• Franziska Stebler und Tanja Radovanovic
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Isabella Leslie Barske und Maria Straßl
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Franziska Stebler und Tanja Radovanovic
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Tanja Radovanovic und Franziska Stebler
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Maria Straßl
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gürkan Gider und Tamara Ivaniš
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Clara Stein, Tamara Ivaniš und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Clara Stein und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Melanie Maderegger und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Franziska Stebler und Tanja Radovanovic
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Tamara Ivaniš, Isabella Leslie Barske, Maria Straßl, Clara Stein und Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Franziska Stebler, Tanja Radovanovic, Melanie Maderegger und Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Leonhard Radauer, Melanie Maderegger, Tanja Radovanovic, Franziska Stebler und Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Elliott Carlton Hines und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Elliott Carlton Hines und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Elliott Carlton Hines und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Elliott Carlton Hines und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Maria Straßl und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gürkan Gider, Elliott Carlton Hines, Tamara Ivaniš und Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Tamara Ivaniš, Gürkan Gider und Melanie Maderegger
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Tamara Ivaniš, Gürkan Gider, Maria Straßl und Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Tamara Ivaniš, Gürkan Gider, Maria Straßl, Elliot Carlton Hines und Kinderchor
    © Anna-Maria Löffelberger

Flüchtling

Lucio Gregoretti

Österreichische Erstaufführung / Oper in drei Akten für Kinder und mit Kindern / Libretto von Daniel Goldenberg / In deutscher Sprache / Ab 8 Jahren

Premiere: 25.05.2018

Inhalt

Djamila ist ganz allein. Gemeinsam mit ihrem Vater ist sie aus ihrer Heimat geflüchtet, doch er wurde auf dem Weg getötet. Als sie aus ihrer Flüchtlingsunterkunft vor der Polizei wegrennt, hilft ihr Marie dabei, sich zu verstecken und nimmt sie kurzerhand mit in die Schule. Der neue Gast sorgt in der Klasse für große Aufregung. Als Djamila über ihre bewegte Vergangenheit spricht, weckt sie das Mitgefühl der anderen Schüler und der Lehrerin Juliette. Wie sehr Djamila Hilfe braucht, kann ganz besonders Noémie verstehen, die bei allen als Streberin gilt. Dabei strengt sie sich nur so sehr an, weil sie miterlebt, wie schwer es ihre Eltern haben, nach ihrer Flucht beruflich Fuß zu fassen. Diese Erlebnisse machen allen bewusst, wie gut sie es haben, und so wollen sie Djamila um jeden Preis helfen.

Voller kindlicher Phantasie zeigt Lucio Gregorettis Oper, wie wichtig es ist, hinzuschauen, sich für etwas einzusetzen und für das einzustehen, woran man glaubt. Die Oper „Flüchtling“ ist ein optimistisches Stück über Mitgefühl und den Mut, Hilfsbereitschaft zu zeigen, gegen Bürokratie und Gleichgültigkeit.

Das Stück entstand 2009 in Frankreich nach konkreten Erfahrungen im Umgang mit Geflüchteten und Asylsuchenden. Der italienische Komponist Lucio Gregoretti (*1961) und der französische Librettist Daniel Goldenberg entwickelten es im Spiel mit Kindern. Die Uraufführung fand am Teatro dell’Opera di Roma statt, das Stück wurde seitdem mehrfach inszeniert.

Im Zentrum der Aufführung stehen die Mitglieder des Salzburger Festspiele und Theater Kinderchors unter der Musikalischen Leitung von Wolfgang Götz. Sie übernehmen alle Rollen der Kinder, sowohl in der Gruppe als auch solistisch. Ihnen zur Seite stehen Opernsolisten und das Mozarteumorchester Salzburg.

Dauer: ca. 1 h / ohne Pause

Pressestimmen

"So aktuell sind Plots im Musiktheater selten. Gregorettis Werk aus dem Jahr 2009 löst die Spannung ganz spielerisch auf, da das Werk explizit für junges Publikum geschrieben wurde. Das Mozarteumorchester nimmt den Drive der Musik gekonnt auf. Die jungen Sänger sind Dreh- und Angelpunkt des Abends. Zum zehnjährigen Bestehen bekommt dieser präzise Chor ein Werk, das den jungen Sängern wie auf den Leib geschneidert ist. Den Jugendlichen werden drei erwachsene Sänger aus dem Landestheater-Ensemble gegenübergestellt. Die abstrakten, mobilen Bühnengerüste von Thomas Pekny bieten einen ästhetisch avancierten Opernraum, die Regisseurin Christina Piegger stückdienlich und dennoch mehrdeutig nutzt.“

Salzburger Nachrichten

Dass das Leben kein Ponyhof ist, zeigt die neue Kinderoper am Landestheater Salzburg. Mit „Flüchtling“ werden die Jüngsten kindgerecht an eine Wirklichkeit jenseits von Zuckerwatte und Instagram-Filter herangeführt.

Omnipräsente Themen wie die Islam-Debatte oder die Flüchtlingskrise haben längst Eingang in die intellektuellen (und nicht ganz so intellektuellen) Würfe unserer Zeit gefunden; egal ob Literatur, Kunst oder Theater, die Kulturgeschichte speist sich zur Zeit vor allem aus Gegenwärtigem. Da war der Sprung ins kindliche Repertoire eine logische Konsequenz. Stimmgewaltig fällt der Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Götz immer wieder ein und feiert den Ferienbeginn oder das moralische Hoheitsgefühl.

Christina Pieggers Regiearbeit ist geradezu akribisch auf die perfekte Vorzeige-Kinderoper ausgerichtet. Neben der exemplarischen Handlung, die sich im Zeitraffer – es stehen nur 60 Minuten zur Verfügung – entfaltet oder dem fröhlichen Ensemble, fügt sich selbst das Bühnenbild geradezu vorbildhaft in die Geschehnisse ein (Bühne: Thomas Pekny, Kostüme: Alois Dollhäubl). Dazu wurde ein überdimensionaler Paravent-Baukasten entworfen, den das erwachsene Ensemble in Eigenregie oder mit Unterstützung von fleißigen Hinterbühnen-Helferlein emsig verschiebt – während es nebenbei große musikalische Emotionen stemmt. Die werden vom dezent verborgenen Mozarteumorchester Salzburg wunderbar akzentuiert und kreieren einen gelungene Einstieg in die Opernwelt der Großen.“

What I saw from the cheap seats

Besetzung

Fr. 25.05.2018 19.30

Salzburger Landestheater · Preise R


Musikalische Leitung Wolfgang Götz

Inszenierung Christina Piegger

Bühne Thomas Pekny

Kostüme Alois Dollhäubl

Dramaturgie Angela Beyerlein
Tamara Yasmin Quick


Lehrerin Juliette Tamara Ivaniš

Lehrer Maxime Gürkan Gider

Direktor Elliott Carlton Hines

Marie Isabella Leslie Barske, Franziska Stebler

Djamila Tanja Radovanovic, Maria Straßl

Noémie Melanie Maderegger, Clara Stein

René Benjamin Aster, Leonhard Radauer

Martin Florian Posch, Leonhard Radauer

Chor Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor

Orchester Mozarteumorchester Salzburg