• © Anna-Maria Löffelberger

Homo Faber

Max Frisch

Wiederaufnahme: 04.06.2019 / Kammerspiele

Inhalt

Eine Erfolgsgeschichte geht in die 10. Spielzeit: Regisseur Volkmar Kamm hatte seine Bühnenversion des „Homo Faber“ von Max Frisch (1911–1991) am Salzburger Landestheater bereits in der Spielzeit 2009/2010 erarbeitet. Wegen der anhaltend großen Nachfrage zeigt das Salzburger Landestheater die Inszenierung auch in der Spielzeit 2018/2019 – zum endgültig letzten Mal.

Walter Faber, der Verstandesmensch, begegnet entgegen aller Wahrscheinlichkeit dem Unvorhersehbaren, das seine Welt, seine Gefühle und seinen Verstand verwirrt: Eine Kette von Zufällen lässt ihn auf einer Schiffsreise die junge Sabeth kennenlernen. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Doch dann stirbt Sabeth. In ihrer Trauer begegnen sich die Eltern neu. Homo Faber, der Techniker, scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert.

„Gefühl gegen Verstand. Herz und Hirn. Geschmeidig zwischen Tisch, Stühlen und ein paar Requisiten: ‚Homo Faber‘ von Max Frisch in den Salzburger Kammerspielen. Die Montage verschiedener Zeitebenen des Buchs schnürt Kamm auf und kombiniert sie geschickt neu.“ Salzburger Nachrichten

Besetzung

Di. 04.06.2019 11.00

Kammerspiele


Inszenierung Volkmar Kamm

Bühne und Kostüme Konrad Kulke

Pressestimmen

Gefühl gegen Verstand

»Gefühl gegen Verstand. Herz und Hirn. Geschmeidig zwischen Tisch, Stühlen und ein paar Requisiten: »Homo Faber« von Max Frisch in den Salzburger Kammerspielen. Die Montage verschiedener Zeitebenen des Buchs schnürt Kamm auf und kombiniert sie geschickt neu.«

 

Salzburger Nachrichten

Verstand und Schicksal

"Das neue Ensemble des Salzburger Landestheaters versteht sein Handwerk, das muss man ihm lassen. Die Bühnenfassung des Romans »homo Faber« von Max Frisch in den Kammerspielen ist in allen vier tragenden Rollen hervorragend und ausgewogen besetzt. Volkmar Kamm, ein Regisseur der guten alten Schule, hat die ideale Balance gefunden zwischen Sprache und Effekt, zwischen Tempo und Ruhe. Die Bühnenfassung funktioniert reibungslos. Ganz nahe am Premierenpublikum, das sich mit ungewöhnlich langem – und von vielen Bravos durchsetzten – Applaus für dieses rundum stimmige Literaturtheater bedankte. Absolut empfehlenswert.«

 

SVZ

Bravos für Homo Faber

»Wer als Schüler von einem unfähigen Deutschlehrer durch Homo Faber geprügelt wurde, kann sich nun an den Kammerspielen mit dem Roman versöhnen. Die Bühnenfassung von Volkmar Kamm und Dramaturgin Bettina Oberender holt die wesentlichen Elemente des vielschichtigen Buches auf die Bühne und zeigt, dass dieses nichts an Aktualität verloren hat: Technik-Gläubigkeit, zerkrachte Beziehungen, Probleme allein erziehender Mütter, Anti-Amerikanismus, Liebe, Sex und Inzest – die 100 Minuten vergehen fast zu schnell.
Flotte Regie: Die Story ist gut und wird durch die Regie perfekt umgesetzt. Das Ensemble hat die vielen Bravo-Rufe verdient.«

 

Österreich