Jonny spielt auf \ Nathan De'Shon Myers
Jonny spielt auf \ Nathan De'Shon Myers
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Franz Supper und Laura Nicorescu
Jonny spielt auf \ Franz Supper und Laura Nicorescu
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Franz Supper
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Franz Supper
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Franz Supper
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Franz Supper
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Franz Supper
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Franz Supper
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Ballett
Jonny spielt auf \ Ballett
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Ensemble
Jonny spielt auf \ Ensemble
© Christina Canaval
Jonny spielt auf  \ Laura Nicorescu, Simon Schnorr und Chor
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu, Simon Schnorr und Chor
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Nathan De'Shon Myers
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Nathan De'Shon Myers
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Nathan De'Shon Myers
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Nathan De'Shon Myers
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Ensemble
Jonny spielt auf \ Ensemble
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Simon Schnorr
Jonny spielt auf \ Christiane Boesiger und Simon Schnorr
© Christina Canaval
Jonny spielt auf  \ Laura Nicorescu und Simon Schnorr
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu und Simon Schnorr
© Christina Canaval
Jonny spielt auf  \ Laura Nicorescu und Simon Schnorr
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu und Simon Schnorr
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Franz Supper
Jonny spielt auf \ Franz Supper
© Christina Canaval
Jonny spielt auf  \ Laura Nicorescu und Nathan De'Shon Myers
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu und Nathan De'Shon Myers
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Alexey Birkus und Chor
Jonny spielt auf \ Alexey Birkus und Chor
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Alexey Birkus, Simon Schnorr, Ballett und Chor
Jonny spielt auf \ Alexey Birkus, Simon Schnorr, Ballett und Chor
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Alexey Birkus, Simon Schnorr, Ballett und Chor
Jonny spielt auf \ Alexey Birkus, Simon Schnorr, Ballett und Chor
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Ensemble
Jonny spielt auf \ Ensemble
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Ensemble
Jonny spielt auf \ Ensemble
© Christina Canaval
Jonny spielt auf  \ Laura Nicorescu, Simon Schnorr und Chor
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu, Simon Schnorr und Chor
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu, Alexey Birkus und Chor
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu, Alexey Birkus und Chor
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Schausberger, Supper, De'Shon Myers, Faust und Pscheidl
Jonny spielt auf \ Schausberger, Supper, De'Shon Myers, Faust und Pscheidl
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Schausberger, Supper, Faust und De'Shon Myers
Jonny spielt auf \ Schausberger, Supper, Faust und De'Shon Myers
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu, Ballett und Chor
Jonny spielt auf \ Laura Nicorescu, Ballett und Chor
© Christina Canaval
Jonny spielt auf \ Ensemble
Jonny spielt auf \ Ensemble
© Christina Canaval

Jonny spielt auf

Oper von Ernst Krenek

Premiere: 07.12.2013

Inhalt

Ein Gletscher, eine Hotellobby und ein Bahnhof sind die zentralen Spielorte, die der österreichische Komponist Ernst Krenek in seiner Jazz-Oper vertont hat. Die Protagonisten Max, der Komponist, und Anita, die Sängerin, werden ein Liebespaar. Anita lernt den Violinvirtuosen Daniello kennen, der eine kostbare Amati-Geige besitzt. Diese wird Objekt der Begierde des afroamerikanischen Jazz-Geigers Jonny. Eine wilde Jagd durch die Stadt entspinnt sich, bevor sich alle Handlungsfäden geschickt zu einem Ganzen fügen.

Das Werk gilt als Paradestück der Oper in der Weimarer Republik, vereinigt Jazz, Neoromantik und andere neue Formen des musikalischen Ausdrucks und kann als eindrucksvolles Symbol der künstlerischen Freiheit in den zwanziger Jahren bewertet werden.Doch dem kulturellen Pluralismus der Weimarer Republik soll schon bald ein jähes Ende bereitet werden. Werke wie »Jonny spielt auf« werden mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 von deutschen Spielplänen verbannt. Das Motiv, das einst den Klavierauszug der Oper zierte, wird als Sinnbild der »entarteten Musik« missbraucht: Ein afroamerikanischer Musiker mit diffamierend wulstigen Lippen und Judenstern am Revers.
»Jonny spielt auf« erzählt die Geschichte des Komponisten Max, den eine Sinnkrise quält. In der Abgeschiedenheit eines Gletschers sucht er Antworten auf seine Fragen. Dort trifft er die Sängerin Anita, die sich von ihrem Hotel entfernt und in den Hochalpen verlaufen hat. Die beiden kehren als Liebespaar in die Zivilisation zurück. Bei einem Engagement lernt Anita den Violinvirtuosen Daniello kennen, der eine kostbare Amati-Geige besitzt. Diese wird Objekt der Begierde des afroamerikanischen Jazz-Geigers Jonny. Er will, nein, er muss das Instrument besitzen und begibt sich auf die Jagd! Schließlich wird der Jäger zum Gejagten …

Dauer: 2 h 40 min \ eine Pause

Pressestimmen

Dass in der imponierenden Aufführung des Salzburger Landestheaters Franz Supper, endgültig vom langjährigen Operettenbuffo zum eindringlichen Charaktertenor gereift, und Christiane Boesiger, als indisponiert entschuldigt, ihre großen, schweren Partien leidenschaftlich singen, dabei einen vorbildliche Spannkraft und Energie entwickeln, lässt Kreneks so eigenartig herbe und doch »romantisch« grundierte Musik indessen gültig in ihre Rechte treten. […] Eine Freude ist das gesamte Ensemble. […] Neuerlich kann sich die Opernsparte des Landestheaters sehen und hören lassen: ein Auftrag fürs »Kulturland« Salzburg.

 

Salzburger Nachrichten

Die letzte Landestheater-Premiere des Jahres war fraglos eine der heftigst bejubelten und frenetisch gefeierten Aufführungen. Sängerisch, musikalisch, darstellerisch und inszenatorisch ließ sich an dem Abend ein Glück, von dem oft die Rede ist, festmachen. […] Der Komponist Max – Franz Supper, der sich in den letzten Jahren enorm entwickelt hat und in dieser Brocken-Partie brilliert – ist erfolgreich. […] Christiane Boesiger war indisponiert angesagt, ließ es sich nie anmerken.

 

Kronenzeitung

Den Jonny singt, tanzt der brillante Nathan De’Shon Myers. Die Titelfigur der Oper ist hier eine Art Puck, der mit seinen Einfällen die Geschichte voran- und die Figuren vor sich hertreibt. […] Mit dem neckischen Selbstbewusstsein einer Mozart’schen Susanna setzt Laura Nicorescu auf virtuos phrasierte Linien funkelnde Sopran-Glanzlichter. Vieles erinnert aber auch an Puccini oder Schreker. Die romantisch-expressionistischen »Opera seria«-Passagen in Jonny gehören dem melancholischen Komponisten Max und der Starsopranistin Anita. Den in seiner Weltangst erstarrten Komponisten singt Franz Supper mit traurigem Dackelblick und strahlkräftigem Tenor. […] Christiane Boesiger überzeugt darstellerisch als Diva der alten Schule und mit sängerisch weit gespannten Melodiebögen. Ebenfalls souverän: Simon Schnorr als selbstverliebter Violinvirtuose Daniello, dem der Regisseur die Attitüde des Don Giovanni gegeben hat.

 

DerStandard

Opernchef Andreas Gergen begreift »Jonny spielt auf« als völlig absurde Groteske und verstärkt die musikalische Melange szenisch mittels exaltierter Überdrehtheit – ganz im Sinne der »Roaring Twenties«. […] Ein gefundenes Fressen für Gergen, der die Massenszenen knallbunt wie ein Musical inszenier und »ernsthafte« Szenerie auf alpine Wiener-Werkstätte-Brücken und Neue Sessellift-Sachlichkeit (Bühne: Court Watson) reduziert. Franz Supper, der den Kraftakt der zentralen Rolle des Komponisten fulminant stemmt, darf wiederum in einer Riesen-Kaffeetasse baden. In Sachen Bühnenpräsenz ist Laura Nicorescu nicht zu schlagen, deren Expressivität für die Zofe Yvonne wie geschaffen ist. Sie korrespondiert ideal mit Nathan De’Shon Myers, der Jonny in Zweireiher und Melone (Kostüme: Regina Schill) angemessen überzogen mimt. Auch Christiane Boesiger (als Anita) und Simon Schnorr (als Daniello) agieren auf hohem vokalem Niveau. Ihr Gottvertrauen in Dirigent Adrian Kelly und das Mozarteumorchester ehrt die Sänger, agierten doch die Musiker in ihrem Rücken auf der Bühne. Ein solides Palastorchester, das den Endsieg des Jazz auf dem Weltenrund eines Plattentellers zelebrierte.

 

SVZ

Eine turbulente Sache – stringent erzählt, brillant musiziert. […] Temporeich und rhytmisch mitreißend pointiert wird es unter der Begleitung des Mozarteumorchesters unter Adrian Kelly, wenn Nathan De’Shon Myers als Jonny mit dem Stubenmädchen Yvonne zu zanken und kosen beginnt. […] Lobend zu erwähnen sind Chor, Extrachor, Ballett und Statisterie des Landestheaters, die präzise und punktgenau ihre Beiträge liefern und das Getümmel erst zu einem solchen machen. Eine rundum gelungene Produktion, eine weltenrunde Sache.

 

DrehPunktKultur

Das Salzburger Regieteam rund um Andreas Gergen, Bühnenbildner Court Watson und Kostümbildnerin Regina Schill haben ihren Fantasien gefrönt und Lebensfreude ins Spiel gebracht, ohne über die Maßen auf die Tube zu drücken. […] Bemerkenswert am neuen Salzburger »Jonny« ist auch die musikalische Umsetzung. Das Mozarteumorchester unter der Leitung von Adrian Kelly spielte stilsicher und ambitioniert, die Partitur wurde von den Musikern hörbar ernst genommen. Auch die Hauptrollen waren mit durchwegs guten Sängern besetzt, so lieferte etwa Franz Supper, langjähriges Ensemblemitglied des Theaters, eine bemerkenswert starke Leistung. Supper bewältigte die enorm anspruchsvolle Partie des "Komponisten" nicht immer mühelos, aber sauber, kraftvoll und mit intensivem, leidenschaftlichem Ausdruck. Der "Neger Jonny" wurde leichtfüßig und klanglich tadellos von Nathan De'Shon Myers verkörpert, und die Sängerin "Anita" fand in Christiane Boesiger eine schauspielerisch gediegene und technisch versierte Sängerin, der nur wenige Spitzentöne etwas schrill gerieten. Simon Schnorr als Geiger "Daniello", Laura Nicorescu als "Yvonne" sowie Alexey Birkus und Dietmar Kerschbaum komplettierten ein Ensemble, das ein Landestheater erst einmal haben muss.

 

APA

Das Verdienst des Salzburger Landestheaters samt aller Akteure war es, diese klischeebehaftete, aus heutiger Sicht eher nostalgisch anmutende »Story« in plausibler Form auf die Bühne zu bringen, was Dank einer glücklichen Symbiose von Regie, Licht und Bühnenbild auch eindrucksvoll gelang. […] Der burgenländische Tenor Franz Supper lässt den Komponisten Max zu einer Glanzrolle werden: zu seiner Glanzrolle. […] Auch Laura Nicorescu als französisches Zimmermädchen Yvonne hinterließ durch ihre Sicherheit in virtuosen Passagen einen nachhaltigen Eindruck. Insgesamt bestand die große Stärke dieser Premiere in den perfekt aufeinander abgestimmten Einzelleistungen der Ensemblemitglieder. Dementsprechend zählen auch die Ensemble-Passagen zu den stärksten Momenten dieser Aufführung. Das gilt im gleichen Maß für den Chor, der im 2. Akt eine starke Leistung bot.

 

Dorfzeitung

Dass Ernst Kreneks Oper »Jonny spielt auf« am Landestheater Salzburg zur Zeit auf dem Spielplan steht und dies nicht nur in einer gediegenen Inszenierung, sondern auch musikalisch einwandfreien Aufführung, spricht für den Musikdirektor des Hauses, Andreas Gergen, der auch selbst Regie führte. […] Der Abend am Landestheater Salzburg gehört dem Komponisten Max, Franz Supper, der mit der karrierebedachten Sängerin Anita, Christiane Boesiger, einen für Salzburg unerhörten Erfolg feiern konnte. Neben diesen beiden Protagonisten singt die immer zuverlässige und sich ständig steigernde Laura Nicorescu die Zofe Yvonne und, als Gast, Nathan De’Shon Myers den Jonny. Simon Schnorr gibt, Don Giovanni gleich, den Violinvirtuosen. Das Mozarteum Orchester unter Adrian Kelly agierte zwar im Hintergrund, wurde aber als tragende Säule der Oper gebühren gefeiert.

 

DIE FURCHE

Ausgewählter Termin

Sa. 07.12.2013 19.00

Landestheater

Besetzung (am 07.12.2013)

Musikalische Leitung Adrian Kelly

Inszenierung Andreas Gergen

Bühne Court Watson

Kostüme Regina Schill

Choreographie Prof. Peter Breuer

Dramaturgie Katrin König


Max Ks. Franz Supper

Anita Christiane Boesiger

Jonny Nathan De'Shon Myers

Daniello Simon Schnorr

Yvonne Laura Nicorescu

Manager Alexey Birkus

Hoteldirektor Dietmar Kerschbaum

Bahnangestellter Viorel Baciu

Polizisten Philipp Schausberger
Rudolf Pscheidl
Roland Faust