Homo Faber \ Christoph Wieschke, Shantia Ullmann und Gero Nievelstein
Homo Faber \ Christoph Wieschke, Shantia Ullmann und Gero Nievelstein
© Christina Canaval
Homo Faber \ Gero Nievelstein und Shantia Ullmann
Homo Faber \ Gero Nievelstein und Shantia Ullmann
© Christina Canaval
Homo Faber \ Gero Nievelstein, Christoph Wieschke und Britta Bayer
Homo Faber \ Gero Nievelstein, Christoph Wieschke und Britta Bayer
© Christina Canaval
Homo Faber \ Gero Nievelstein, Shantia Ullmann und Britta Bayer
Homo Faber \ Gero Nievelstein, Shantia Ullmann und Britta Bayer
© Christina Canaval

Homo Faber (WA)

Schauspiel von Max Frisch

Wiederaufnahme: 03.12.2013

Inhalt

Eine Erfolgsgeschichte geht in die fünfte Spielzeit: Regisseur Volkmar Kamm hatte seine Bühnenversion des »Homo Faber« von Max Frisch am Salzburger Landestheater bereits in der Spielzeit 2009/2010 erarbeitet. Wegen der großen Nachfrage kommt die Produktion nun erneut auf den Spielplan.
»Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen" – so beschreibt Walter Faber, die Hauptfigur in Max Frischs 1957 entstandenem Roman, in einem klaren Satz sich und seine Welt. Und dann, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, begegnet er dem Unvorhersehbaren, das seine Welt, seine Gefühle und seinen Verstand verwirrt: Eine Kette von Zufällen lässt Walter Faber auf einer Schiffspassage von New York nach Frankreich der jungen Sabeth begegnen.
Ausgerechnet sie, die ihn an seine Jugendliebe Hanna erinnert, wird zu seinem Schicksal. Und er verliebt sich und beginnt mit ihr eine Reise durch Europa, die zurück in ihre Vergangenheit führt. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Doch dann stirbt Sabeth. Nicht an dem Gift eines Schlangenbisses, sondern an den unerkannten Folgen eines Sturzes. In ihrer Trauer begegnen sich die Eltern neu. Homo Faber, der Techniker, scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert.
Auch über fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des Romans berührt diese Metamorphose des Rationalisten Faber zum Liebenden, und gilt als ein eindringliches Beispiel dafür, wie schnell die menschliche Natur die Begrenztheit ihrer Kräfte vergisst.
In seiner Bühnenfassung hat Volkmar Kamm aus der Komplexität der Romanvorlage jenen Teil der Handlung herausgelöst, der sich auf die späte Wiederbegegnung von Walter Faber und Hanna konzentriert. Am Salzburger Landestheater hat er mit seinem Ausstatter Konrad Kulke beeindruckende Inszenierungen geschaffen. Neben »Homo Faber«, »Glasmenagerie« und »Top Dogs« stellte er in der Spielzeit 2012/2013
eine rasante 4-Personen Fassung von Thomas Manns charmantem Hochstapler »Felix Krull« in den Kammerspielen vor.

Dauer: 1 h 30 min \ keine Pause

Ausgewählter Termin

Di. 03.12.2013 19.30

Kammerspiele

Besetzung (am 03.12.2013)

Pressestimmen

»Gefühl gegen Verstand.«

»Gefühl gegen Verstand. Herz und Hirn. Geschmeidig zwischen Tisch, Stühlen und ein paar Requisiten: »Homo Faber« von Max Frisch in den Salzburger Kammerspielen. Die Montage verschiedener Zeitebenen des Buchs schnürt Kamm auf und kombiniert sie geschickt neu.«

 

Salzburger Nachrichten

»Verstand und Schicksal.«

Das neue Ensemble des Salzburger Landestheaters versteht sein Handwerk, das muss man ihm lassen. Die Bühnenfassung des Romans »Homo Faber« von Max Frisch in den Kammerspielen ist in allen vier tragenden Rollen hervorragend und ausgewogen besetzt. Volkmar Kamm, ein Regisseur der guten alten Schule, hat die ideale Balance gefunden zwischen Sprache und Effekt, zwischen Tempo und Ruhe. Die Bühnenfassung funktioniert reibungslos. Ganz nahe am Premierenpublikum, das sich mit ungewöhnlich langem – und von vielen Bravos durchsetzten – Applaus für dieses rundum stimmige Literaturtheater bedankte. Absolut empfehlenswert.

 

SVZ