Imeneo \ Kirsten Blaise, Marcell Bakonyi, Simon Schnorr und Chor
Imeneo \ Kirsten Blaise, Marcell Bakonyi, Simon Schnorr und Chor
© Christina Canaval
Imeneo \ Emily Righter, Kirsten Blaise, Simon Schnorr und Chor
Imeneo \ Emily Righter, Kirsten Blaise, Simon Schnorr und Chor
© Christina Canaval
Imeneo \ Frances Pappas, Emily Righter, Kirsten Blaise und Chor
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© Christina Canaval
Imeneo \ Frances Pappas, Simon Schnorr und Chor
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© Christina Canaval
Imeneo \ Frances Pappas und Simon Schnorr
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Imeneo \ Emily Righter, Simon Schnorr und Chor
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Imeneo \ Emily Righter und Simon Schnorr
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Imeneo \ Simon Schnorr und Chor
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Imeneo \ Simon Schnorr und Chor
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Imeneo \ Chor
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Imeneo \ Kirsten Blaise und Chor
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Imeneo \ Kirsten Blaise, Marcell Bakonyi und Chor
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Imeneo \ Kirsten Blaise und Chor
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Imeneo \ Emily Righter, Kirsten Blaise und Chor
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Imeneo \ Frances Pappas
Imeneo \ Frances Pappas
© Christina Canaval
Imeneo \ Frances Pappas und Chor
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Imeneo \ Emily Righter und Simon Schnorr
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Imeneo \ Emily Righter und Simon Schnorr
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Imeneo \ Kirsten Blaise, Simon Schnorr, Emily Righter und Chor
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Imeneo \ Simon Schnorr und Frances Pappas
Imeneo \ Simon Schnorr und Frances Pappas
© Christina Canaval
Imeneo \ Simon Schnorr, Kirsten Blaise und Frances Pappas
Imeneo \ Simon Schnorr, Kirsten Blaise und Frances Pappas
© Christina Canaval

Imeneo

Georg Friedrich Händel

05.02.2012

Inhalt

Der Wunsch, Gutes zu tun, ist manchmal nicht ganz ungefährlich. So wollen die attischen Jungfrauen, darunter Rosmene, lediglich ein Opfer bringen und werden auf ihrer Seereise überfallen und gefangen genommen. Glücklicherweise ist unter den Gefangenen auch der verkleidete Imeneo, der die Seeräuber im Schlaf übermannt und die Frauen nach Athen zurückbringt. Dennoch führt der Opferwille in diesem Falle nicht zum Glück, sondern vielmehr zum Unglück: Der Befreier fordert Rosmene zum Lohn, die doch eigentlich in Tirinto verliebt ist. Tirinto, der nicht einmal eine Chance hatte, zur Suche aufzubrechen, ist von nun an im Hintertreffen. Nicht, dass Rosmene an Imeneo Gefallen fände, das Volk jedoch ergreift eindeutig Partei für den Helden. Nach vielerlei Drängen wird die Entscheidung Rosmene überlassen – der Druck ist immens, hat Imeneo die geliebten Töchter der Stadt doch allesamt vor dem Grauen errettet.
Nachdem sich Händel mit der Komposition zahlreicher Oratorien fast schon von der Oper verabschiedet hatte, wendet er sich der Gattung mit »Imeneo« wieder zu und findet eine Überschrift, wie sie passender nicht sein könnte: den Ehebund. Gemeinsam mit dem Namensgeber der Oper, dem Gott der Hochzeit, bekräftigt er so die alte Liaison zwischen ihm und der Oper und schafft in einer Phase des Experimentierens ein Werk von rührender Tiefe und überwältigendem Farbenreichtum. Rosmene schwankt zwischen Untreue und Undankbarkeit. Händel selbst gibt ein flammendes Treuebekenntnis zu einer Gattung ab, in der er all sein Können vereint. Mit Nina Kühner, Hanna Zimmermann und Claudia Caséra nimmt sich das bewährte »Liebestrank«-Team nun der Barockoper an.

Ausgewählter Termin

So. 05.02.2012 19.00

Landestheater

Besetzung (am 05.02.2012)

Musikalische Leitung Matthew Halls

Inszenierung Nina Kühner

Bühnenbild Hanna Zimmermann

Kostüme Claudia Caséra

Dramaturgie Katrin König


Tirinto Frances Pappas

Rosmene Kirsten Blaise

Clomiri Emily Righter

Imeneo Simon Schnorr

Argenio Marcell Bakonyi

Pressestimmen

»Landestheater Salzburg: Premiere von Händels »Imeneo«, gelungen und bejubelt
Das Salzburger Landestheater hob den Schatz mit einer herrlich hinreißenden Aufführung.
Der junge britische Dirigent Matthew Halls schafft mit dem Mozarteum Orchester was gleichermaßen fein balanciert und dramatisch akzentuiert die Figuren formt und die Konflikte befeuert. Da bleiben keine Wünsche offen, wahrlich ein Vergnügen der berückenden Begeisterung.
Nina Kühner, die Regisseurin, inszenierte in der schlicht schönen Bühne von Hanna Zimmermann nicht »aufwendig« effekthatscherisch – und dennoch voll Genauigkeit und Prägnanz in diesem Sturm der Gefühle.
Der Landestheater-Chor ist von Stefan Müller bestens präpariert und er bringt sich sehr präsent ein.
Das Ensemble? Ein wunderbarer, wohl seltener Glücksfall: Frances Pappas in der Kastraten-Rolle als Tirinto, Kirsten Blaise (Rosmene), Emily Righter (Clomiri), Marcell Bakonyi (Argenio) und Simon Schnorr als Imeneo 2schweben« auf einer derart ebenbürtig homogenen Ebene, dass es einem die Freude in Kopf und Körper treibt. Die »Pforten der Qualen« sind manchmal für jene, die nicht hindurchgehen müssen, Tore der erhellenden Erkenntnis.«

 

Kronen Zeitung

»Der Fantasiereichtum und die vielen individuellen delikaten Detaillösungen, die der britische Dirigent Matthew Halls schon von Beginn an findet, im zweiten Teil dann zu knackiger Frische und rhetorischer Bilanz bis an die Grenzen von Tempo und Ausdruck steigert, retten das Stück entschieden. Das Mozarteumorchester mit farbiger Continuogruppe musiziert mit mustergültigem Niveau, mit Präzision und wachsender Spiellaune.
Nina Kühners Regie, die das Stück in einer engen Meeresbucht ansiedelt, gelingt mit zunehmender musikalischer Intensivierung manches starke Bild, vor allem wenn sich die Geschichte in den Irrwitz und Wahnsinn dreht. Das nötigt in der klugen Balance von Abstraktion und konkreter Situationsbeschreibung mehr als nur Respekt ab. Mehr kann man aus dem Stück nicht herausholen.«

 

Salzburger Nachrichten

»Mit dem britischen Dirigenten Matthew Halls besitzt die Neuinszenierung einen Experten, der dem Mozarteumorchester ein Maximum an packender Energie, an Facettenreichtum von sanften Leuchten bis hin zu aufwühlendem Unisono-Thrill abverlangt.
Diesen Drive nimmt auch das junge Sängerteam auf, das Regisseurin Nina Kühner temporeich durch die Kliüppen in Hanna Zimmermanns Bühne lenkt. Kirtsen Blaise als Rosmene steigert sich dabei mit ihrer stetig wachsenden Aufgabe. Emily Righter punktet mit dramatischer Stimmwucht. Simon Schnorr stellt als Imeneo einmal mehr die Wenidgkeit seines Baritons unter Beweis, die Mezzosopranistin Frances Pappas als grundsolider Tirinto und Basist Marcell Bakonyi als kraftvoller Argenio komplettieren die Sängerregie, die ebenso wie Halls und seiner Musiker bejubelt wurde.«

 

SVZ

»Im Salzburger Mozarteumorchester und dem Dirigenten Matthew Halls fand Händel kongeniale Interpreten, die dem Geist den Körper gaben und die Partitur knackig und spritzig zum Klingen brachten. Halls setzte einzig richtig auf rhythmische Präzision, und das Orchester fegte schnörkellos und sauber durch dieses alles andere als technisch leichte Barock-Furioso. Halls und das Mozarteumorchester – ein Top-Team für Händel.
Das Landestheater hat mit "Imeneo" diesmal einen szenischen Volltreffer gelandet. Nina Kühner und ihre Ausstatterinnen Hanna Zimmermann (Bühne) und Claudia Casera (Kostüme) haben dieses Nichts von einer Oper klug, ideenreich und sexy umgesetzt und diesen in ein ebenso intelligentes wie anspielungsreiches Spektakel verwandelt.
Wald- und Wiesengeister (diesmal auch musikalisch sehr gut ins Gesamtkonzept eingebunden: Der Chor des Landestheaters) umspielen die affektiert zwischen Wahn, Liebe, Moral und Sex hin und her geworfenen Helden.
Die fünf Solisten gaben alles und leisteten ihren Beitrag für diesen herzlich beklatschten Opernerfolg. Kirsten Blaise als "Rosmene" brachte eine freche, sexuell selbstbestimmte, aber von Gesellschaft und Moral fast in den Wahnsinn getriebene Frau beeindruckend über die Rampe. Emily Righter als "Clomiri" präsentierte sich als tolle Schauspielerin. Simon Schnorr ist eine fixe Größe im Ensemble - wieder einmal spielte und sang er tadellos.«

 

APA

»Musikalisch ist alles Händel vom Besten. Sehr ambitioniert, was das Mozarteumorchester unter der Leitung von Mathew Halls, aber auch was die Sängerinnen und Sänger leisten. Kirsten Blaise wird des Wahnsinns knusprige Beute, als Händel-Spezialistin arbeitet sie sich mit größter Selbstverständlichkeit technisch souverän durch die unterschiedlichsten Emotionen. Die kanadische Mezzosopranistin Frances Pappas in der Hosenrolle des Tirinto glüht zurückhaltender - das passt gut zur Rolle des Geliebten, dessen Chancen immer mehr schwinden. Simon Schnorr als Imeneo, Marcell Bakonyi und Emily Righter - sängerisch lassen auch die Ensemblemitglieder nichts zu wünschen übrig.«

 

Wiener Zeitung

»Musikalisch ist alles Händel vom Besten.
Sehr ambitioniert, was das Mozarteumorchester unter der Leitung von Mathew Halls, aber auch was die Sängerinnen und Sänger leisten. Kirsten Blaise wird des Wahnsinns knusprige Beute, als Händel-Spezialistin arbeitet sie sich mit allergrößter Selbstverständlichkeit technisch souverän durch die unterschiedlichsten Emotionen. Die kanadische Mezzosopranistin Frances Pappas in der Hosenrolle des Tirinto glüht zurückhaltender – und das passt gut zur Rolle des Geliebten, dessen Chancen immer mehr schwinden. Emily Righter, neu im Ensemble, ist eine besonders positive Überraschung, denn sie löst die sängerischen und gestalterischen Erfordernisse ihrer Partie mit größter Selbstverständlichkeit und starker Persönlichkeit ein.«

DrehPunktKultur

»Im hochgefahrenen Orchestergraben des Landestheaters sitzt eine motivierte Gruppe des Mozarteumorchesters, die von Matthew Halls fabelhaft vorbereitet wurde. Der Dirigent ist die Seele der "Imeneo"-Aufführung. Er kann nicht nur - im zweiten Teil - zupacken, sondern auch in den feinsten Farben aquarellieren, was dem Orchesterklang intime Leuchtkraft und, wenn erforderlich, intensive Plastizität verleiht. Immer stärker dreht dadurch der Abend in affektgeladene Stimmungen.«

 

Salzburger Nachrichten (Nachtkritik)