Die Mitte der Welt
Die Mitte der Welt
© Anna-Maria Löffelberger

Die Mitte der Welt

Andreas Steinhöfel

Ab 13 Jahren

Premiere 20. Jänner 2022 / Kammerspiele

Inhalt

Phil verliebt sich Hals über Kopf in seinen neuen Mitschüler Nicholas. Schnell kommen sich die beiden näher – es könnte alles so perfekt sein. „Könnte“, denn die erste Liebe bringt einiges durcheinander: die Beziehung Phils zu seiner besten Freundin Kat, das Verhältnis zu den anderen aus der Klasse, das eigene Selbstverständnis, die eigenen Grenzen.

Während auf der anderen Seite des Flusses die „kleinen Leute“ in der Stadt ihr belangloses Dasein fristen, lebt Phil mit seiner Mutter Glass und seiner Zwillingsschwester Dianne in der „Villa Visible“, einem alten Haus, in dem alles etwas zauberhafter, etwas unheimlicher, etwas realer und gleichzeitig irrealer ist als anderswo. Ein leeres Bonbonglas, eine verlorene Schneekugel, eine schwarze Porzellanfigur – das sind nur einige der magisch-unscheinbaren Gegenstände, die die Außen- und Innenwelt des 17-jährigen Phil bevölkern. Doch Schwierigkeiten gibt es hier genau wie überall sonst auch. Während Glass einen Liebhaber nach dem anderen nach Hause schleppt, sich aber weigert, Phil den Namen seines leiblichen Vaters zu verraten, entsteht zusehends ein Bruch im Familienleben.

Immer wieder treibt Phil die Frage um: Kann man einen anderen Menschen jemals ganz verstehen? Oder ist man doch immer dazu verdammt, sich knapp zu verpassen?

 

Andreas Steinhöfels (*1962) Werke für Kinder und Jugendliche zeichnen sich durch eindrucksvolle, tiefgehende Geschichten aus. So verwundert es nicht, dass er 2013 für sein Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet wurde. In „Die Mitte der Welt“ erschafft er eine Wirklichkeit, über der ein Schleier des Unwirklichen liegt; das Leben kann verwirrend und grausam sein, doch es ist stets bedeutungsvoll.

Marco Dott hat zahlreichen Kinder- und Jugendstücken seine sensible und phantasievolle Handschrift verliehen. Er inszenierte unter anderem „Momo“, „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, „Türkisch Gold“ und „Schöne neue Welt“ für junges Publikum. Das Ausstattungsteam Jan Hendrik Neidert und Lorena Díaz Stephens zeigte am Salzburger Landestheater bereits seine beeindruckende Bildsprache im Jugendstück „Halbe Helden“.

Ausgewählter Termin

Do. 24.03.2022 11.00

Kammerspiele

Besetzung (am 24.03.2022)

Inszenierung Marco Dott

Bühne Jan Hendrik Neidert

Kostüme Lorena Díaz Stephens

Dramaturgie Anna Lukasser-Weitlaner


Phil Aaron Röll

Nicholas Skye MacDonald

Glass Genia Maria Karasek

Dianne Elisabeth Mackner

Kat Antonia Leichtle

Michael / Dr.Hoffmann Marco Dott