• Elisa Afie Agbaglah, Gregor Schleuning, Marcus Bluhm und Walter Sachers
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gregor Schleuning, Walter Sachers und Elisa Afie Agbaglah
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
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  • Gregor Schleuning
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  • Gürkan Gider, Anja Clementi und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Elisa Afie Agbaglah und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Gregor Schleuning, Walter Sachers, Marcus Bluhm und Genia Maria Karasek
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Elisa Afie Agbaglah, Gregor Schleuning, Genia Maria Karasek und Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Walter Sachers, Marcus Bluhm, Genia Maria Karasek und Axel Meinhardt
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger

Hotel Europa

Marco Dott / Eine szenische Schlager-Revue

Uraufführung

Premiere: 06.10.2017

Inhalt

Es ist in die Jahre gekommen, das Hotel Europa. Der Glanz vergangener Zeiten blättert und vieles funktioniert nicht mehr ganz so, wie es das vielleicht einmal getan hat: das Inventar ebenso wenig wie die vereinzelt noch verbliebenen Angestellten, in deren Mitte ein kauziger Concierge thront, der alle Angelegenheiten regelt – auf seine ganz eigene Weise. Eine Gruppe von Gästen aus verschiedenen Ländern trifft dort aufeinander – und damit auch die unterschiedlichsten persönlichen Hintergründe, Kulturen und Temperamente. Man beklagt sich oft und viel – übereinander und über das Hotel –, man liebt und hasst, streitet und verträgt sich, pflegt alte Vorurteile und lernt den anderen manchmal sogar von Seiten kennen, die man ihm gar nicht zugetraut hätte.

Was vereint und was trennt uns? Warum sprechen Franzosen keine Fremdsprachen und sind alle Italiener Gigolos? Warum machen Spanier Siesta und können Engländer wirklich nicht kochen? Und finden Österreicher und Deutsche doch eine gemeinsame Sprache? Diese und viele weitere Fragen stellt dieser Abend auf unterhaltsame Weise.

„Hotel Europa“ ist ein Liederabend über alte Klischees und neue Wirklichkeiten, ein Plädoyer für einen humorvollen Umgang mit uns selbst und unseren europäischen Nachbarn. Eine Musik-Revue mit Songs, Liedern und Chansons von den Comedian Harmonists bis Queen, von „Je ne regrette rien“ bis zur „Ode an die Freude“ – mit singenden Europäern und solchen, die es werden wollen.

Marco Dott (*1974), seit 2009 im Schauspielensemble, ist auch als Regisseur und Autor tätig. Für das Junge Theater Bonn schrieb er mit Moritz Seibert die Stücke „Koka – Weißes Gold“, „Jan, mein Freund“ (nach P. Pohl) und „Crazy“ (nach dem Roman von B. Lebert). Für das Salzburger Landestheater hat er u. a. „Momo“ (M. Ende), „Schöne neue Welt“ (A. Huxley) und „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (nach dem gleichnamigen Film) für die Bühne bearbeitet und inszeniert.

Eva Musil studierte an der Universität Mozarteum Bühnenbild bei Prof. H. Kapplmüller und ist seit 2011 regelmäßig als Ausstatterin für Opern und Schauspielproduktionen am Salzburger Landestheater tätig. Nachdem sie bereits die Ausstattungen für die österreichische Erstaufführung von „Zorn“ (2015) und Georg Kreislers „Heute Abend: Lola Blau“ (2016) übernommen hat, ist „Hotel Europa“ ihre dritte Zusammenarbeit mit Marco Dott.

Dauer: 2 h 10 min / inkl. Pause

Pressestimmen

„Entzückt sind die Männer von Julienne Pfeil. In ihrer Rolle als französische Touristin bringt sie Glamour und Sex-Appeal in die Gemäuer des ansonsten etwas heruntergekommenen Hotelkastens. Verrucht charmant ist sie eine unter den illustren Gästen, mit denen Walter Sachers als dauersudernder Concierge zu kämpfen hat. Er und die emsig deutsche Direktorin Anja Clementi – die eine herrliche Persiflage auf Angela Merkel gibt – sind mit einer Reihe an Sonderwünschen konfrontiert. Auch Hotelpage Luigi mit dem sonnigen Gemüt eines Italieners kann nichts daran ändern. Ein deutscher Gast, brillant von Axel Meinhardt verkörpert, will in besockten Sandalen seinen Proviant in einer Tupper-Box aufwärmen. Ein steifer Engländer giert nach einem schalldichten Fenster. Als dann noch eine amtliche Hotelkontrollerin den Wehwehchen des Betriebs nachstellt, ist endgültig das Durcheinander perfekt. Tatort ist dabei die intelligent gebaute, holzvertäfelte Lobby von Ausstatterin Eva Musil. […] Doch warum funktionieren Klischees und ein altbekannter Schauplatz – ein Hotel – als Abriss eines sozialen Gefüges auf eine derart spritzige Weise? Mitunter weil die Regie einen draufsetzt, wo gemeinhin die Dogmen politischer Korrektheit greifen. Dott erinnert daran, dass Humor viel eher als strebsame Verbissenheit der Schlüssel zu einem besseren Miteinander ist. Sein unterhaltsames Tableau der europäischen Staatengemeinschaft wird so zum Schauvergnügen für das Publikum.“

Salzburger Nachrichten

„Klischees sind die lustigen, meist harmlosen kleinen Schwestern der Vorurteile. Gehegt und gepflegt werden sie in Komödien, Kabaretts, und im Witze-Milieu. Die EU ist natürlich ein vorzügliches Feld, um es zu beackern. Genau damit beschäftigt sich die Musik-Revue „Hotel Europa“ von Marco Dott. Bevölkert ist das abgewohnte EU-Hotel mit National-Typen. Die breite Musikpalette von Beethoven bis Pop befärbeln Tom Reif und Bruno Juen. Es war ein großer Premierenerfolg.“

Kronen Zeitung

Besetzung

Inszenierung Marco Dott

Ausstattung Eva Musil

Musikalische Leitung Tom Reif

Musiker Bruno Juen

Dramaturgie Carola Schiefke


Josef, Concierge Walter Sachers

Deutsche Hoteldirektorin / Gast aus den 60er Jahren / Osteuropäische Prostituierte Anja Clementi

Zimmermädchen / Gast aus den 80er Jahren Elisa Afie Agbaglah

Gast aus den 50er Jahren / Britischer Tourist Gregor Schulz

Luigi, italienischer Lehrling Gregor Schleuning

Georgios, griechischer Tellerwäscher / Gast aus den 60er Jahren / Osteuropäischer Handwerker Marcus Bluhm

Gast aus den 60er Jahren / Französische Touristin Julienne Pfeil

Gast aus den 50er Jahren / Bürokratin Genia Maria Karasek

Gast aus den 70er Jahren / Deutscher Tourist Axel Meinhardt

Türkischer Tourist Gürkan Gider

Schotte Stefan Janauschek / Stefan Kühnel / Helmut Reitinger / Georg Stempfer