Greek \ Stephen Bronk, Erin Snell, Frances Pappas und John Chest
Greek \ Stephen Bronk, Erin Snell, Frances Pappas und John Chest
© Christina Canaval
Greek \ Stephen Bronk, John Chest, Erin Snell und Statisterie
Greek \ Stephen Bronk, John Chest, Erin Snell und Statisterie
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Greek \ Erin Snell, John Chest, Frances Pappas und Statisterie
Greek \ Erin Snell, John Chest, Frances Pappas und Statisterie
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Greek \ Erin Snell, John Chest, Frances Pappas und Statisterie
Greek \ Erin Snell, John Chest, Frances Pappas und Statisterie
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Greek \ Frances Pappas, Erin Snell und John Chest
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© Christina Canaval
Greek \ Stephen Bronk und Erin Snell
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Greek \ Frances Pappas und Erin Snell
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Greek \ Stephen Bronk, Erin Snell, Frances Pappas und John Chest
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Greek \ John Chest und Chor
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Greek \ Stephen Bronk, Frances Pappas und John Chest
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Greek \ Frances Pappas und John Chest
Greek \ Frances Pappas und John Chest
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Greek \ Frances Pappas und John Chest
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Greek \ Stephen Bronk und Erin Snell
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Greek \ John Chest, Frances Pappas, Erin Snell und Stephen Bronk
Greek \ John Chest, Frances Pappas, Erin Snell und Stephen Bronk
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Greek \ Frances Pappas, John Chest, Erin Snell und Stephen Bronk
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Greek \ Frances Pappas, Erin Snell und Statisterie
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Greek \ Frances Pappas und John Chest
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Greek \ Frances Pappas, John Chest, Erin Snell und Stephen Bronk
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Greek \ John Chest
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Greek \ Erin Snell, Frances Pappas, Stephen Bronk und John Chest
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Greek \ John Chest und Frances Pappas
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Greek \ Erin Snell, John Chest, Frances Pappas und Stephen Bronk
Greek \ Erin Snell, John Chest, Frances Pappas und Stephen Bronk
© Christina Canaval

Greek

Mark-Anthony Turnage

26.05.2013

Inhalt

Der 1960 in Essex geborene Mark-Anthony Turnage gilt als einer der renommiertesten britischen Komponisten unserer Zeit. Sein Bühnenerstling »Greek«, eine moderne Variante des antiken Ödipus-Stoffes, ist in der Londoner Unterschicht der 80er Jahre angesiedelt. Das von Hans Werner Henze für die Münchner Biennale in Auftrag gegebene Stück erlebte 1988 ebendort seine umjubelte Uraufführung. 

Eddy ist ein junger Mann, der gemeinsam mit seinen Eltern im Londoner East End wohnt. Als er eines Tages von einer Wahrsagerin erfährt, dass er seinen Vater ermorden und seine Mutter heiraten wird, verlässt er die Familie. Nach einigen Missgeschicken und Zusammenstößen mit der Polizei und einer Gang, kommt er schließlich in ein heruntergekommenes Café, wo er nach einem Streit über ein Stück Kuchen den Manager umbringt und ein Verhältnis mit dessen Frau, die dort als Kellnerin tätig ist, anfängt. In Wahrheit ist diese Frau seine leibliche Mutter, die ihn bei einem Schiffsunglück auf der Themse verloren und danach tot geglaubt hatte. Zehn Jahre vergehen. Inzwischen verheiratet, sind Eddy und seine Frau mit ihrem Café sehr erfolgreich. London verwahrlost hingegen immer mehr. Als Eddy von einer Sphinx hört, sucht er sie auf und löst erfolgreich ein Rätsel. Danach kehrt er in das Café zurück, wo ihn seine Mutter und sein Vater erwarten, die ihm bald eröffnen, dass sie nicht seine leiblichen Eltern sind. Entsetzt stellt Eddy fest, dass sich die Weissagung bewahrheitet hat.

Nach der »Fledermaus« zum Spielzeitauftakt kommt hier erneut das bewährte Team Leo Hussain und Andreas Gergen zum Einsatz, um dem Publikum ein packendes Werk des zeitgenössischen Repertoires als Salzburger Erstaufführung in deutscher Sprache zu präsentieren.

Besetzung

Musikalische Leitung Leo Hussain

Inszenierung Andreas Gergen

Ausstattung Stephan Prattes


Mum \ Waitress \ Sphinx Erin Snell

Wife \ Doreen \ Waitress \ Sphinx Frances Pappas

Eddy John Chest

Dad \ Café Manager \ Chief of Police Stephen Bronk

Pressestimmen

»In musikalisch hochexplosiven knapp 90 Minuten jagt Turnage seinen Ödipus vom heimischen Elendsquartier in die wild bewegte Stadt, schließlich in ein heruntergekommenes Café. Dort erschlägt der tragische Held im Streit um ein Stück Käsekuchen den Manager und verliebt sich in dessen Witwe. (…) Am Landestheater Salzburg inszenierte Andreas Gergen die beklemmende Selbstfindung des Ödipus (…) mit kraftvoll-opulenten Bildern. Ausstatter Stephan Prattes hatte eine Art Wohncontainer auf Stelzen gesetzt: Ein holzvertäfelter, quadratischer Raum, mehr ein Alptraum als ein Zuhause. Raffiniert ausgeleuchtet, bewegt sich dieser Schreckenskasten wie von Zauberhand geführt durch den schwarzen Bühnenraum, um ganz am Ende hochzuklappen und sein gesamtes, spießiges Mobiliar ins Nichts zu stürzen. Ein ungeheurer technischer Aufwand für so ein klein besetztes Kammerspiel mit lediglich vier Solisten - effektvoll, überwältigend, in jedem Bild rundum überzeugend. (…) Die Titelrolle des Eddy hatte der junge amerikanische Tenor John Chest übernommen. Er kriecht in schwarzer Unterwäsche buchstäblich in sein Leben. (…). John Chest verkörperte den Eddy so natürlich, lässig, ja verspielt, dass die Katastrophe umso glaubwürdiger wurde. Bewegend und jederzeit authentisch auch Frances Pappas als Mutter, die unbewusst ihren eigenen Sohn heiratet. Erin Snell und Stephen Bronk gaben das Arbeiterehepaar, bei dem Eddy zunächst aufwächst, mit Mut zum Slapstick, der nie zur Klamotte wurde.«

 

BR 2

»Der junge Eddy lebt bei seinen tristen (Pflege-)Eltern. Ihnen muss er entfliehen. Im Affekt tötet er einen Wirt und heiratet dessen Witwe. Diese entpuppt sich als Eddys echte Mama. Den Mythos von König Ödipus, der seinen Vater tötete und seine Mutter liebt, wird in der Oper »Greek« von Mark Anthony Turnage (nach dem Theaterstück Steven Berkoffs) ins Londoner East End der Thatcher-Ära verlegt. (…) Das Mozarteumorchester und der Chor des Salzburger Landestheaters werfen sich mit Verve in die Sache, Stephen Bronk und Erin Snell überzeugen als Kuckuckseltern, Frances Pappas brilliert als Mutter und Ehefrau. John Chest stattet Eddy mit angenehmem Timbre aus.«

 

Salzburger Nachrichten

»Das Mozarteumorchester unter der Leitung von Leo Hussain zeigte einmal mehr seine Stärken im Bereich »Moderne«. (…) Musikalisch-sängerisch leisten die vier Solisten Hervorragendes: Der Bariton John Chest als Eddy, Frances Pappas (die voriges Jahr als Marie im Wozzeck begeistert hat), Stephen Bronk als Dad und Erin Snell als Mum. Das Mozarteumorchester unter Leo Hussain gibt ihnen allen die ideale Basis, ihre Parts technisch und klanglich souverän und mit mitreißender Energie auszusingen und auszuspielen. (…) Wie die Musik und wie die Sänger ist auch die Ausstattung von Stephan Prattes ganz hervorragend: In einem dreh- und fahrbaren Kubus hoch über dem Bühnenoden finden die »Indoor«-Szenen statt, die aber ebenfalls ausschauen, wie aus dem Satire-Magazin.«

 

DrehPunktKultur

»Das vierköpfige Ensemble wirkt bei der Premiere motiviert und gut vorbereitet. John Chest gibt als »Eddy« mit emotionalem Sprechgesang den Ton an und wirkt somit milieubestimmend. Sehr berührend auch die Liebesszenen zwischen ihm und seiner (vermeintlichen) Frau, dargestellt von Frances Pappas, die, als Eddy ihren Mann (seinen Vater!) umbringt, einen schönen, wundervoll elegischen Trauergesang anstimmt. Zu den gelungenen Momenten zählen auch die hauptsächlich im ersten Akt angesiedelten Ensemble-Szenen, etwa mit bierseligen Gesängen in diversen Kneipen. Hier sind besonders Erin Snell und Stephen Bronk als Eddys Eltern hervorzuheben. (…)Hier in dieser bedrückenden Spielphase wird wahrhaft »großes Theater« geboten: emotionell bedingte Aufschreie des Entsetzens von seitens der Hauptakteure, eine unter die Haut gehende Musik mit mehreren, durch längere Pausen unterbrochene Schlagzeug-Soli und eine virtuose Lichtchoreographie (Eduard Stipsits) waren dazu angetan, dem Publikum den Atem stocken zu lassen.«

 

Dorfzeitung