• © Christina Baumann

Manon

Jules Massenet

Opéra comique in fünf Akten / Libretto von Henri Meilhac und Philippe Gille nach Abbé Prévost / In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 21.10.2018 / Landestheater

Inhalt

Ein Leben für die Liebe: Eigentlich auf dem Weg ins Kloster, verliebt sich die schöne Manon in den jungen Chevalier Des Grieux und flieht mit ihm gemeinsam nach Paris. In der aufregenden Stadt der Liebe wollen sie ein Leben voller Vergnügen führen. Doch die begrenzten finanziellen Mittel Des Grieuxs führen bald zu Frustration und der glänzende Luxus, den Monsieur de Brétigny Manon bieten könnte, wirkt so anziehend auf die junge Frau, dass sie schließlich ihrer eigenen Entführung durch Brétigny zustimmt.

Manon erfährt, dass Des Grieux kurz vor der Priesterweihe steht – hat er sie vergessen? –, und sucht ihn auf. Ihre Liebe entflammt aufs Neue. Doch Manons Luxusverlangen führt sie schnell in den Ruin und sie überredet ihren Geliebten zum Glücksspiel. Aufgrund einer eigenartigen Glückssträhne werden Manon und Des Grieux des Betrugs beschuldigt; Manon wird verurteilt. Mit seinem letzten Geld erwirkt Des Grieux, die im Gefängnis erkrankte Manon noch einmal zu sehen. Sie bittet den Geliebten um Vergebung und stirbt in seinen Armen.

Die 1884 an der Pariser Opéra Comique uraufgeführte französische Oper entwickelt ihr eigenes Genre weiter: Die typischen gesprochenen Dialoge zwischen den einzelnen Musiknummern in der Opéra comique werden ersetzt durch Massenets phantasievollen Einsatz von unterschiedlichen melodramatischen Kompositionsweisen, die die Oper zu einer durchkomponierten Form zusammenschweißen.

Abbé Prévosts „Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut“ inspirierte den französischen Komponisten Jules Massenet (1842–1912) zu einem Meisterwerk der französischen Opernliteratur, in dem die Melodien und Harmonien die Emotionen der Charaktere auf fragile Art und Weise nachzeichnen. Wiederkehrende Motive in der Musik schaffen eine dichte Binnenstruktur, die dem Publikum eine Identifikation mit den Charakteren in den Schlüsselmomenten der Geschichte ermöglicht.


Adrian Kelly bewies sein Gespür für die empfindsamen Opernwerke von Jules Massenet bereits mit „Werther“ in der Spielzeit 2012/2013. Regie führt Christiane Lutz, die mit ihren Operninszenierungen u.a. an der Bayerischen Staatsoper, dem Theater an der Wien und der Dresdner Semperoper auf sich aufmerksam macht. Sie bringt als Team die Bühnenbildnerin Julia Müer und die Kostümdesignerin Dorothee Joisten mit nach Salzburg.