© Bernhard Hartmann

Die Kanarien

von Ivan Vlatkovic, Regie Clara Bender

Premiere 13. Juni 2021 / Kammerspielen

Inhalt

Was wäre, wenn… zwei Brüder in einem engen Raum eingeschlossen wären. Von der Außenwelt abgeschnitten, auf unbestimmte Zeit, ohne alle Mittel der Zerstreuung? Leon und Clemens, beide am Anfang ihres jungen Erwachsenenlebens, finden sich zum erzwungenen Stillstand verdammt. In der völligen Reduktion sind sie auf sich selbst zurückgeworfen.
Die Zeit scheint sich schier zur Unendlichkeit zu denen und verrinnt mit dem nächsten Atemzug in rasender Geschwindigkeit.
Was bleibt, ist das Warten. Und das Spielen. Zum puren Zeitvertreib, zur Bekämpfung der gähnenden Leere, beginnen die Brüder ein einfaches Gedankenspiel. Was wäre, wenn… Dabei treten totgeschwiegene Vorwürfe und Konflikte an die Oberfläche und unverhoffte Emotionen wallen auf. Ein unverfängliches Spiel eröffnet Einblick in die Abgründe einer scheinbar normalen Familie. Allmählich verschwimmt die Grenze zwischen physischer Realität und der grenzenlosen Macht der Gedankenwelt. Zweifellos bestimmt unser Denken unser Sprechen, Handeln und unser Sein. Doch wo endet Phantasie und wann beginnt Halluzination? Und was wäre, wenn jeder Gedanke Wirklichkeit würde?

Nachwuchsregisseurin Clara Bender bringt das aktuellste Stück von Ivan Vlatković zur Uraufführung. Bereits 2019 war im Rahmen des Festivals FREISPIEL der Einakter Seichtes Wasser von dem Jungautor in den Kammerspielen des Salzburger Landestheaters zu sehen. Die puristische Ausstattung stammt von Nina Vasilchenko. Das junge Produktionsteam rund um Clara Bender setzt sich auf packend experimentelle Weise mit dem Phänomen der Isolation und ihren mitunter absurden Auswirkungen auf den Menschen als soziales Wesen auseinander.

Besetzung

Inszenierung Clara Bender

Bühne und Kostüme Nina Vasilchenko

Dramaturgie Christina Piegger


Leon Skye MacDonald

Clemens Aaron Röll