Farnace \ Doreen Curran
Farnace \ Doreen Curran
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran und Hubert Wild
Farnace \ Doreen Curran und Hubert Wild
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran und Hubert Wild
Farnace \ Doreen Curran und Hubert Wild
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
Farnace \ Doreen Curran und John Zuckerman
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran, Karolina Plicková und Hubert Wild
Farnace \ Doreen Curran, Karolina Plicková und Hubert Wild
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran, Karolina Plicková und Hubert Wild
Farnace \ Doreen Curran, Karolina Plicková und Hubert Wild
© Christina Canaval
Farnace \ Doreen Curran
Farnace \ Doreen Curran
© Christina Canaval
Farnace \ Ensemble und Statisterie
Farnace \ Ensemble und Statisterie
© Christina Canaval
Farnace \ Frances Pappas und Simon Schnorr
Farnace \ Frances Pappas und Simon Schnorr
© Christina Canaval
Farnace \ Frances Pappas und Simon Schnorr
Farnace \ Frances Pappas und Simon Schnorr
© Christina Canaval
Farnace \ Frances Pappas, Julianne Borg und Statisterie
Farnace \ Frances Pappas, Julianne Borg und Statisterie
© Christina Canaval
Farnace \ Frances Pappas, Simon Schnorr und Julianne Borg
Farnace \ Frances Pappas, Simon Schnorr und Julianne Borg
© Christina Canaval
Farnace \ Hubert Wild und Doreen Curran
Farnace \ Hubert Wild und Doreen Curran
© Christina Canaval
Farnace \ Hubert Wild und Karolina Plicková
Farnace \ Hubert Wild und Karolina Plicková
© Christina Canaval
Farnace \ Hubert Wild, Karolina Plicková, Doreen Curran und John Zuckerman
Farnace \ Hubert Wild, Karolina Plicková, Doreen Curran und John Zuckerman
© Christina Canaval
Farnace \ John Zuckerman
Farnace \ John Zuckerman
© Christina Canaval
Farnace \ John Zuckerman und Statisterie
Farnace \ John Zuckerman und Statisterie
© Christina Canaval
Farnace \ John Zuckerman
Farnace \ John Zuckerman
© Christina Canaval
Farnace \ Julianne Borg und Statisterie
Farnace \ Julianne Borg und Statisterie
© Christina Canaval
Farnace \ Julianne Borg
Farnace \ Julianne Borg
© Christina Canaval
Farnace \ Karolina Plicková und Doreen Curran
Farnace \ Karolina Plicková und Doreen Curran
© Christina Canaval
Farnace \ Simon Schnorr und Frances Pappas
Farnace \ Simon Schnorr und Frances Pappas
© Christina Canaval
Farnace \ Simon Schnorr und Statisterie
Farnace \ Simon Schnorr und Statisterie
© Christina Canaval

Farnace

Antonio Vivaldi

15.05.2011

Inhalt

Vivaldis Instrumentalmusik belegt Spitzenplätze auf der Beliebtheitsskala, seitdem 1926 in einem Turiner Schrank die »Vier Jahreszeiten« entdeckt wurden. Doch in dem Schrank befanden sich auch die Manuskripte zu vielen der 90 Opern, derer Vivaldi sich rühmte. Lange Zeit begnügten sich die Theater damit, davon »Orlando furioso« aufzuführen, aber immer mehr Werke fanden den Weg auf die Opernbühne. Vivaldi ist ein Komponist der Brillanz, und das lässt auch seine Opern strahlend funkeln. In »Farnace« geht es um Liebe, Macht und Ehre. Wie Mithridates, König von Pontus, hat auch sein Sohn Pharnaces den Krieg gegen die Römer verloren. Wie kann er sein Gesicht wahren? Rasch noch seinen Gegner Pompejus ermorden? Oder sich selbst töten? Die Gattin will er zwingen, sich selbst und den gemeinsamen Sohn zu töten, damit sie nicht in die Hand des Feindes fallen. Doch der Lebenstrieb erweist sich als stärker. So entsteht ein Drama der Leidenschaften, das alles durcheinander wirbelt. Dafür sorgt auch Pharnaces Schwester, die die Feldherren sowohl des Pompejus als auch der Königin Berenice in sich verliebt macht – und Berenice hat noch eine ganz spezielle Rechnung mit Pharnaces offen... Vivaldi hat alle Personen dieses großen Dramas musikalisch plastisch charakterisiert – Berenice trällert die königlichsten Koloraturen, auch wenn sie die finstersten Gedanken hegt, und Tamiri, die Gattin des Pharnaces, reiht eine herrliche Trauerode an die andere. Stimmenfans kommen bei Vivaldi immer auf ihre Kosten!

Pressestimmen

»Die Story ist verworren und vor allem grausam und blutig. Die Musik dazu ist voller Anmut und Schönheit. [...] Der junge Salzburger Regisseur Rudolf Frey zeigt sich in seiner ersten eigenständigen Opernarbeit erstaunlich souverän im Umgang mit der eigentlich unerzählbaren Handlung. [...] Die zweidreiviertel Stunden verlaufen anregend, abwechslungsreich und nie langweilig. Das verdankt man der im Wesentlichen zügig angelegten, fein durchgestalteten orchestralen und vokalen Präsenz, für die der junge Engländer Christian Curnyn, Barockspezialist auf dem Sprung an größere deutsche Häuser, eine ausgewogene Basis bereitet. Vivaldis Musik ist hier nicht auf Effekt angelegt, sondern auf eine von innen leuchtende Farbigkeit, der Curnyn schlichte, eloquente Gestalt verleiht. [...] Dank der delikaten Spielkultur des Orchesters ergibt sich doch ein plastisches, abwechslungsreiches Klangbild. [...] Größte Überraschung: mit welch geschmeidigem Ausdruck und kernigem Timbre Hubert Wild, eigentlich ein Bariton, der Rolle des Pompeo in der Countertenorlage zu ungewöhnlichen Farben verhilft. Karolina Plickova erfüllt, unter martialisch sitzendem Glatzkopf, die Dramatik der Berenice mit kultivierten Sopran-Energien, Julianne Borg in der Hosenrolle des Gilade bringt passgenau Figur und stimmliche Anforderungen zur Deckung. Auch der Tenor von John Zuckerman (Farnace) ist in dieser Partie so gut fokussiert wie in keiner anderen Rolle, die man von ihm in Salzburg hören konnte. [...] Zu Recht also ein Premierenerfolg.«

 

Salzburger Nachrichten

»Liebe, Krieg, Mord, Lust und Leidenschaft, Lebens-Tauschgeschäfte und Verzweiflungs-Attacken: Alles ist drin in dieser selten gespielten Vivaldi-Oper »Farnace«. [...] Die Musik und die Stimmen stärken auf so unglaubliche Weise das Ungewisse, dass es einen richtig packt. Christian Curnyn, englischer Barock-Spezialist, hat sich am Pult des überwältigend grandiosen Mozarteum Orchesters als echte Entdeckung erwiesen. Regisseur Rudolf Frey ging klug vor, indem er die ganze Szene sehr strikt anlegte. Nicht zu viel, doch immer noch so viel, dass es mitreißt. Sehr sachlich, dennoch stehts emotional aufweckend eine Sensation. [...] Eine extrem gute und gelungene Produktion, zu der ich wieder sagen muss: Absoluter Besuchsbefehl!«

 

Kronen Zeitung

»Im Kerker der Seele. Zuerst meint man ja, endgültig dem größten Schweinehund der Operngeschichte begegnet zu sein. Dann aber stellt sich heraus: Dieser Farnace ist auch nur ein Gefangener innerer und äußerer Zwänge. [...] Es war – von der ersten Minute an – eine werkgeschichtlich interessante, inhaltlich bewegende und interpretatorisch einfach mitreißende Erstbegegnung mit Vivaldis einst erfolgreicher Oper. [...] Christian Curnyn, Alte Musik-Experte aus England, führte das Mozarteumorchester im Graben des Landestheaters zum Triumph. Die Mitglieder des Mozarteumorchesters haben und Ivor Bolton schon oft mit »Alter Musik« überzeugt. Mit diesem »Farnace« aber haben sie sich als Originalklangorchester »geoutet«, das keinen Vergleich mit Spezialensembles ersten Ranges zu scheuen braucht. [...] Bühnenbildner Hartmut Schörghofer hat sie alle in einen Bunker eingeschlossen. Kasematten, »Mordgruben«: vie mehr Kerker für die Seelen, den Schutzraum für die Körper. Dabei reichen wenige Lichteffekte, um zu zeigen, wie leicht es wäre, aus diesem selbst gemachten Gefängnis herauszukommen. [...] Insgesamt besticht die Regie von Rudolf Frey mit ihrer beinahe choreographischen Präzision. [...] Nicht weniger als das Mozarteumorchester unter Christian Curnyn begeisterten die Sängerinnen und Sänger. Die größte Überraschung bot Hubert Wild, den man erst jüngst als Leporello in Jacopo Spireis Don Giovanni-Inszenierung erleben konnte. Der Bariton debütierte in »Farnace« mit der Rolle des römischen Feldherrn Pompeo am Landestheater als Countertenor! Hubert Wild begeisterte mit Stahlkraft und Wendigkeit. Er gebietet über eine Counter-Stimme ohne Schärfe in der nicht unbeträchtlichen Höhe, ohne jegliche Einbrüche in der Mittellage oder Tiefe, dafür aber mit sicher über die Lage geführtem warmem und facettenreichem Timbre. [...] Aber auch die weiteren Ensemblemitglieder haben sängerische Spitzenleistungen im Alten Fach geboten: John Zuckerman sag die Titelrolle. Perfekt passt seine klare und sicher geführte, aber nicht wirklich bewegliche Stimme zu dieser verklemmten – in sich und den eigenen Zwängen verstrickten – Persönlichkeit. Karolina Plicková lehrt als Berenice nicht nur ihren Schwiegersohn das Fürchten. Kammersängerin Frances Pappas und Doreen Curran als Tamiri begeistern als Sängerinnen und Darstellerinnen von Format.«

 

DrehPunktKultur

»Ein Fest der Stimmen. Nicht minder gediegen ist die Leistung des Mozarteumorchesters, die wesentlich zum Erfolg der Aufführung im Salzburger Landestheater beiträgt. Die glückliche Hand von Rudolf Frey bei der Inszenierung und die Brillanz der Sänger sind weitere Pluspunkte.«

 

EpochMedia

Ausgewählter Termin

So. 15.05.2011 19.00

Landestheater

Besetzung (am 15.05.2011)

Musikalische Leitung Christian Curnyn

Inszenierung Rudolf Frey

Bühnenbild Hartmut Schörghofer

Kostüme Corinna Crome

Dramaturgie Heiko Voss


Farnace John Zuckerman

Berenice Karolina Plicková

Tamiri Doreen Curran

Selinda Frances Pappas

Pompeo Hubert Wild

Gilade Julianne Borg

Aquilio Simon Schnorr