Not the Messiah – nach dem Kultfilm „Das Leben des Brian“
Monty Python
Ein komisches Oratorium von Eric Idle und John Du Prez nach dem Kultfilm „Das Leben des Brian“
Deutsch von Thomas Pigor
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Inhalt
Jesus Christus ist nicht der Einzige, der an jenem Heiligen Abend in einem Stall auf die Welt kam: Auch Brian Cohen widerfährt dieses Schicksal! Das satirische Oratorium „Not the Messiah“, adaptiert nach dem Film „Das Leben des Brian“ von Monty Python aus dem Jahr 1979, erzählt, wie „ein ganz normaler Mann“ durch eine Reihe von Missverständnissen und Zufällen fälschlicherweise für den Messias gehalten wird. Brian kommt von einer ungünstigen und skurrilen Situation in die nächste, wird von einer Sekte als Erlöser verehrt und unfreiwillig zu einer religiösen Figur.
Das Oratorium thematisiert auf humorvolle Weise die menschliche Natur, die Suche nach Identität und die Tendenz, unhinterfragt auf Autoritäten zu hören. Musikalisch treffen eingängige Melodien auf klassische Orgel- und Chormusik, textlich stehen Ironie und schwarzer Humor im Zentrum. Der Kontrast zwischen religiös-feierlichen und absurd-komischen Klängen ist es, der das Werk ausmacht.
„Monty Python’s Flying Circus“ ist bis heute humoristisch unübertroffen. Im Jahr 1979 stellte Monty Python mit „Das Leben des Brian“ die Bibel auf den Kopf. 2007 haben die Macher von „Spamalot“, Eric Idle und John Du Prez, nach dem Filmstoff ein komisches Oratorium geschaffen. Opernsolist*innen, Chor und Symphonieorchester erzählen mit musikalischen Mitteln die Geschichte von Brian, der nicht der Messias ist – da darf der Song
„Always Look on the Bright Side of Life“ natürlich nicht fehlen.
Seit der Bühnenadaption hat es sich eingebürgert, „Not the Messiah“ halb-szenisch aufzuführen: Wie ein klassisches Oratorium ist der Mittelpunkt nicht das Bühnengeschehen, sondern das Orchester und die Solist*innen. Szenisch eingerichtet wird dies von Carl Philip von Maldeghem.
Dauer: 1 Std. 50 Min. / eine Pause
Die Werkeinführung findet jeweils 45 und 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung statt.
Pressestimmen
„Gut gelaunt wird durch das Bibelgeschehen gewirbelt und Realitäten auf den Kopf gestellt, dass dem Publikum nur so die Ohren schlackern. Die vier Opernstimmen sorgen für den komischen Anstrich des Werks. Musikalisch bestens ausgestattet, ist ihr Repertoire an diesem Abend alles andere als ernst. Kokett werden religiöse Weltbilder dekonstruiert und neue Denkweisen charmant und unterhaltsam propagiert. Dafür folgt in hohem Tempo Pointe auf Pointe, und im Saal outen sich die ersten Monty-Python-Fans, die wissen, an welcher Stelle die Handykameras gezückt werden sollten.“
„Durch die turbulente Handlung führt der Wiener Schauspieler Maximilian Schmiedl, teils als komödiantischer Erzähler, teils als salbungsvoll psalmodierender „Evangelist“. Schmiedl glänzt in weiteren Austriakisches „Leben des Brian“ Rollen: So spielt er den römischen Centurio, der Mandy Cohen (Mezzosopranistin Jana Kurucová) verführt, mit ihr Brian zeugt und sich aus dem Staub macht. Urkomisch ist er auch als Wiener Pilger, der sich ins Heilige Land verirrt hat und nichts wie „haam“ (heim)möchte. Schließlich hat Schmiedl einen star-verdächtigen Auftritt als singender Bob Dylan, mit Gitarre und Mundharmonika.“
„Jana Kurucová macht als Mezzosopran Mutter die Mandy und Bass Daniele Macciantelli entspricht seinem sinistren Fach-Image etwa als Schwanzus Longus. Der Chor wechselt zwischen Turbae-Rufen und „Kontemplation“. Alle ergingen sich bei der Premiere am Samstag (9.5.) lustvoll und stimmmächtig im stets dräuenden Stumpfsinn. Carl Philip von Maldeghem entwickelte ein gelungenes Maß an Choreografie, das an Slapstick geschickt heran reicht, ohne der Versuchung zum Outrieren zu erliegen.“
„Das höchst spielfreudige Quartett, das sichtlich Spaß an seiner „Arbeit“ hat, wird durch Marco Dott ergänzt. Der Schauspieler lispelt sich durch die Rolle des Julius Cäsar und sorgt auch als Hirte für Gelächter. [...] Intendant Carl Philip von Maldeghem hat mit seiner halbszenischen Einrichtung alles richtig gemacht und begeistert mit dieser Produktion sowohl Monty-Python-Fans als auch das klassische Opernpublikum.“
Ausgewählter Termin
Fr. 15.05.2026 19.30
Salzburger Landestheater
Termine & Tickets
Audioeinführung
von Andreas Fladvad-Geier
Besetzung (am 15.05.2026)
Musikalische Leitung
Tobias Meichsner
Inszenierung und Raum
Carl Philip von Maldeghem
Kostüme
Hanna Viktoria Saßen
Musikalische Einstudierung
Wolfgang Götz
Choreinstudierung
Mario El Fakih
Dramaturgie
Andreas Fladvad-Geier
Regieassistenz
Simone Schuster
Evangelist und Erzähler
Maximilian Schmiedl
Brian, Tenor
Luke Sinclair
Judith, Sopran
Laura Incko
Mandy, Mezzosopran
Jana Kurucová
Schwanzus Longus, Bass
Daniele Macciantelli
Mrs. Betty Parkinson, Hirte, Julius Cäsar u. a.
Marco Dott
Chor
Chor des Salzburger Landestheaters
Orchester
Mozarteumorchester Salzburg
Dudelsack
Stefan Janauschek
BRIAN's Band
Mert Akyüz
Jay Beitel
Lukas Kranjc
Manuel Lauerer
Heiko Radke-Sieb
Franz Trattner
