• © Christina Baumann-Canaval

Moonwalk

Peter Breuer

Uraufführung / The King of Pop / Ein Michael Jackson-Ballett

Premiere: 03.05.2019 / Probenzentrum Aigen

Inhalt

Als Michael Jackson knapp 50jährig im Jahr 2009 starb, führte ihn das Guinness-Buch der Rekorde als erfolgreichsten Entertainer der Welt. „Thriller“, 1982 erschienen, gilt als das weltweit am häufigsten verkaufte Album. Nicht nur seine Version des „Moonwalk“ übte wohl heimlich jeder Teenager in den 1980er Jahren, sein Tanzstil und seine Kleidung – vor allem der weiße Glitzerhandschuh, die weißen Socken und der schwarze Hut – prägten ganze Generationen. Oder, um es kurz zu machen: Das, was wir heute unter Pop verstehen, wäre ohne Michael Jackson nicht zu denken.
Aber auch abseits der Bühne sorgte der Entertainer, der schon als Sechsjähriger mit seinen Brüdern auf der Bühne stand, für Schlagzeilen. Unendlich viele Mythen ranken sich um seine Person, Wahres ist von Gerüchten heute nicht mehr zu trennen. Sicher ist, dass Michael Jackson nach einem Bühnenunfall, bei dem er starke Verbrennungen an der Kopfhaut erlitt, süchtig nach Schmerzmitteln wurde. Er starb kurz vor seiner angekündigten Abschiedstournee an einer Vergiftung durch Narkosemittel, offensichtlich die Folge seiner jahrelangen Tablettensucht.

Schon zu Jacksons Lebzeiten wurden wiederholt Vorwürfe des Kindesmissbrauchs laut, von denen er 2005 gerichtlich freigesprochen wurde. Mitten in unserer Arbeit an „Moonwalk“ traten zu Beginn dieses Jahres in einer Dokumentation des Senders HBO zwei Männer an die Öffentlichkeit und erhoben erneut schwere Anschuldigungen gegen Michael Jackson. Diese Dokumentation ist in ihrer Ausführlichkeit und dem Ausmaß der Vorwürfe schockierend und der Respekt vor dem Mut der beiden mutmaßlichen Opfer verbietet es, ihre Vorwürfe kleinzureden oder ihnen unlautere Absichten zu unterstellen.

Doch da sich Michael Jackson nicht mehr wehren kann, gilt juristisch nach wie vor die Unschuldsvermutung, auch wenn das ein moralisch schwer erträgliches Konstrukt sein mag.

Peter Breuer nähert sich in „Moonwalk“ einer der schillerndsten Figuren der Popgeschichte, indem er sich von Michael Jacksons mitreißenden Choreographien, seiner Musik und seinen Songtexten inspirieren lässt. Denn was jenseits der fragwürdigen Persönlichkeit Michael Jackson bleibt, ist sein legendäres Werk als Komponist, Sänger und Choreograph. Oder um den bekannten Musikkritiker Carl Wilson aus dem Online-Magazin „Slate“ zu zitieren, Jacksons Werk ist „Too big to cancel“ – zu groß, um es einfach verschwinden zu lassen. Auf alle Fälle größer als der Mensch, der dahintersteht und der offensichtlich den in seinen Songs und Interviews häufig formulierten Ansprüchen an unseren Umgang mit der Welt und ihren Bewohnern im eigenen Leben nicht im mindesten gerecht werden konnte.

Besetzung

Mi. 08.05.2019 19.30 Tickets

Probenzentrum Aigen


Szenische Konzeption, Choreographie, Licht Prof. Peter Breuer

Bühne und Kostüme Bettina Richter

Video und Lichtdesign Felix Kiesel

Choreographie Showtanz und Musikalische Arrangements Alexander Wengler

Dramaturgie Maren Zimmermann

Choreographische Assistenz Alexander Korobko

Step-Coach Kate Watson

Musikalische Assistenz, Korrepetition Eriberto Carvalho

Inspizienz Steven Sayer


Michael Diego da Cunha

Jacko Karine de Matos

Blue Pedro Pires

Joe Iure de Castro

Morphine Paulo Muniz

Music Larissa Mota

Angel Anna Yanchuk

Regisseur Paulo Muniz

Richter Lúcio Kalbusch

Fans, Showtänzer*innen, Ankläger*innen, Passant*innen Karine de Matos
Naila Fiol
Chigusa Fujiyoshi
Gabrielly Juvêncio
Mikino Karube
Larissa Mota
Anna Yanchuk
Iure de Castro
Lúcio Kalbusch
Lucas Leonardo
Niccolò Masini
Paulo Muniz
Pedro Pires