L'amore artigiano
Florian Leopold Gassmann
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Co-Produktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen
Dramma giocoso in drei Akten · Libretto von Carlo Goldoni
Inhalt
Florian Leopold Gassmann kennt man heute vor allem als Lehrer des berühmten Antonio Salieri – doch die musikalische Ausgrabung „L’amore artigiano“ erinnert an die einstigen großen Erfolge des Komponisten. Gemeinsam mit dem Komödiendichter Carlo Goldoni, der die Commedia dell’arte durch neue Figuren, lebendiges Dialektmaterial und aus- gearbeitete Texte in eine neue Zeit führte, erschuf Gassmann eine musikalische Verwechslungskomödie à la „Der Diener zweier Herren“.
So sehr ihr Vater sie warnt – Angiolina liebt Giannino, doch der liebt ihre Nachbarin Rosina, nach der auch Titto ganz verrückt ist. Madame Costanza versucht, Giro ihre Liebe zu gestehen, doch Rosina und Angiolina platzen herein… und Giro flirtet plötzlich mit Rosina, was Madame Costanza gar nicht gefällt. Da gibt es noch eine Menge komödiantischer Aufgaben zu lösen, bis zum Finale jeder Topf seinen Deckel gefunden hat…
Im Jahr 2027 feiern die Schwetzinger SWR Festspiele ihr 75-jähriges Bestehen. Program- matisch sind die renommierten Festspiele gleichermaßen der Förderung des Neuen wie der musikalischen Tradition verpflichtet. Auftakt und Zentrum der Jubiläumssaison ist die Wiederentdeckung der historischen Oper „L’amore artigiano“, die am 24. Mai 1772 im Schwetzinger Rokokotheater gespielt wurde. Nach der Schwetzinger Premiere am 30. April 2027 folgt die Salzburg-Premiere am 8. Mai 2027.
Seinerzeit berühmt, heute zu Unrecht fast vergessen: Florian Leopold Gassmann (1729–1774) schrieb bis 1762 jedes Jahr eine Oper zur Karnevalssaison in Venedig. 1764 wurde er Kammerkomponist des Kaisers und 1772 Hofkapellmeister in Wien. 1766 traf er in Venedig auf den jungen Antonio Salieri, dessen Karriere er durch die Einladung, mit ihm nach Wien zu kommen, entscheidend beeinflusste.
Die Neuinszenierung der musikalischen Komödie liegt in den Händen der renommierten Regisseurin Amélie Niermeyer, die bereits u. a. für die Bayerische und die Wiener Staatsoper sowie für die Schwetzinger Festspiele gearbeitet hat. Sie inszeniert das Werk mit schrägem Humor als zeitgenössische Komödie. Carlo Bendetto Cimento bringt seine Expertise als musikalischer Feuerwerker mit ein.
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Besetzung
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Musikalische Leitung
Carlo Benedetto Cimento
Inszenierung
Amélie Niermeyer
Bühne
Stefanie Seitz
Orchester Mozarteumorchester Salzburg
