Giselle

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Giselle

Reginaldo Oliveira / Adolphe Adam

Ballett

Uraufführung: 13. März 2027 / Landestheater

Inhalt

Adolphe Adams Ballett „Giselle“ entfaltet eine poetische Geschichte zwischen Wirklichkeit und Jenseits, in der Liebe, Verlust und Vergebung im Mittelpunkt stehen. Im zweiten Akt begegnet das Publikum den geheimnisvollen Willis – diese nächtlichen Geisterwesen beschreibt Heinrich Heine in „Die Willis“ von 1835, das die literarische Grundlage des Librettos bildet, als verführerisch und unheimlich zugleich: Junge Frauen, die vor ihrer Hochzeit gestorben sind, ziehen nächtliche Wanderer in ihren Bann und tanzen sie in den Tod. Diese düstere Volkslegende verband sich in „Giselle“ erstmals mit der lyrischen Klangsprache des romantischen Balletts.

„Giselle“ gilt als eines der ersten Ballette, in denen der Spitzentanz nicht nur als technische Sensation, sondern als poetisches Ausdrucksmittel eingesetzt wurde: Besonders im berühmten „Weißen Akt“ erzeugte das scheinbar schwerelose Tanzen auf Spitze den Eindruck einer entrückten, überirdischen Welt.

Die vielschichtige Entwicklung der Hauptfigur – von jugendlicher Unbefangenheit über seelische Erschütterung bis hin zu einer versöhnlichen, fast transzendenten Gestalt – hat den Klassiker zu einem der meistinterpretierten Werke des Ballettrepertoires gemacht.

Adolphe Adam (1803–1856) war ein französischer Komponist, der sich vor allem mit Opern- und Ballettkompositionen einen Namen machte. Mit der Oper „Le Postillon de Longjumeau“ (1836) wurde er in ganz Europa bekannt. Adam schrieb über 50 Opern und zahlreiche Ballette – „Giselle“ (1841) zählt zu seinen be-rühmtesten.

 

Chefchoreograf Reginaldo Oliveira verleiht dem inhaltlich überarbeiteten Stoff gemeinsam mit dem Bühnen- und Kostümbildner Thomas Mika eine modernisierte Ästhetik. Die poetische Atmosphäre des romantischen Werks jedoch bleibt gewahrt – nicht zuletzt durch die musikalische Interpretation des Mozarteumorchesters unter der Leitung von Musikdirektor Leslie Suganandarajah.