• Nikola Rudle und Britta Bayer
    © Tobias Witzgall
  • Nikola Rudle und Britta Bayer
    © Tobias Witzgall
  • Sascha Oskar Weis
    © Tobias Witzgall
  • Hanno Waldner
    © Tobias Witzgall
  • Nikola Rudle
    © Tobias Witzgall
  • Nikola Rudle und Hanno Waldner
    © Tobias Witzgall
  • Hanno Waldner und Nikola Rudle
    © Tobias Witzgall
  • Hanno Waldner
    © Tobias Witzgall
  • Nikola Rudle und Hanno Waldner
    © Tobias Witzgall
  • Hanno Waldner, Britta Bayer und Nikola Rudle
    © Tobias Witzgall
  • Britta Bayer und Sascha Oskar Weis
    © Tobias Witzgall
  • Sascha Oskar Weis, Britta Bayer und Nikola Rudle
    © Tobias Witzgall
  • Nikola Rudle, Hanno Waldner und Britta Bayer
    © Tobias Witzgall
  • Britta Bayer und Walter Sachers
    © Tobias Witzgall
  • Sascha Oskar Weis
    © Tobias Witzgall
  • Hanno Waldner und Nikola Rudle
    © Tobias Witzgall
  • Hanno Waldner und Nikola Rudle
    © Tobias Witzgall
  • Hanno Waldner, Nikola Rudle und Sascha Oskar Weis
    © Tobias Witzgall

papier.waren.pospischil

Theodora Bauer

Uraufführung: 22.03.2019 / Kammerspiele

Inhalt

Melli ist Angestellte bei Papierwaren Pospischil, einem kleinen Papiergeschäft, das den Zeichen der Zeit durch seine schiere Existenz zu trotzen versucht. Als Melli zu hinterfragen beginnt, wieso der Laden eigentlich noch nicht schließen musste, nimmt ein feinsinniges Kammerspiel seinen Lauf – voll mit geriatrischen Drogenkranken, explodierenden Porzellankatzen, Kokosbusserln mit Schokotunke, einem unentschlossenen Selbstmörder, der sich zur falschen Zeit am richtigen Ort befindet, einer zum Äußersten entschlossenen Papierladenbesitzerin mit besten Kontakten zur Polizei und Melli, der scharfzüngigen Angestellten, die in dem Chaos versucht, nicht den Kopf zu verlieren.

In Theodora Bauers (*1990) Stück, das im September 2017 Gewinner des Wettbewerbs „Die Freiheit des Lachens“ am Salzburger Landestheater wurde, prallen gegensätzliche Charaktere und Lebensentwürfe aufeinander und entfalten ein fröhlich-apokalyptisches Panoptikum. „papier.waren.pospischil“ – eine bissige Irr-Real-Satire, die sich leichtfüßig über sämtliche Genregrenzen hinwegsetzt.

Dauer: 65 min / keine Pause

Besetzung

Sa. 30.03.2019 19.00

Kammerspiele


Inszenierung Claus Tröger

Bühne und Kostüme Katja Schindowski

Dramaturgie Friederike Bernau


Melli Nikola Rudle

Frau Hannelore Pospischil Britta Bayer

Frau Fleischer, Adalbert Navratil Sascha Oskar Weis

Nikolaus Hanno Waldner

Heinrich, Polizist Walter Sachers

Audioeinführung

Pressestimmen

„DING DONG, DING DONG, WER STEHT DORT VOR DER TÜR?

 

… Nein, nicht der Postillion, aber PAPIER.WAREN.POSPISCHIL. Das Gewinnerstück des Komödien-Wettbewerbs „Die Freiheit des Lachens“ 2017 feierte in den Kammerspielen des Salzburger Landestheater Uraufführung.

 

Melli, die junge Angestellte im Papierwarenladen von Frau Pospischil, rekapituliert während der Arbeitszeit ihr Privatleben in prolligstem Wiener Jugendsprech. Viel zu tun hat sie ohnehin nicht, sondern räumt nur Bücher von A nach B. Wie das Geschäft ihrer Chefin auf diese Weise funktionieren kann, ist ihr ein Rätsel. Wenig charmant verweigert die aber jegliche Auskunft. Dann kommen in kurzer Reihenfolge eine alte Frau mit Rollator und ein Selbstmörder ins Geschäft. Die eine verlangt nach einem Briefchen, der andere nach Briefpapier. Schließlich hat sich auch noch der ominöse Herr Navratil angekündigt, dem Frau Pospischil keinesfalls begegnen möchte.

 

Versprochen ist versprochen

 

Vor zwei Jahren gewann Theodora Bauer den Komödien-Wettbewerb „Die Freiheit des Lachens“ am Salzburger Landestheater. Junge Autoren*innen traten mit Auszügen aus ihren Stücken gegeneinander an. Die lasen nicht sie selbst, sondern Schauspieler*innen. Jury war das Publikum, das indirekt auch den Hauptpreis vergab: die Uraufführung des eigenen Textes. 2017 war das PAPIER.WAREN.POSPISCHIL – Claus Tröger (Regie) und Katja Schindowski (Bühne und Kostüme) lösen das Versprechen diese Spielzeit stellvertretend ein, mit einem kleinen, aber feinen Ensemble des Landestheater.

 

Claus Trögers Inszenierung hat sich der Artifizialität verpflichtet. Man ist sich seiner Künstlichkeit bewusst und zelebriert sie selbstsicher. Das lässt sich durchaus charmant an. Geräusche werden nicht vom Band eingespielt, sondern onomatopoetisch in den Raum geworfen. „Ding dong“ singen die Darsteller*innen, wenn sich die Ladentüre öffnet. „Ding dong“, wenn sie wieder ins Schloss fällt. Gerne auch öfters hintereinander, wenn Unentschlossenheit dominiert. Der lebensmüde Werther-Fan feuert seine Pistole mit einem fröhlichen „Peng“ ab.“

What I saw from the cheap seats