• Die Vermessung der Welt \ Marco Dott und Christoph Wieschke
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Walter Sachers, Marco Dott und Christoph Wieschke
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Christoph Wieschke, Vilmar Bieri und Marco Dott
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Claudia Carus und Christoph Wieschke
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Vilmar Bieri, Marco Dott, Paul Maresch und Christoph Wieschke
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Walter Sachers, Marco Dott, Vilmar Bieri, Christoph Wieschke und Paul Maresch
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  • Die Vermessung der Welt \ Christoph Wieschke
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  • Die Vermessung der Welt \ Marco Dott
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  • Die Vermessung der Welt \ Marco Dott und Claudia Carus
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  • Die Vermessung der Welt \ Paul Maresch, Christoph Wieschke und Vilmar Bieri
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  • Die Vermessung der Welt \ Claudia Carus
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  • Die Vermessung der Welt \ Christoph Wieschke und Paul Maresch
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  • Die Vermessung der Welt \ Christoph Wieschke, Vilmar Bieri, Claudia Carus und Paul Maresch
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Paul Maresch und Christoph Wieschke
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Marco Dott
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  • Die Vermessung der Welt \ Walter Sachers
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  • Die Vermessung der Welt \ Paul Maresch
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  • Die Vermessung der Welt \ Vilmar Bieri und Paul Maresch
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  • Die Vermessung der Welt \ Marco Dott und Christoph Wieschke
    © Christina Canaval
  • Die Vermessung der Welt \ Marco Dott und Christoph Wieschke
    © Christina Canaval

Die Vermessung der Welt / ÖEA

Daniel Kehlmann

Premiere: 03.10.2014

Inhalt

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, kostet Gifte, zählt Kopfläuse, kriecht in Erdlöcher, besteigt Vulkane und begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Der andere, der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauss, der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren – er beweist, daheim geblieben in Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich die beiden großen Entdecker 1828 in Berlin. Doch kaum steigt Gauss aus seiner Kutsche, verstricken sie sich in die politischen Wirren Deutschlands nach dem Sturz Napoleons.

Mit Phantasie und viel Humor beschreibt Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Gauss, der übellaunige, kränkelnde Misanthrop, und Humboldt, ein Abenteurer erster Güte. Er zeigt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Einsamkeit und Liebe, Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg – ein philosophisches Abenteuer von seltener Kraft und Brillanz, das sich seit dem Erscheinen des Romans 2005 millionenfach verkauft hat.

2008 schuf Dirk Engler für das Staatstheater Braunschweig die Bühnenadaption, die seither die deutschsprachigen Theater erobert. Englers Fassung präsentiert den Stoff in einem »fast angelsächsisch zurückhaltenden Realismus. Anders gesagt: mit verblüffend großem, spaßigem Wiedererkennungswert für alle begeisterten Leser des Romans.« (Der Spiegel) Regisseurin Sarah Kohrs stellt mit ihrer Inszenierung des Stückes »Die Vermessung der Welt« ihre erste Arbeit am Salzburger Landestheater vor.

Dauer: ca. 2h 40 min \ eine Pause

Besetzung

Fr. 03.10.2014 19.30

Landestheater · Preise G


Inszenierung Sarah Kohrs

Ausstattung Stefan Mayer

Dramaturgie Friederike Bernau


Humboldt Christoph Wieschke

Gauß Marco Dott

Carlos / Wilhelm / Büttner / Lampe / Bärtiger / Bonpland 3 / Polizist Vilmar Bieri

Bonpland / Eugen / Forster Paul Maresch

Goethe / Wahrsager / Vogt / Herzog / Ohe / Sekretär / Krokodil Walter Sachers

Diener / Johanna / Chica / Nutte / Kant / Medium / Übersetzer / Bonpland 2 Claudia Carus

Pressestimmen

»Dass sich Kehlmanns Bestseller mit seinen rasch wechselnden Szenen durchaus für die Bühne eignet, bewies am Freitagabend die österreichische Erstaufführung im Salzburger Landestheater. […] Mit Christoph Wieschke als entdeckungsfreudiger Frohnatur und Marco Dott als soziophobem Stubenhocker sind die beiden Zentralfiguren treffsicher besetzt. Der Rest des Ensembles (Vilmar Bieri, Walter Sachers, Claudia Carus) alterniert in Nebenrollen, der junge Paul Maresch verkörpert die Sekundanten Bonpland und Eugen und vermag hier durchaus Akzente zu setzen.«

Salzburger Nachrichten

»Es gibt amüsante Momente: Wenn der wehleidig weltferne Gauß die »Osterformel« für 2015 kompliziert berechnet und der 36. März herauskommt (Hut ab, Herr Marco Dott, die Formel muss man sich erst einmal merken können), oder der begnadete »Fürst der Mathematik« seine Hochzeitsnacht interruptiv beendet, um eine Formel zu notieren.«

Kronenzeitung

»Viel zum Premierenapplaus beigetragen haben die Regie von Sarah Kohrs und die Ausstattung von Stefan Mayer. Die beiden haben eine klare, schnörkellose Arbeit vorgelegt, in der die Sprünge über die Zeit und die Kontinente niemals unübersichtlich wurden, auch wenn die Szenen parallel liefen oder einander Schlag auf Schlag abwechselten. Kohrs ließ ein paar Witzchen gelten und ordnete die Kraft der Spieler. Und Bühnenbildner Mayer nutzte die Tiefe des Raums, setzte die Drehbühne oft und sinnvoll ein und konzentrierte sich auf wenige, dafür starke Requisiten, mit denen die Welt nicht naturalistisch ausgemalt (was hätte scheitern müssen), sondern augenzwinkernd symbolisiert wurden.«

APA

»Christoph Wieschke überzeugt als vitaler, optimistischer Forscher, der vor schmerzhaften Selbstversuchen nicht zurückschreckt. Marco Dott hingegen grantelt als von Zahlen besessener Gauß vor sich hin. Bewundernswert Claudia Carus als seine erste Ehefrau Johanna, die sich auf eine Hochzeit mit ihm einlässt, obwohl er kaum Gefühle zeigt und blind ist für Dinge, die sonst jeder sieht. In Sarah Kohrs‹ Inszenierung dürfen neben Carus auch Vilmar Bieri, Paul Maresch und Walter Sachers ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen.«

Dorfzeitung