Terror / Christoph Wieschke und Georg Clementi
Terror / Christoph Wieschke und Georg Clementi
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Ensemble
Terror / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Ensemble
Terror / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Julienne Pfeil und Georg Clementi
Terror / Julienne Pfeil und Georg Clementi
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Julienne Pfeil und Georg Clementi
Terror / Julienne Pfeil und Georg Clementi
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Sascha Oskar Weis und Gregor Schleuning
Terror / Sascha Oskar Weis und Gregor Schleuning
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Gregor Schleuning und Christoph Wieschke
Terror / Gregor Schleuning und Christoph Wieschke
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Gregor Schleuning
Terror / Gregor Schleuning
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Ensemble
Terror / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Julienne Pfeil
Terror / Julienne Pfeil
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Ensemble
Terror / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Gregor Schleuning und Julienne Pfeil
Terror / Gregor Schleuning und Julienne Pfeil
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Ensemble
Terror / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Gregor Schleuning, Sascha Oskar Weis und Eva Christine Just
Terror / Gregor Schleuning, Sascha Oskar Weis und Eva Christine Just
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Julienne Pfeil und Nikola Rudle
Terror / Julienne Pfeil und Nikola Rudle
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Ensemble
Terror / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Christoph Wieschke und Julienne Pfeil
Terror / Christoph Wieschke und Julienne Pfeil
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Eva Christine Just, Sascha Oskar Weis und Christoph Wieschke
Terror / Eva Christine Just, Sascha Oskar Weis und Christoph Wieschke
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Ensemble
Terror / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Christoph Wieschke
Terror / Christoph Wieschke
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Julienne Pfeil und Sascha Oskar Weis
Terror / Julienne Pfeil und Sascha Oskar Weis
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Eva Christine Just und Felix Mayrhofer
Terror / Eva Christine Just und Felix Mayrhofer
© Anna-Maria Löffelberger
Terror / Bühnenbild
Terror / Bühnenbild
© Anna-Maria Löffelberger

Terror

Ferdinand von Schirach

Premiere: 04.02.2017

Inhalt

Die Szene: Ein Gericht. Das Publikum: Die Schöffen.

Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der deutschen Bundeswehr, Typ Eurofighter, hat sich seinem Urteil zu stellen. Hat er richtig gehandelt, an jenem Tag, an dem er den Befehl erhielt, einen von Terroristen gekaperten Lufthansa-Airbus vom Kurs abzudrängen? An Bord von Flug LH 2047 von Berlin-Tegel nach München sind 164 Menschen. Nun nimmt die Maschine Kurs auf die Allianz-Arena. Dort findet an diesem Abend vor 70.000 Zuschauern das ausverkaufte Länderspiel Deutschland gegen England statt. Major Lars Koch muss reagieren.

Wie lauten seine Befehle? Soll er, darf er die Passagiermaschine abschießen, wenn die Terroristen nicht einlenken? Die Uhr tickt und Lars Koch trifft eine Entscheidung. Ferdinand von Schirach stellt in seinem ersten Theaterstück die Frage nach der Würde des Menschen. Darf Leben gegen Leben, gleich in welcher Zahl, abgewogen werden? Welche Gründe kann es geben, um ein Unheil durch ein anderes, vermeintlich kleineres Unheil abzuwehren? Und wer sind die Verantwortlichen? Oder ist es Lars Koch allein, der hier vor Gericht steht? Die Schöffen haben zu entscheiden.

Von Schirach gibt in seinem Theaterstück »Terror«, das in der Spielzeit 2015/2016 gleichzeitig in Berlin und Frankfurt zur Uraufführung kam, dem Zuschauer die Verantwortung der Schöffenentscheidung in die Hand, so dass der Stückausgang von Vorstellung zu Vorstellung variieren kann.

Ferdinand von Schirach (* 1964) arbeitet als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Mit seinem Debüt »Verbrechen« gelang ihm 2009 auf Anhieb der Durchbruch als literarischer Autor, seine Kurzgeschichten wurden vom ZDF erfolgreich verfilmt. In seinem ersten Theaterstück »Terror« rüttelt von Schirach an nichts Geringerem als dem ersten Artikel des deutschen Grundgesetzes bzw. Artikel 2 der Österreichischen Bundesverfassung: »Die Würde des Menschen ist unantastbar«.

Dedi Baron wurde in Tel Aviv geboren und studierte dort Theaterregie. Stipendien der britischen Botschaft und des Goethe-Instituts führten sie nach London und Berlin. Seit dem Ende der 1990er Jahre inszeniert Dedi Baron kontinuierlich an den beiden größten Theatern in Tel Aviv, Habima und Cameri. In Deutschland ist sie u. a. an der Berliner Schaubühne, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Theater Kiel tätig.

Wenn Sie wissen wollen, wie die Zuschauer - auch an anderen Theatern - bisher abgestimmt haben, dann klicken Sie auf den Link: http://terror.theater/

Dauer: ca. 2 h 30 min / inkl. Pause

Pressestimmen

„Der zu Vernehmende sitzt mit dem Rücken zum Publikum, doch sein Gesicht wird auf der Bühnenrückwand in Kino-Dimension vergrößert. Vor allem Georg Clementi als Zeuge brilliert da mit abwechslungsreichem Mienenspiel. Gregor Schleuning besticht als Lars Koch durch mitreißenden Idealismus eines Soldaten. Regisseurin Dedi Baron hat in der statischen Anordnung des Gerichts die Figuren markant konturiert. Christoph Wieschke ist als bedächtiger Vorsitzender ein wirksamer Ruhepol, wenn Pro und Kontra aufeinanderprallen oder wenn Nikola Rudle als Nebenklägerin den Tod ihres Mannes herzerweichend beklagt. Julienne Pfeil spielt die kluge, empathische Staatsanwältin so glänzend, dass man sich wundert, warum der Freispruch in Salzburg so hohe Quote erhalten hat.“

Salzburger Nachrichten

„Die israelische Regisseurin Dedi Baron vermied jeglichen Schnickschnack […]. Es ist ein Gerichtsdrama, pures Sprechtheater, die Figuren füllen Funktionen und nicht Emotionen. Das Ensemble macht sich dabei glänzend […]. Das Publikum stimmte per Münze ab, das Urteil wurde gewogen. Ein eindringliches Bild. Die einmalige Empfehlung: Hingehen lohnt!“

Kronen Zeitung

„Stoff zum Nachdenken und für Diskussionen bietet das Stück allemal. Die israelische Regisseurin Dedi Baron entschied sich für einen sachlich-schlichten Zugang. […] Christoph Wieschke agiert als Richter so, als wäre dies schon immer sein Beruf gewesen, meist beschwichtigend und ohne vom üblichen Jargon abzuweichen. Gregor Schleuning zeichnet den Angeklagten als jungen, ein wenig blässlichen Mann mit musterhafter Karriere in der Bundeswehr, maßlos überfordert in einer ungeheuerlichen Stresssituation. Julienne Pfeil vertritt die Anklage zurückhaltend und anhand anschaulicher Beispiele. Sascha Oskar Weis lässt als Verteidiger eine Spur Selbstgefälligkeit einfließen. Wie jemandes Selbstsicherheit ins Wanken gerät, führt eindrucksvoll Georg Clementi vor, der als hochgestellter Militär Auskunft geben muss. Eine gehörige Portion Emotionen steuert Nikola Rudle in der Rolle einer Frau bei, die ihren Mann beim Flugzeugabsturz verloren hat.“

APA

Ausgewählter Termin

Fr. 07.04.2017 19.30

Landestheater · Preise G

Besetzung (am 07.04.2017)

Inszenierung Dedi Baron

Bühne und Kostüme Eva Musil

Dramaturgie Friederike Bernau


Vorsitzender Christoph Wieschke

Lars Koch, Angeklagter Gregor Schleuning

Biegler, Verteidiger Sascha Oskar Weis

Nelson, Staatsanwältin Julienne Pfeil

Christian Lauterbach Georg Clementi

Franziska Meiser Nikola Jaritz-Rudle

Protokollführerin Eva Christine Just

Wachtmeister Felix Mayrhofer