Die Macht der Gewohnheit / Marcus Bluhm und Janina Raspe
Die Macht der Gewohnheit / Marcus Bluhm und Janina Raspe
© Anna-Maria Löffelberger
Die Macht der Gewohnheit / Marcus Bluhm und Hanno Waldner
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Die Macht der Gewohnheit / Janina Raspe, Marcus Bluhm und Hanno Waldner
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© Anna-Maria Löffelberger
Die Macht der Gewohnheit / Walter Sachers und Axel Meinhardt
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© Anna-Maria Löffelberger
Die Macht der Gewohnheit / Janina Raspe
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© Anna-Maria Löffelberger
Die Macht der Gewohnheit / Janina Raspe und Marcus Bluhm
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Marcus Bluhm und Janina Raspe
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Marcus Bluhm und Janina Raspe
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Marcus Bluhm und Janina Raspe
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Die Macht der Gewohnheit / Marcus Bluhm
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Marcus Bluhm und Janina Raspe
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Die Macht der Gewohnheit / Marcus Bluhm und Janina Raspe
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Walter Sachers, Janina Raspe und Marcus Bluhm
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Janina Raspe und Marcus Bluhm
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Janina Raspe, Marcus Bluhm und Walter Sachers
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Janina Raspe, Marcus Bluhm und Walter Sachers
Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Janina Raspe, Marcus Bluhm und Walter Sachers
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Die Macht der Gewohnheit / Marcus Bluhm, Hanno Waldner, Janina Raspe und Walter Sachers
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Janina Raspe, Marcus Bluhm und Walter Sachers
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Janina Raspe und Marcus Bluhm
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Die Macht der Gewohnheit / Hanno Waldner, Marcus Bluhm und Walter Sachers
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Die Macht der Gewohnheit / Marcus Bluhm und Walter Sachers
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Die Macht der Gewohnheit / Axel Meinhardt, Hanno Waldner und Marcus Bluhm
Die Macht der Gewohnheit / Axel Meinhardt, Hanno Waldner und Marcus Bluhm
© Anna-Maria Löffelberger

Die Macht der Gewohnheit

Thomas Bernhard

Premiere: 28.01.2017

Inhalt

Seit 22 Jahren versucht Zirkusdirektor Caribaldi seine Zirkuskünstler zu dressieren, Schuberts »Forellenquintett« zu spielen. Täglich zwingt er sie an die Instrumente. Aber seit 22 Jahren werden die Proben regelmäßig zum Desaster. Denn die Artisten sind Meister der Sabotage der täglichen Quintett-Tortur und entwickeln eine hohe Kunstfertigkeit darin, keine hohe Kunst machen zu müssen. Rücksichtslos bringen sie Caribaldi zur Verzweiflung, rücksichtslos geht er gegen ihre Rücksichtslosigkeit vor. Für den Geistesmenschen Caribaldi ist ihre Geistesschwäche eine bodenlose und ihre Impertinenz eine unbeschreibliche; sie sind für ihn rettichfressende, biersaufende, haubenverlierende, nasebohrende, permanent das Quintettspiel verhindernde, niederträchtige, kulturlose Banausen.

Caribaldi ist unbarmherzig genau und er beherrscht seine Artisten; jeder Bogenstrich muss sitzen und ein Caribaldi-freies Leben der Künstler ist nicht denkbar. Eine Hoffnung (ähnlich wie Tschechows »Drei Schwestern« einst von Moskau träumten) hat er: »Morgen Augsburg«. Doch auch diese Utopie verändert sich nach und nach in bittere Erkenntnis, dass es sich dabei um nichts anderes als eine »stinkende Lechkloake« handelt. Fazit: Auch wenn »wir das Leben nicht wollen – es muss gelebt werden«.

Thomas Bernhard (1931–1989) führt in seiner Künstlerkomödie eine perfide Hackordnung vor, zeigt versuchte Unterwerfung und verweigerte Unterwürfigkeit, die Vergeblichkeit des Strebens nach Perfektion und den naturgemäß aussichtslosen Versuch, den Geist der Kunst in diese ignorante und kunstlose Welt hineinzuzwingen. In diesem sprachlichen Meisterwerk werden Worte wundersam zu Musik – und Musik mutiert zum Albtraum.

Marco Dott genoss seine Schauspielausbildung in München; anschließend führten ihn Engagements nach Bonn, Gelsenkirchen, Wuppertal, Basel, Bremen, Lübeck, Detmold und Kassel. Seit der Spielzeit 2009/2010 ist er Schauspieler und Regisseur am Salzburger Landestheater und war hier vier Jahre Leiter der Sparte »Junges Land«. Als Regisseur beeindruckte er mit diversen Inszenierungen, darunter »Die nackte Wahrheit«, »Zorn« und »Dafne«.

Dauer: ca. 2 h 20 min / inkl. Pause

Ausgewählter Termin

Sa. 28.01.2017 19.00

Bühne 24 · Preise Q

Besetzung (am 28.01.2017)

Inszenierung Marco Dott

Bühne und Kostüme Katja Schindowski

Dramaturgie Carola Schiefke


Caribaldi, Zirkusdirektor Marcus Bluhm

Enkelin Janina Raspe

Jongleur Hanno Waldner

Dompteur Axel Meinhardt

Spaßmacher Walter Sachers

Pressestimmen

„Vom Autor teils hart an die Kandare genommen, bewältigt das Ensemble die Textmassen einwandfrei. Marcus Bluhm zeigt einen Zirkusdirektor in Fortissimo. […] Hanno Waldner als Jongleur gibt mit gestischem Witz beherzt einen Diener, in dem die Knechtschaft brodelt. Seine Faxen nimmt das Publikum am Premierenabend dankend an. Die textarmen Figuren meistern Janina Raspe und Walter Sachers mit pantomimischem Talent und kehren wirkungsvoll ihre wortkarge Innenwelt nach außen. Schauspielerisch sehr gelungene Intermezzi beschert Axel Meinhardt als brachialer Trunkenbold.“

Salzburger Nachrichten

„Marcus Bluhm hat einige Jahre unter Claus Peymann an der Burg gespielt. Da dürfte etwas hinein gekommen sein, das sich nicht durch Lächerlichkeiten vertreiben ließ. Er weiß Sprache, Rhythmus, szenische Grausamkeiten ins Lot zu bringen.“

Kronen Zeitung

„Heruntergekommen sind die Charaktere, jeder ausgestattet mit einem Tick. Dies arbeitet die Regie kräftig heraus. Marcus Bluhm redet sich als Caribaldi immer wieder in Rage. Die Beinprothese hindert ihn nicht daran, aufs Klavier zu springen. Hanno Waldner liefert als Jongleur die Studie eines psychisch schwer Gestörten ab. Walter Sachers produziert als Spaßmacher bewusst erbärmliche Lustigkeit, und bei Janina Raspe als Seiltänzerin sind außer seelischer Verkrüppelung noch Spuren von Aufmüpfigkeit zu erkennen. Besonders drastisch führt sich Axel Meinhardt als Tierbändiger auf, ein torkelnder Betrunkener, der sich an einem großen Rettich festhält.“

DrehPunktKultur