• Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Britta Bayer und Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Britta Bayer und Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm, Axel Meinhardt und Britta Bayer
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm, Axel Meinhardt und Britta Bayer
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm, Axel Meinhardt und Britta Bayer
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm und Britta Bayer
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm, Britta Bayer und Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm, Axel Meinhardt und Britta Bayer
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm und Sascha Oskar Weis
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Sascha Oskar Weis und Marcus Bluhm
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm und Britta Bayer
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm und Sascha Oskar Weis
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Marcus Bluhm, Britta Bayer, Axel Meinhardt und Sascha Oskar Weis
    © Anna-Maria Löffelberger

Dry Powder

Sarah Burgess

Europäische Erstaufführung

Premiere: 25.01.2018

Inhalt

Die Kapitalgesellschaft KMM hat gerade massenhafte Entlassungen bei einer Supermarktkette durchgesetzt, als ihr Präsident Rick sich eine extravagante Verlobungsfeier gönnt, Elefant inklusive. In den Medien bricht ein Shitstorm los und Demonstranten belagern die Firmensitze der Investoren von KMM. Zum Glück hat Seth, einer von Ricks Partnern, einen vielversprechenden Deal an Land gezogen: Der amerikanische Reisegepäck-Hersteller Landmark Luggage könnte für einen Spottpreis übernommen werden. Diese Übernahme, verbunden mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze im Inland, könnte KMM endlich aus den negativen Schlagzeilen holen. Seths Kollegin und Konkurrentin Jenny will Landmark anschließend auflösen, um maximalen Gewinn zu erzielen. Seth dagegen fühlt sich dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern moralisch verpflichtet und kämpft um eine Einigung auf Vertrauensbasis – bis er eine große Überraschung erlebt …

„Dry Powder“ ist das erste Stück der jungen amerikanischen Autorin Sarah Burgess und wurde der Sensationserfolg der Saison 2015/2016 am New Yorker Public Theater. In ihren pointierten Dialogen trifft Burgess exakt den Ton des Wall-Street-Jargons und zeichnet mit scharfen Strichen das Porträt des entfesselten Kapitalismus. Dank seiner facettenreichen Protagonisten ist „Dry Powder“ aber vor allem ein höchst unterhaltsames Zeitstück.

Nach abgeschlossenem Filmstudium schrieb Sarah Burgess für private Theaterprojekte, als der Intendant des Public Theater New York, Oskar Eustis, auf ihr erstes abendfüllendes Stück aufmerksam wurde. In der Inszenierung von Thomas Kail, Regisseur des Erfolgsmusicals „Hamilton“, sorgte „Dry Powder“ für einhellige Begeisterung. Burgess erhielt dafür 2016 den hochdotierten Laurents/Hatcher Foundation Award und war nominiert für den Blackburn Prize 2015/2016. Das Salzburger Landestheater konnte sich die Rechte für die Europäische Erstaufführung sichern.

Claus Tröger arbeitet seit 1978 als freier Regisseur, Dozent und Autor. Er leitete das Kleine Theater Salzburg und das Salzburger Theater Metropolis, war Gründungsmitglied der „Europäischen Theaterinitiative“ und bis 1996 Mitglied des Salzburger Landeskulturbeirats. Als Regisseur arbeitet er in Österreich, Deutschland und Italien. Am Salzburger Landestheater inszeniert er regelmäßig, mit Ausstatterin Katja Schindowski hat er hier die „Dramolette“ von Thomas Bernhard realisiert.

Besetzung

So. 25.02.2018 19.00

Kammerspiele · Preis P


Inszenierung Claus Tröger

Ausstattung Katja Schindowski

Dramaturgie Carola Schiefke


Rick Axel Meinhardt

Jenny Britta Bayer

Seth Marcus Bluhm

Jeff Schrader Sascha Oskar Weis

Pressestimmen

"Das Leben an der Spitze der Finanzwelt ist hart. Die US-Autorin Sarah Burgess eröffnet ihr Stück „Dry Powder“ gleichsam am Morgen nach der Party. Die Stimmung ist ähnlich frostig wie das Büroambiente (Ausstattung: Katja Schindowski). Das coole Leben haben die Manager einer Kapitalgesellschaft längst hinter sich. Firmenchef Rick hat sich einen Presse-Shitstorm eingehandelt. Dabei hat er doch nur Verlobung gefeiert – wenige Stunden nachdem er eine beispiellose Entlassungswelle losgetreten hat.

Die Übernahme eines Koffer-Unternehmens verspricht Hoffnung. Ricks Partner Seth hat einen niedrigen Kaufpreis ausverhandelt. Doch Kollegin Jenny feilt an einer noch höheren Dividende. Eigentlich bleibt von der Firma gar nichts mehr übrig. Setz und Jenny wollen nur spielen. Egal, auf wessen Kosten.

Britta Bayer hat die dankbarste Rolle gezogen. Ihre Figur Jenny ist die einzige Frau in diesem Männersystem. Sie erlaubt sich keine Schwäche. Diese Härte gegenüber allem und jedem ringt Respekt ab.

Am Ende gewinnt keine der Figuren unsere Sympathie. Das ist diesem Berufsstand wohl eigen. Nicht angenehm, aber notwendig, dieser Theaterabend.“

Salzburger Nachrichten

"In den USA wurde die Uraufführung von DRY POWDER medial bejubelt, zwei Jahre später gelingt der Sprung nach Europa. Am Landestheater Salzburg feierte der Theatererstling von Sarah Burgess jetzt europäische Erstaufführung.

Regisseur Claus Tröger verlagerte mit DRY POWDER die New Yorker Finanzszene auf die Bühne der Kammerspiele (Bühne und Kostüme: Katja Schindwoski, Dramaturgie: Carola Schiefke, Lichtdesign: Daniela Klein). Dafür wurde ein gelungen nüchternes, naturalistisches Setting errichtet: weiße Böden treffen auf weiße Wände.

Axel Meinhardt schlüpft mit voluminöser und im Tempo bewusst gedrosselter Stimme in die ungemütliche und hoffärtige Rolle von Finanzboss Rick. Scheinbar emotionslos gibt er den Befehl zur Massen-Entlassung, während er sich mit wohltätigen Zwecken selbst die moralische Absolution erteilt. Dabei sitzen im Engel und Teufel auf der Schulter: Positiv und um Ausgleich bemüht, will Seth (Marcus Bluhm) den katastrophalen Ruf aufpolieren. Marcus Bluhms Figur pendelt dank ambiguer Darstellung hart zwischen den Grenzen und lässt sich schwer festlegen. Jenny (Britta Bayer) ist da schon strukturierter, geschäftstüchtig versiert gibt sich Britta Bayer in ihrer Rolle abgefeimt und zynisch.“

What I saw from the cheap seats