• Nikola Rudle, Genia Maria Karasek, Tim Oberließen und Walter Sachers
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Genia Maria Karasek, Axel Meinhardt, Tim Oberließen und Nikola Rudle
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Axel Meinhardt und Walter Sachers
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Axel Meinhardt, Gregor Schleuning und Walter Sachers
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gregor Schleuning
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gregor Schleuning
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gregor Schleuning
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gregor Schleuning und Tim Oberließen
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Nikola Rudle
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Genia Maria Karasek und Christiane Warnecke
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Walter Sachers und Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Nikola Rudle und Gregor Schleuning
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Nikola Rudle und Gregor Schleuning
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marco Dott und Christiane Warnecke
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marco Dott und Gregor Schleuning
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Nikola Rudle und Gregor Schleuning
    © Anna-Maria Löffelberger

Döner zweier Herren

John von Düffel

Österreichische Erstaufführung / Frei nach Carlo Goldoni (Hunger integriert)

Premiere: 03.06.2018

Inhalt

Doch, Sie haben richtig gelesen: Döner, nicht Diener zweier Herren. Obwohl: Die Figuren in John von Düffels Neufassung des Goldoni-Klassikers entspringen geradewegs dem Lustspielmodell der Commedia dell’arte und sind so über alle Zeiten theatermodern, dass sie federleicht in unserer Zeit – genauer gesagt als heiteres Sommervergnügen im idyllischen Heckentheater – landen können.

Rosi, die Tochter eines deutschen Gastwirtes, soll eigentlich mit dem Mafiahelden Federico Rasponi verheiratet werden. Als der für tot erklärt wird, versucht man die junge Frau erneut unter die Haube zu bringen – nun mit dem Anwaltssohn Siegfried. Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, als plötzlich der türkische Gastarbeiter Kemal als Diener Federicos
auftaucht und den Totgeglaubten erneut ankündigt …

Als Diener zweier Herren – einerseits von Beatrice, der Zwillingsschwester Rasponis, die in dessen Gestalt auftritt und andererseits als Diener von Florian Müller, genannt „Der Stecher“– hofft der ewig hungrige Kemal auf seine Chance, denn: Wer doppelt arbeitet, kann doppelt essen! Wie in jeder guten Komödie geht es um Verwechslung, Heirat, Liebe, Geld und Gier. Am Ende sind alle glücklich, nur der Hunger bleibt.

John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren und wuchs u. a. in Irland, den USA und diversen kleineren deutschen Städten auf. Er studierte in Schottland und promovierte in Freiburg im Breisgau. Seit 1991 arbeitete er als Autor und Dramaturg an den Theatern Stendal, Oldenburg, Basel und Bonn sowie am Thalia Theater Hamburg; seit 2009 am Deutschen Theater Berlin. Er hat zahlreiche Romane, Essays, Theaterstücke, Übersetzungen und Bearbeitungen veröffentlicht.

Michael Moritz, 1968 in Freiburg geboren, absolvierte an der Folkwang Hochschule Essen sein Schauspielstudium. Er spielte, inszenierte und schrieb für das Staatstheater Stuttgart, das Schauspielhaus Zürich und das Burgtheater Wien. Dort arbeitete er u. a. mit Regisseuren wie Einar Schleef, Claus Peymann, Hans Neuenfels und Matthias Hartmann zusammen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Beschäftigung mit dem physical theatre und der lebendigen Commedia dell’arte.

Dauer: ca. 2 h 15 min / inkl. Pause

Pressestimmen

"Wie gut sich das Heckentheater für Aufführungen eignet, stellt das Landestheater seit Sonntagabend mit seiner nun zweiten Produktion unter Beweis: eine quicklebendige Truppe mit weißen Commedia-dell´arte-Gesichtern, vier weiße Türen und pfiffige Kostüme (Ausstattung: Katja Schindowski) genügen für ein feines Theatererlebnis am lauen Sommerabend – vor den im Abendlicht scherenschnittartig verwandelten Baumkronen. Der Stoff des „Dieners zweier Herren“ ist ideal für diesen Ort.“

Salzburger Nachrichten

"Goldonis „Diener zweier Herren“ wird in der Bearbeitung von John von Düffel kurzerhand zum „Döner zweier Herren“. Passend zum luftigleichten Lustspielmodell der Commedia dell´arte bespielt damit das Salzburger Landestheater das Heckentheater im Mirabellgarten. Lachen unter freiem Himmel ist schließlich noch befreiender als sonst. Und der Dönergeruch bleibt nicht in edlen Polstersitzen haften.“

Kulturfenster

"Der türkische Gastarbeiter Kemal Eckeneckezi (Gregor Schleuning) kommt mit einem Job nicht durch, also zwei: Als Diener von „Federico“ (Christiane Warneke), die eigentlich „Beatrice“ und Zwillingsschwester der totgeglaubten Mafiosi Raspondi ist. Der hätte nämlich die „sehr heiratsfähige Rosi“ (Genia Karasek) ehelichen sollen, Tochter des Gastronomen „Gundolf“ (Axel Meinhardt“). Und zudem dient Kemal eben „Florian Müller“, genannt „der Stecher“ (Marco Dott). „Kemals“ Motto: Wer doppelt arbeitet, kann doppelt essen!

Naturgemäß kommt es zu turbulenten Verwicklungen und Verwechslungen, geht es wie in jeder profunden Komödie um Heirat, Liebe, Geld und Gier. Michael Moritz hat „sommerluftig“ inszeniert und das Ensemble kann sich vor der Theaterpause noch einmal richtig ausspielen.“

Kronen Zeitung

Besetzung

Di. 05.06.2018 19.30

Heckentheater/Mirabellgarten · Preis O


Inszenierung Michael Moritz

Bühne und Kostüme Katja Schindowski

Dramaturgie Friederike Bernau


Gundolf, Gastronom Axel Meinhardt

Rosi, seine sehr heiratsfähige Tochter Genia Maria Karasek

Doktor Lombard, Winkeladvokat Walter Sachers

Siegfried, sein - na ja - Sohn Tim Oberließen

Beatrice, unter dem Namen Federico Raspondi Christiane Warnecke

Florian Müller, genannt "der Stecher" Marco Dott

Blondina, Türkin und Gastronomiearbeiterin bei Gundolf Nikola Rudle

Kemal Eckeneckezi, als der wandelnde Migrationshintergrund Gregor Schleuning