• © Christina Baumann

La Gazzetta

Gioachino Rossini

Österreichische Erstaufführung / Dramma per musica in zwei Akten von Giuseppe Palomba nach dem Schauspiel „Il matrimonio per concorso“ von Carlo Goldoni / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 20.01.2019

Inhalt

„Il matrimonio per concorso“ – Heirat per Zeitungsanzeige? Warum nicht, denkt sich der geschäftstüchtige Don Pomponio, der nichts dem Zufall überlassen möchte. Schon gar nicht die Wahl seines künftigen Schwiegersohns! So gibt der neureiche neapolitanische Kaufmann kurzerhand ein Inserat in der Zeitung La Gazzetta auf, um in Paris einen geeigneten Ehemann für seine Tochter Lisette zu finden. Diese liebt jedoch Filippo, den Wirt des Gasthauses, in dem sie nächtigen. Auch mit von der Partie in dieser heiteren Verwechslungskomödie sind Anselmo und seine Tochter Doralice, die bereits Monsù Traversen versprochen ist, der Reisende Alberto, der eigentlich auf der Suche nach dem inserierten Mädchen Lisette ist, sich jedoch in Doralice verliebt, die er für Lisette hält, und die wichtigtuerische Madame La Rose. Namensgleichheiten, Verkleidungsspiele und ein Maskenball führen zur größtmöglichen Verwirrung, zu Eifersucht, Liebeskummer – und schließlich doch zu einem glücklichen Ende.

Frei nach Goldonis Komödie „Il matrimonio per concorso“ komponierte der junge Gioachino Rossini sein schwungvolles Frühwerk „La Gazzetta“ – mit dramma per musica betitelt, doch eigentlich eine wahre opera buffa – in dem der Einfluss der Zeitung und der Medien auf das Leben der Menschen mit viel Humor persifliert wird. In Zeiten, in denen die Online-Partnersuche und die Dating-Wahl per Swipe gesellschaftsfähig geworden sind, erlangt Rossinis Werk eine ganz neue Aktualität.

Rossinis Opernwerk „La Gazzetta“ gilt als wahre Schatzkiste an musikalischem Material, das der Belcanto-Komponist auch für andere Werke verwendet hat: Einige Nummern erklangen bereits in „Il turco in Italia“ (1814) und so manch anderes musikalisches Motiv findet sich in späteren Opern wieder. Die Ouvertüre von „La Gazzetta“ hat Gioachino Rossini (1792–1868) sogar für sein Meisterwerk „La Cenerentola“ wiederverwendet!


Am Pult des Mozarteumorchesters steht dessen Chefdirigent Riccardo Minasi, der mit dem Opernensemble des Salzburger Landestheaters erstmals den Zauber dieses selten gespielten Werks zu Tage fördern wird. 2017/2018 feierte Alexandra Liedtke mit „Hoffmanns Erzählungen“ ihr erfolgreiches Operndebüt am Salzburger Landestheater. Weitere Opern inszenierte sie bei den Salzburger Festspielen und an der Wiener Staatsoper.