• © Helge Kirchberger

Oper in der Residenz: Nachts im Museum

In Kooperation mit dem DomQuartier Salzburg

Premiere: 21.2.2018

Inhalt

Mit „Oper in der Residenz“ setzt das Salzburger Landestheater die Erkundung theatraler Orte in Salzburg fort und entführt diesmal auf eine Entdeckungsreise durch die Räume der nächtlichen Salzburger Residenz, in die Zeit der Fürsterzbischöfe und Hofkomponisten. Das historische Ambiente erwacht zum Leben, aus allen Winkeln der glänzenden Prunksäle erklingt Musik, die das Publikum zum Erkunden der Räumlichkeiten und der besonderen Klangwelten der Barockzeit und Frühklassik lockt.

Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems baute nicht nur das Lustschloss Hellbrunn und ließ den Salzburger Dom neu errichten, sondern verhalf auch der italienischen Musik- und Opernkultur auf ihrem Weg über die Alpen. In seiner Amtszeit 1612-1619 wurde die erste Opernaufführung nördlich der Alpen aufgeführt: Claudio Monteverdis Meisterwerk „L’Orfeo“, das wir Ihnen in Ausschnitten präsentieren werden. Der italienische Sänger und Komponist mit ‚abenteuerlicher‘ Biographie Francesco Rasi – er musste wegen Mordes von Italien bis nach Salzburg fliehen – soll diesen ersten Salzburger Orfeo gesungen haben. Einige Arien dieses spannenden Künstlers werden in „Oper in der Residenz“ ebenso wiederentdeckt.

Auch nach der Regierungszeit des extravaganten Markus Sittikus stellte die Salzburger Residenz im 17. und 18. Jahrhundert ein künstlerisches Zentrum für musikalische Begegnungen der Sonderklasse dar: Viele Werke von Komponisten wie Antonio Caldara, Michael Haydn, Heinrich Ignaz Biber, Francesco Rasi und auch Wolfgang Amadeus Mozart wurden dort gespielt.

Musik aus W. A. Mozarts „Il re pastore“ werden Sie an ihrem Uraufführungsort, dem Rittersaal, erleben!

Als ein besonderes Schmankerl, neben Musikstücken der erwähnten Komponisten sowie von Jacques-Martin Hotteterre, Franz Schubert und Josef Rheinberger, wird auch ein selten aufgeführtes musikalisches Juwel des Salzburger Komponisten Michael Haydn aus den 1770er Jahren aufgeführt werden: „Der Bassgeiger zu Wörgl“.

Die Opernsolisten sowie der Opernchor des Salzburger Landestheaters nehmen Sie mit auf eine spannende und sinnliche Reise durch die Salzburger Musikgeschichte!

Das Wiener Ensemble Delirio, 2009 von den vier jungen Musikern David Drabek (Violine, Schweiz), Pablo de Pedro (Viola, Spanien), Philipp Comploi (Violoncello, Österreich / Italien) und Jeremy Joseph (Orgel, Cembalo u. Hammerklavier, Südafrika) gegründet, bildet das musikalische Herzstück des Abends. Das Ensemble interpretiert auf historischen Musikinstrumenten und entführt in die Klangwelten des Barock und der Frühklassik. Ihre CD-Einspielungen „Velvet“ und „Glaze“ fanden in der Fachwelt viel Beachtung.
www.delirio.at

Dauer: ca. 90 Minuten

Besetzung

Mi. 21.02.2018 19.30 Tickets

Residenz zu Salzburg


Musikalische Leitung Adrian Kelly

Inszenierung Karsten Bohn

Kostüme Alois Dollhäubl

Dramaturgie Tamara Yasmin Quick


Mitglieder des Opernensembles und des Internationalen Opernstudios Gerard Mortier Gürkan Gider
George Humphreys
Tamara Ivaniš
Raimundas Juzuitis
Franz Supper
Anne-Fleur Werner

Nachtwächter Felix Mayrhofer
Walter Sachers

Chor Chor des Salzburger Landestheaters

Barock-Ensemble Ensemble Delirio