• Dramolette - Imma nu schee \ Ensemble
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Georg Clementi, Hanno Waldner und Ensemble
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Georg Clementi und Hanno Waldner
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Ensemble
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Georg Clementi und Sofie Gross
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Georg Clementi und Sofie Gross
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Britta Bayer
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Hanno Waldner, Georg Clementi, Jean Jaquelin Jean Jacques und Sofie Gross
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Sofie Gross
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Sofie Gross und Georg Clementi
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Georg Clementi
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Imma nu schee \ Axel Meinhardt, Britta Bayer und Ensemble
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Der deutsche Mittagstisch \ Britta Bayer und Eva Christine Just
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Der deutsche Mittagstisch \ Hanno Waldner, Sofie Gross, Axel Meinhardt, Georg Clementi, Britta Bayer und Eva Christine Just
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Der deutsche Mittagstisch \ Ensemble
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Der deutsche Mittagstisch \ Ensemble
    © Christina Canaval
  • Dramolette - Der deutsche Mittagstisch \ Ensemble
    © Christina Canaval

Dramolette

Ein zweiteiliger Theaterabend mit Dramoletten von Thomas Bernhard und einer Uraufführung von Texten junger Autoren

Premiere: 25.09.2014

Inhalt

                                                                                                                                                      

Imma nu schee (UA) / AUTORENPROJEKT DER udk berlin

Der deutsche Mittagstisch / Thomas bernhard

Neben den rhetorischen Großformen, den Künstler- und Großbürgerdramen beherrschte Thomas Bernhard ebenso virtuos die politisch zugespitzte kurze Farce und das einaktige Volksstück im oberbayrischen Idiom. Zwischen 1977 und 1981 entstanden sieben Dramolette, die den deutschen Mittagstisch und seinen ganz alltäglichen Faschismus zum Inhalt haben: bös pointiert, überbordend schrecklich-komisch. In der dialektal geprägten Rede dieser dramatischen Anti-Genre-Bilder finden sich viele der rhetorischen Figuren und grotesken Spielmittel, die Bernhard auch in seinen anderen Texten einsetzt. In allen Mini-Dramen treiben die Gemeinplätze der Intoleranz, des Fremdenhasses und des faschistoiden Gedankenguts ihre Blüten.

Wie geht es am deutsch-österreichischen Mittagstisch im 21. Jahrhundert zu? Das Salzburger Landestheater stellt dem Werk des großen Dichters neue Texte zur Seite. Als Autorenprojekt mit dem Studiengang »Szenisches Schreiben« an der UdK Berlin sind junge deutsche und österreichische Autor/innen eingeladen, eigene Kürzestdramen der heimatlichen Landvermessung zum heutigen Mittagstisch beizutragen.


Claus Tröger, der in der Spielzeit 2012/2013 im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Dichter am Theater« den Einakter »Agnes« von Jakob Nolte, damals Student der UdK Berlin, am Salzburger Landestheater uraufgeführt hat, konnte für die Realisation des Projektes mit Bernhardschen und neuen Texten wieder gewonnen werden.


Die Frage nach der Heimat ist im aktuellen Spielplan, der sich der »Kunst der Veränderung» widmet, ein besonderer Schwerpunkt und wird mit diesem Theaterabend eröffnet.

Ein zweiteiliger Theaterabend mit Dramoletten von Thomas Bernhard und  Texten von Paul Bullinger, Elsa-Sophie Donata Jach, Nadine Kaufmann, Thomas Köck, Edda Reimann, Fanny Sorgo und Stefan Wipplinger.

Die Stücke können auf Nachfrage einzeln gebucht werden.

Dauer »Imma nu schee«: 1 Stunde

Dauer »Der deutsche Mittagstisch«: 50 min

Dauer:  2h 10 min \ eine Pause

Pressestimmen

»Dargeboten werden die Minidramen und Texte von Britta Bayer, Sofie Gross, Eva Christine Just, Axel Meinhardt, Hanno Waldner, Georg Clementi und Jean Jacquelin Jean Jacques in den vielen guten Momenten mit jenem latent bösartigen Gesempere, das die alltägliche, fast folkloristische bayerisch-österreichische Garstigkeit auszeichnet. […] Axel Meinhardt und Britta Bayer als Elternpaar zeigen, kongenial in ihrem hysterischen, aber perfekt getakteten Spiel, die Widersprüche politischer Korrektheit.«

Der Standard

»Es ist große kleine Kunst, die Britta Bayer und Eva Christine Just in den Kammerspielen des Salzburger Landestheaters bitterböse zum Leben erwecken. […] Regisseur Claus Tröger hat vor allem die Bernhard Dramolette angenehm sprachfokussiert inszeniert, Georg Clementi, Sofie Gross, Hanno Waldner und Jean Jacquelin Jean Jacques komplettieren ein spielfreudiges Ensemble.«

Salzburger Nachrichten

»In Hanno Waldner als Arzt, Axel Meinhardt als Vater und Britta Bayer als Mutter stellte das Landestheater auch genau die richtigen Spieler für diesen Tanz am Abgrund in der Schlechtigkeit. Besonders Britta Bayer war in ihrem Element als unentschlossen-berechnende Mutter, als gierig-neidige Nachbarin oder als nörgelnd-sarkastische Polizistengattin, deren Fremdenhas sich im Stopfen einer Uniform entlädt. Diese Rollen des komödiantischen und zugleich grausligen Alltagswahnsinns sind perfekt Spielwiesen für diese reife Volksschauspielerin. Aber auch Georg Clementi als musikalischer Leiter, Eva Christine Just als fast ebenso abgründige Nachbarin und der haitianische Schauspieler Jean Jacquelin Jean Jacques als Wirt müssen erwähnt werden. Und vor allem Sofie Gross in verschiedenen Rollen. Diese junge Münchnerin bildete zusammen mit Britta Bayer das Kraftzentrum dieses insgesamt guten Theaterabends, für den der Schreibauftrag des Landestheaters die kreative Grundlage bildete.«

APA

»Dass man sich just dieser dramatischen Miniaturen von der Peripherie des Bernhard-Kosmos annimmt, mag allererst verwundern. Gerade die Dialoge ländlicher Kirchgängerinnen in »Maiandacht« (Britta Bayer, Eva Christine Just – die beiden gerade hier in Hochform!) und »A Doda« (Britta Bayer, Sofie Gross) jedoch machen rasch klar, welche komödiantisch-entlarvende Kraft diesen Texten selbst im historischen Abstand noch innewohnt. […] Was dieser »Doppelabend« jedenfalls plastisch vor Augen führt, ist die Durchdringung selbst der intimsten und privatesten Beziehungen durch Fremdenhass und Rassismus.«

DrehPunktKultur

»Klaus Tröger hat diesen kurzweiligen Abend, der dem Publikum den ganz alltäglichen Fremdenhass und Faschismus in überspitzter Form vor Augen führt, mit einem spielfreudigen Ensemble in Szene gesetzt. Wer das bayrisch-österreichische Geraunze und Genörgel schätzt und Freude an grotesker Überzeichnung hat, wird sich an diesem Abend bestens unterhalten fühlen.«

Dorfzeitung