Tahrir / Chor
Tahrir / Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas und Chor
Tahrir / Frances Pappas und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas, Ilker Arcayürek und Chor
Tahrir / Frances Pappas, Ilker Arcayürek und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Beatrix Doderer, Ilcer Arcayürek, Frances Pappas und Chor
Tahrir / Beatrix Doderer, Ilcer Arcayürek, Frances Pappas und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Laura Nicorescu und Giulio Alvise Caselli
Tahrir / Laura Nicorescu und Giulio Alvise Caselli
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas
Tahrir / Frances Pappas
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Orchester
Tahrir / Orchester
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Chor und Orchester
Tahrir / Chor und Orchester
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Ilcer Arcayürek und Chor
Tahrir / Ilcer Arcayürek und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Chor, Ilcer Arcayürek und Frances Pappas
Tahrir / Chor, Ilcer Arcayürek und Frances Pappas
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Laura Nicorescu und Giulio Alvise Caselli
Tahrir / Laura Nicorescu und Giulio Alvise Caselli
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Giulio Alvise Caselli und Laura Nicorescu
Tahrir / Giulio Alvise Caselli und Laura Nicorescu
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Giulio Alvise Caselli, Laura Nicorescu und Chor
Tahrir / Giulio Alvise Caselli, Laura Nicorescu und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Chor
Tahrir / Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas und Chor
Tahrir / Frances Pappas und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Beatrix Doderer, Statisterie, Frances Pappas und Chor
Tahrir / Beatrix Doderer, Statisterie, Frances Pappas und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas und Chor
Tahrir / Frances Pappas und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Giulio Alvise Caselli, Laura Nicorescu, Beatrix Doderer und Chor
Tahrir / Giulio Alvise Caselli, Laura Nicorescu, Beatrix Doderer und Chor
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas
Tahrir / Frances Pappas
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas
Tahrir / Frances Pappas
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Frances Pappas, Laura Nicorescu und Giulio Alvise Caselli
Tahrir / Frances Pappas, Laura Nicorescu und Giulio Alvise Caselli
© Anna-Maria Löffelberger
Tahrir / Chor und Frances Pappas
Tahrir / Chor und Frances Pappas
© Anna-Maria Löffelberger

Tahrir / UA

Hossam Mahmoud

Ein Fest für die Freiheit \ Oper von Hossam Mahmoud

Premiere: 17.05.2015

Inhalt

In der Spielzeit 2012/2013 stellte der in Salzburg lebende ägyptische Komponist Hossam Mahmoud, der für sein bisheriges kompositorisches Gesamtwerk mit dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg 2013 ausgezeichnet wurde, am Landestheater seine Kammeroper »18 Tage…. .« vor. Nun entstand im Auftrag des Landestheaters ein neues Werk, das die Frage stellt, wie gesellschaftliche Neuordnung nach der Revolution realisierbar ist.

In Mahmouds jüngster Oper »Tahrir« geht der Weg von außen nach innen. Die Wahrheit ist nicht mehr greifbar, weder bei den Menschen noch in den Medien, Vertrauen wird zur heiklen Entscheidung. Der Autor und Komponist sieht ein optimistisches Ziel in der inneren Freiheit des Menschen, die der Verlogenheit der Realität überlegen ist.

 

Dauer: ca. 1 h 30 min / keine Pause

Pressestimmen

»Es gibt einen gemächlichen Grundpuls, fassbare Phrasen – eine Musik der filigranen Poesie ist zu hören, spirituell in ihrer Reflexionsarbeit, komplex in ihrer Struktur, jedoch bescheiden in ihrer Wirkung und deshalb umso dringlicher. Wie passend, dass Regisseurin Yekta Kara und ihr Ausstatter Christian Floeren Aktuelles vom Tahrir-Platz nur als Zitat zulassen, als verfremdetes Video im Hintergrund. Davor entspinnt sich Zeitlupenhaftes, Ritualhaftes, keine Psychologisierung und Konkretisierung. Alles kreist um die großartige Frances Pappas als Mutter, auch Ilker Arcayürek (Sohn), Laura Nicorescu (Sahr) und Giulio Alvise Caselli (Mann) haben sich tief in ihre Aufgabe hineingedacht – ebenso das meist solistisch besetzte Mozarteum-Orchester unter der imponierend klar agierenden Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla. Ein Opus, das leise, berührende Botschaften aussendet – zu leise wohl für eine laute Zeit.«

Opernwelt

»Ein unglaublich berührender Abend, der einen überhaupt nicht los lässt, der einen verstört, der einen berührt und der aber doch mal eine Tür irgendwo aufmacht und aufreißt regelrecht, weil man natürlich denkt, es müssen die üblichen Gewaltszenen kommen, es kommt das übliche Plakative bei diesen Themen, und das spielt weder in der Musik, noch in der Szene, noch im Text eine Rolle. Es ist wirklich eine ganz, ganz eigene, intensive Kunstform, die da entstanden ist.«

Deutschlandradio

»Frances Pappas gestaltet die Mutter mit einer völlig natürlichen, sehr berührenden Verbindung von Text und Gesang, so, als ob die Partie von ihr selbst geschrieben wurde. Auch die übrigen Solisten Ilker Arcayürek (Sohn), Laura Nicorescu (Sahr) und Giulio Alvise Caselli (ihr Mann) nutzen die Partitur zu plausiblen, vokal intensiven Porträts. Eine bewegende Anstrengung des Salzburger Landestheaters: Hossam Mahmouds eigentümliche Poesie, das Tasten, das bescheidene Hineinhören in das Wesen der Dinge, das Suchen nach der Utopie, die Spiritualität, all das bildet eine wichtige Botschaft.«

Münchner Merkur

»Auf solch ein Stück hat man lange gewartet – vermutlich, ohne es zu wissen. Eine Reflexion auf das heutige politische und gesellschaftliche Geschehen in Ägypten – doch weit darüber hinausgehend -, ohne die Darstellung von Gewalt, dafür mit einer völlig unprätentiösen spirituellen Dimension. […] Hossam Mahmouds Musik ist von überwältigender Schönheit und Klarheit. Oft evoziert er mit einem rein westlich-romantischen Orchesterapparat allein durch den Einsatz von Mikrointervallen, Vierteltonschwellungen oder leicht modifizierten Spieltechniken einen sehr gestischen, »arabischen« Klangduktus. Breite, klagende Chorlinien stehen neben immer neu und andersartig pulsierenden Instrumentalpassagen, feine Linien für die Gesangssolisten neben Geräuschen wie Atmen oder Keuchen. […] Am Ende dieses neunzigminütigen Kraftstroms aus Musik und Bildern bleibt man inspiriert, betroffen, erregt, hoffnungsvoll und – ja – glücklich zurück.«

Tiroler Tageszeitung

»Der poetisch verdichtete Text des Komponisten bietet demgemäß wenig handfeste Grundlagen, sondern überhöht die Szenen auf eine meta-physisch-spirituelle Art ins Allgemeine. Trotzdem kristallisieren sich neben dem wie in der Antike kommentierend eingesetzten Chor (Famoses in Dichte und Intonationssicherheit leistet das Sängerkollektiv des Hauses in der exzellenten Einstudierung durch Stefan Müller) vier Handlungsträger heraus. Der Politiker (exakt charakterisierend: Giulio Alvise Caselli) sucht wie ein Wendehals seine Vorteile je Opportunität – mit oder ohne Bart. Seine Frau Sahr (mit starker Soprankompetenz: Laura Nicorescu) befreit sich nach und nach aus seinem Einfluss, gewinnt ihre Autonomie und schließt sich dem Aufbegehren des Volkes an. Eine Mutter (großartig und berührend in Bühnen- und Stimmpräsenz: Frances Pappas) will die Wahrheit über den Tod ihres Sohnes herausfinden. […] Dieser Sohn (eindrucksvoll in seinen wie selbstverständlich artikulierten Tenorlinien: Ilker Arcayürek) steht wie ein Messias von den Toten auf, wandelt einer besseren Welt entgegen und erkennt in dem Politiker-Mann (s)einen Dämon. […] Yekta Kara will genauso wenig erzählen wie der Komponist, alles in Atmosphären auflösen. Das wirkt, wie der gesamte Abend, auf Dauer nicht unanstrengend, aber in der vom Premierenpublikum mit großem Applaus aufgenommenen Wirkung stark, eindringlich, berührend, zum Nachdenken.«

Salzburger Nachrichten

»›Tahrir‹ ist wie ein poetisch-melancholisches Aquarell, ein Fließen des Wunsches nach Freiheit, dem das Blech der Bläser die härteren Gewalt-Konturen der Unterdrückung verleiht. […] Großartig: das höchst erlesen konfigurierte Ensemble des Mozarteum Orchesters mit Frank Stadler am Solo, der erstaunliche Chor und Mirga Gražinytė-Tyla am Pult über und in allem. Hinreißend. Hingehen, hinhören, lohnt sich.«

Kronenzeitung

»Es ist eine beklemmende Reise nach innen. Die türkische Regisseurin Yekta Kara hat dies ergreifend in Szenen gesetzt. […] Die stark fordernden Gesangspartien werden bravourö bewältigt: Frances Pappas als intensive Mutter, Ilker Arcayürek als Sohn mit schönem Tenor, Laura Nicorescu als Sahr mit glasklarem Sopran und Giulio Alvise Caselli als stimmgewaltiger Politiker.«

Kurier

»Hervorragend, wie Chor und Extrachor des Landestheaters und Mozarteumorchester in kleiner Ensemblebesetzung, sind in ›Tahrir‹ die Gesangsolisten: Frances Pappas gibt die Mutter technisch souverän, textdeutlich und darstellerisch zurückhaltend. Ilker Arcayürek, der Sohn, singt seine Ermunterungen an die Hinterbliebenen mit Strahl-Kraft. Giulio Alvise Caselli singt, in den Vokalen zu dunkel, den Politiker. Laura Nicorescu verleiht seiner Ehefrau klar strahlende Stimme. […] Eine spannende Produktion, der man mehr als die geplanten vier Folgeaufführungen wünscht.«

DrehPunktKultur

Ausgewählter Termin

Fr. 22.05.2015 19.30

Landestheater · Preise G

Besetzung (am 22.05.2015)

Musikalische Leitung Mirga Gražinytė-Tyla

Inszenierung Yekta Kara

Ausstattung Christian Floeren

Chorein­studierung Stefan Müller

Dramaturgie Friederike Bernau


Mutter Frances Pappas

Sohn Ilker Arcayürek

Sahr Laura Nicorescu

Mann Giulio Alvise Caselli

Moderatorin Beatrix Doderer

Chor Chor und Extrachor des Salzburger Landestheaters

Orchester Mozarteumorchester Salzburg