• Viva la Diva
    © Christina Baumann-Canaval

Viva la Diva

Gaetano Donizetti

Le convenienze e le inconvenienze teatrali / Nach einer Dichtung von Simeone Antonio Sografi

Premiere: 08.02.2020

Inhalt

Eine Opera buffa verspricht immer gute Laune auf der Bühne. Im Fall von „Viva la Diva“ gibt es dafür gleich doppelten Grund: Donizettis Oper mit dem originalen Titel „Sitten und Unsitten am Theater“ erzählt die Geschichte einer Operncompagnie, die versucht, eine Oper auf die Bühne zu bringen. Insofern sind durch den Abend zwei Ebenen präsent: die der Oper, die aufgeführt werden soll, und die der Operncompagnie mit all ihren typischen Persönlichkeiten. Die Sängerinnen und Sänger streiten sich dauernd mit italienischem Temperament, wer die wichtigere Rolle hat. Der Textdichter und der Komponist geraten sich über ihre eigene Oper mit dem schönen Titel „Romulus und Ersilia“ in die Haare, und das Chaos droht von allen Seiten. Im Mittelpunkt der Handlung steht die alternde Diva Agata, die mitten im Streit ankündigt, selbst eine Rolle zu übernehmen. Donizetti hat die Paraderolle der Agata mit einem Bariton besetzt, womit eine weitere humoristische Ebene eröffnet wird. Das Drama nimmt seinen Lauf und nach allerlei Eifersüchteleien ist es la Diva Agata, die den Abend rettet.

Mit der Wahl dieses Stoffes hat Donizetti sich die Möglichkeit geschaffen, eine zugleich virtuose und parodierende Musik zu komponieren. Er macht die Bühnenkräche, Eitelkeiten, Finanzierungsnöte und Eifersüchteleien des Theaters selbst zum Thema und kann auf diese Weise verschiedenste traditionelle Formen und Inhalte aneinanderreihen und karikieren. Die Oper wurde nach der Uraufführung 1827 zu einem großen Erfolg, geriet aber bald in Vergessenheit und befindet sich erst seit 1963 wieder vermehrt auf den Theaterspielplänen.

Für die Produktion am Salzburger Landestheater entsteht eine eigene Fassung der Oper mit einer neuen Übersetzung von Andreas Fladvad-Geier, die der Tradition folgt, die Handlung der Oper lokal zu verorten und so zu übertragen, dass die Parodie auf den Opernbetrieb erkennbar und verständlich wird: Viva la Diva!

In deutscher und italienischer Sprache mit Übertiteln

Werkeinführungen: 30 und 45 min vor Beginn