Young Theatre 2026/2027

Die Gemüter kochen hoch, Meinungen prallen aufeinander, Täler der Unstimmigkeit trennen Menschen, Gefühle werden verletzt, Standpunkte scheinen unvereinbar. Doch wenn sich Ansicht zu Aussicht zu Zuversicht wandelt, beginnt ein Neuanfang: Versöhnung – als Hoffnung, als mutiges Aufeinanderzugehen, als Anfang einer Entwicklung. Unsere Stücke erzählen von genau diesen Momenten. Wenn „Rennschwein Rudi Rüssel“ als neues Familienmitglied das Leben der Fröhlichs ordentlich auf den Kopf stellt, zeigt sich, dass Kompromisse und Zusammenhalt eine Familie stärker machen. Anna hingegen muss lernen, sich mit ihrer Wut zu versöhnen, und nimmt uns in „Anna und die Wut“ mit auf diese tobende Reise. „Kleiner Werwolf“ begleitet Motte auf seinem Weg, herauszufinden, dass man sich nicht verwandeln muss, um wertvoll zu sein – und dass Selbstakzeptanz ein großer Schritt zur inneren Aussöhnung ist. Wie schmerzhaft es sein kann, wenn der eigene Bruder einer gegen- sätzlichen Ideologie folgt, und wie viel Mut Widerstand verlangt, verdeutlichen „Die Edelweißpiraten“. Auch unsere englischsprachige Produktion „Animal Farm“ zeigt, wie schleichend Systeme sich wandeln können und wie wichtig es ist, sich zusammenzuschließen, um gemein- sam für eine bessere Zukunft einzustehen. „Fucking fucking schön“ zeigt schließlich, dass Versöhnung oft bei uns selbst beginnt – wenn Nähe, Verletzlichkeit und das Fallenlassen von Fassaden möglich werden. Mit diesen Geschichten strecken wir die Hände aus, um gemeinsam in den Austausch zu treten, die Blickwinkel zu wechseln und Verständnis wachsen zu lassen.

Christiane Silberhumer und Anna Lukasser-Weitlane
Leitung Junges Land

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