Wilhelm Tell / Gregor Weisgerber und Elisa Afie Agbaglah
Wilhelm Tell / Gregor Weisgerber und Elisa Afie Agbaglah
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Ensemble
Wilhelm Tell / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Nievelstein, Gross, Agbaglah, Waldner, Bluhm, Wieschke und Bayer
Wilhelm Tell / Nievelstein, Gross, Agbaglah, Waldner, Bluhm, Wieschke und Bayer
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Christoph Wieschke, Gregor Weisgerber und Britta Bayer
Wilhelm Tell / Christoph Wieschke, Gregor Weisgerber und Britta Bayer
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Gero Nievelstein, Britta Bayer, Hanno Waldner und Sofie Gross
Wilhelm Tell / Gero Nievelstein, Britta Bayer, Hanno Waldner und Sofie Gross
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Nievelstein, Agbaglah, Bayer, Bluhm, Weisgerber, Gross und Waldner
Wilhelm Tell / Nievelstein, Agbaglah, Bayer, Bluhm, Weisgerber, Gross und Waldner
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Elisa Afie Agbaglah, Britta Bayer, Marcus Bluhm und Hanno Waldner
Wilhelm Tell / Elisa Afie Agbaglah, Britta Bayer, Marcus Bluhm und Hanno Waldner
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Bluhm, Gross, Agbaglah, Nievelstein, Waldner und Bayer
Wilhelm Tell / Bluhm, Gross, Agbaglah, Nievelstein, Waldner und Bayer
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Bluhm, Gross, Agbaglah, Nievelstein und Bayer
Wilhelm Tell / Bluhm, Gross, Agbaglah, Nievelstein und Bayer
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Christoph Wieschke und Gregor Weisgerber
Wilhelm Tell / Christoph Wieschke und Gregor Weisgerber
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Agbaglah, Gross, Waldner, Bluhm und Nievelstein
Wilhelm Tell / Agbaglah, Gross, Waldner, Bluhm und Nievelstein
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Ensemble
Wilhelm Tell / Ensemble
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Sofie Gross und Christoph Wieschke
Wilhelm Tell / Sofie Gross und Christoph Wieschke
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Agbaglah, Bluhm, Bayer, Gross, Waldner und Nievelstein
Wilhelm Tell / Agbaglah, Bluhm, Bayer, Gross, Waldner und Nievelstein
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm, Britta Bayer, Christoph Wieschke, Hanno Waldner und Gero Nievelstein
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm, Britta Bayer, Christoph Wieschke, Hanno Waldner und Gero Nievelstein
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Gregor Weisgerber
Wilhelm Tell / Gregor Weisgerber
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
© Anna-Maria Löffelberger
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
Wilhelm Tell / Marcus Bluhm und Gregor Weisgerber
© Anna-Maria Löffelberger

Wilhelm Tell

nach Friedrich Schiller / Bühnenfassung von Agnessa Nefjodov

Premiere: 23.04.2016

Inhalt

Kann der Einzelne seine Freiheit und seine Rechte sichern ohne den Halt der Gemeinschaft? In Friedrich Schillers Bühnenwerk wird der überzeugte Einzelkämpfer Wilhelm Tell wider Willen, aber in ureigenstem Interesse, zum Tyrannenmörder, Volkshelden und Mitbegründer einer freien Gesellschaftsordnung.

Der Gedanke der Freiheit – der individuellen wie der gesellschaftlichen – durchzieht Schillers Werk von Anfang bis Ende. Sein »Tell« ist dabei als ein Gegenentwurf zu der in Frankreich brutal eskalierten Revolution anzusehen. Ebenso ist »Wilhelm Tell«, Schillers letztes Drama, ein Gegenentwurf zu seinem Erstlingswerk »Die Räuber«.


Wilhelm Tell verkörpert Schillers Idealbild eines freien Menschen, der – als sein Leben, seine Freiheit und seine Familie bedroht ist – zur Waffe greift und den tyrannischen Vogt Gessler niederstreckt. Er nimmt dabei als Naturrecht in Anspruch, sich gegen Unterjochung aufzulehnen, wenn die eigene Freiheit durch Fremdherrschaft bedroht ist. In den drei miteinander verknüpften Handlungssträngen des Werkes ist es jeweils eine starke Frau an der Seite eines Protagonisten, die die Ereignisse prägend beeinflusst. Das Recht auf Widerstand und das Recht auf individuelle Freiheit und gemeinschaftliche Solidarität sind die Hauptthemen des Schauspiels und so wurde und wird das Werk zu allen Zeiten konkret politisch gewertet. Zu Beginn des Dritten Reiches wurde Tell als Repräsentant der neuen Ideologie gefeiert, nach Kriegsbeginn strich man das Werk aus dem Bildungskanon aus Sorge, der Tyrannenmörder könnte zum Ideal für Systemgegner werden. Nach Kriegsende wiederum stand das Werk zur Vergangenheitsbewältigung wieder ganz oben auf Theaterspiel und Schullehrplänen. Der zeitgenössische Autor Ad de Bont stellte jüngst eine Tell-Fassung vor, mit der er die aktuellen Ereignisse in Ägypten thematisierte.


Am Salzburger Landestheater erforscht Regisseurin Agnessa Nefjodov mit dem Schauspielensemble die Facetten der Freiheit, die Frage nach den Mitteln des Kampfes um die Freiheit und präsentiert damit ein Werk, das den Spielzeitgedanken »Das helle Licht der Freiheit« insbesondere zur Diskussion stellt.

Dauer: ca. 2 h / eine Pause

Pressestimmen

»Ausstatterin Eva Musil hatte die Bühne mit einem Wald aus Blech verhängt, möglicherweise Sinnbild dröhnender Leere, hohler Phrasen. Das durchaus effektvoll. Gregor Weisgerber war ein großartiger, so kraftvoller wie nachdenklicher Tell und bei seinen kurzen Auftritten absolut überzeugend, ja irritierend heldisch, was so gar nicht zum ironischen Regiekonzept passte. Christoph Wieschke gab den kultivierten, Rotwein trinkenden Gegenspieler Geßler als müden Intellektuellen, dem die Heldensage zum Hals raushängt.«

BR-Klassik

»Die für jedermann zum Freiwild gewordene Legende wird in den Köpfen zurechtmodelliert. Ausstatterin Eva Musil schafft dafür eine geniale Bühne, sie kreiert gemeinsam mit der Lichtregie ausdrucksstarke Bilder: Mit mannshohen Metallplatten stellt sie dem Ensemble Kulissenwald, Klangkörper und Spielpartner zur Seite. Die Titelfigur ist bei Gregor Weisgerber in besten Händen. Er betreibt kein gestenreiches Deklamationstheater oder hochtheatralisches Ins-Leere-Starren, vielmehr scheint seine Spielweise unmittelbar aus dem Bauch zu kommen, und sie überzeugt in ihrer Lebendigkeit. Agnessa Nefjodovs Version von ›Wilhelm Tell‹ ist keine Märchenstunde, sondern Reflexion über das menschliche Verlangen nach Freiheit, Mythos und Heldentum. […] Es ist ein empfehlenswerter Abend für all jene, die bereit sind, Theater als Gedankenspiel auf sich wirken zu lassen.«

Salzburger Nachrichten

»Die junge Regisseurin Agnessa Nefjodov hat den Schweizer Freiheitshelden gründlich entstaubt. […] Die Inszenierung im Landestheater erzeugt mit einfachsten Mitteln viel Spannung und starke Effekte.«

ORF

Besetzung

Inszenierung Agnessa Nefjodov

Bühne und Kostüme Eva Musil

Dramaturgie Friederike Bernau


Wilhelm Tell u.a. Gregor Weisgerber

Hedwig Tell u.a. Sofie Gross

Stauffacher u.a. Gero Nievelstein

Baumgarten / Gertrud Stauffacher u.a. Britta Bayer

Tell Legende / Geßler u.a. Christoph Wieschke

Walther Fürst / Werner, Freiherr von Attinghausen Marcus Bluhm

Arnold vom Melchthal / Ulrich von Rudenz u.a. Hanno Waldner

Tells Sohn Walter / Geßlers Sohn u.a. Elisa Afie Agbaglah