Bayer ist beklemmend realistisch in ihrer Rolle als Amanda Wingfield. Mit schlafwandlerischer Sicherheit trifft sie den richtigen Ton, um das dominante Muttermonster lebendig werden zu lassen. Shantia Ullmann passt ihre Laura fugenlos ein, hilflos ausgesetzt den Gewalten, die zwischen Mutter und Bruder brodeln. Peter Marton reagiert als Jim flexibel auf Familie und Mädchen, feinfühlig, frisch und belebend. […] Langer und lebhafter Applaus dem gesamten Team für eine Aufführung, die noch im Weg nach Hause nachwirkt.«

 

DrehPunktKultur