• Stormy Interlude / Hannah Bradbury und Frances Pappas (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Hannah Bradbury, Frances Pappas, Rebecca Seidel und Nina Steils (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Frances Pappas und Hannah Bradbury (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Jason Cox und Hannah Bradbury (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Hannah Bradbury und Jason Cox (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Hannah Bradbury und Jason Cox (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Jason Cox und Hannah Bradbury (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Hannah Bradbury und Jason Cox (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Elliott Carlton Hines, Hannah Bradbury und Raimundas Juzuitis (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Frances Pappas, Elliott Carlton Hines und Hannah Bradbury (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Raimundas Juzuitis, Elliott Carlton Hines, Frances Pappas und Hannah Bradbury (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Raimundas Juzuitis, Jason Cox, Hannah Bradbury und Elliott Carlton Hines (1. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Raimundas Juzuitis, Hannah Bradbury, Jason Cox und Elliott Carlton Hines
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Hannah Bradbury und Frances Pappas (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Hannah Bradbury (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Frances Pappas (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Chor, Jason Cox und Hannah Bradbury (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Ensemble (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Ensemble (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Ensemble (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Ensemble (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Ensemble (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Ensemble (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Ensemble (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Stormy Interlude / Hannah Bradbury und Frances Pappas (2. Teil)
    © Anna-Maria Löffelberger

Stormy Interlude

Max Brand

Opera in one act / Librettoy by the composer / In English with German Surtitles / Scenic Premiere

Premiere: 05/21/2016

Synopsis

A »Stormy Interlude« (a truly stormy Intermezzo...) comes about for young Mona who has been extremely bored with her life. Day after day she observes the comings and goings of the travellers in her guest house.  And every day Mona yearns more and more for an adventure.  But one rainy November night everything changed when she saw a stranger at the door who looked exactly like what she had imagined. According to her fiancé Elmer this was the criminal »Willy the Charmer» who was sought after country wide. Mona is torn between duty and longing and feels totally confused.

The Austrian composer Max Brand experienced his most successful years during the final years of the Weimar Republic. After Hitler seized power in 1933 Brand’s works were no longer performed. In 1938 he escaped into exile and emigrated to the USA through Brazil. Only in 1975 did he return to Austria, where he died in 1980. A large part of his work went missing in the confusion of the post-war years.

The Salzburg State Theatre has taken on the task of staging Brand’s forgotten opera »Stormy Interlude« of 1955 as a world première. Director Amélie Niermeyer is no stranger to the Salzburg public, having on previous occasions generated huge enthusiasm with her interpretations of »Wozzeck«, »The Clemency of Titus« and »Rigoletto«. The Salzburg Mozarteum Orchestra are playing under the baton of Mirga Gražinytė-Tyla.

(Translated from the German by Mike Mackenzie-Smith)

Duration: approx. 2 hours / one intermission included

Reviews

»Mirga Gražinytė-Tyla, Musikdirektorin am Landestheater, […] gelingt es, mit transparent-pointierter Wiedergabe die musikalischen Qualitäten der Partitur ins Licht zu rücken. Sie musiziert mit großer Flexibilität, steuert dynamisch auf die dramaturgischen Höhepunkte zu und arbeitet klanglich zahlreiche Finessen heraus. Zugleich führt sie die Sängerinnen und Sänger mit souveräner Sicherheit durch die Partitur. Hannah Bradbury macht auch vokal die Verwandlung Monas von einem ängstlichen Mädchen zu einer entschlossenen Frau hörbar. Jason Cox ist ihr – im ersten Durchgang – ein ebenso brutaler wie alerter Widerpart. Und auch die Nebenrollen sind mit Frances Pappas als Mrs. Lambert sowie Raimundas Juzuitis und Elliott Carlton Hines als Polizisten gut besetzt.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein unerträglich moralinsaures Stück also, bezeichnenderweise komponiert 1955 und bisher nie szenisch aufgeführt. Und doch schafften es Amélie Niermeyer und ihr Ausstattungsteam Maria-Alice Bahra und Jan Alexander Schroeder, daraus einen so spannenden wie bedrückenden Abend über die Unerträglichkeit des Alltags, über das bleierne Dasein zu machen. […] Amélie Niermeyer lässt nach der Pause bei der Wiederholung von ›Stormy Interlude‹ nicht einen Verbrecher auftreten, sondern zehn, was die Handlung optisch und musikalisch enorm verstärkt, dramatisiert, auf die Spitze treibt. Keine Sekunde ist das Geschehen langweilig. […] Hannah Bradbury als Mona und Frances Pappes als ihre Mutter Mrs. Lambert beeindruckten durch ihr intensives Spiel, das einem Horrorfilm genauso angemessen gewesen wäre wie einem Psychokrimi. Jason Cox gab einen dämonischen Verbrecher. Insgesamt eine großartige Hommage an Max Brand […].«

BR-Klassik

»Linear erzählt, ist die Dreierkonstellation Mutter-Tochter-Fremder ein ziemlich konventioneller Plot. Deswegen spitzt Regisseurin Amélie Niermeyer in einem packenden Psycho-Kammerspiel die Situation deutlich zu. Sie macht die Abhängigkeit der beiden Frauen voneinander zum sich ständig perpetuierenden Wiederholungs-(kampf)zwang in einem Hitchcock-ähnlichen Setting in Schwarz-Weiß: faszinierend die perspektivisch verschachtelten Bühnenräume von Maria-Alice Bahra, die Kostüme von Alexander Schroeder, das Licht und Videodesign von Günther Schöllbauer und Meike Ebert. Und dann der raffinierte Trick in der Reprise: Niermeyer erweitert den Kinokrimi zu einem multiplen Erlebnis. […] Hannah Bradbury als junge Mona leistet Außerordentliches als sich bedingungslos doppelt ausliefernde Singschauspielerin, Frances Pappas als Mutter ist die brillant charakterisierte Mit- und Gegenspielerin, Jason Cox der irritierend doppeldeutige Fremde. Es ist ein außergewöhnliches Opernerlebnis. Man sollte es keinesfalls versäumen.«

Salzburger Nachrichten

»Was macht man, wenn eine Oper keine abendfüllende Länge hat? Man spielt sie zwei Mal hintereinander. Klingt erst einmal ein bisschen närrisch, doch im Fall von ›Stormy Interlude‹ von Max Brand kommt die Lösung einem Geniestreich gleich. Weil man so diese Musik, die man vorher nicht kennt, besser begreifen kann. Und weil die Wiederkehr des Stücks in der Inszenierung von Amélie Niermeyer nicht einfach eine Wiederholung, sondern eine Weiterführung, eine szenische Variation, ein Glücksfall ist. […] Niermeyer spürt den schwarzen Kern der Geschichte auf, macht aus ihr eine Film-Noir-Etüde feinster Unheimlichkeit, im Fernseher küsst Bogart Bacall, auf der Bühne hat die Tochter eine Sehnsucht, will raus aus der Enge, und doch ist sie emotional an die Mutter gekettet, ein trauriges, verlorenes Paar. Auch der Gangster und die Tochter, gespielt und gesungen von der faszinierenden Hannah Bradbury, haben die gleiche Erkenntnis vom Leben: ›Zurück bleibt nichts als Verzweiflung.‹«

Süddeutsche Zeitung

»Nun hat das Salzburger Landestheater mit einer wahren Pioniertat aufhorchen lassen – mit der szenischen Erstaufführung des Operneinakters ›Stormy Interlude‹. […] Im Bühnenbild von Maria-Alice Bahra und Jan Alexander Schroeder wird das Publikum hineingezogen in einen Alptraum. Ein Gasthaus irgendwo in den amerikanischen Bergen, eine Mutter, offensichtlich Alkoholikerin, eine Tochter – vielleicht ein Missbrauchsopfer – auf jeden Fall aber verzweifelt angesichts der Unentrinnbarkeit ihrer Einsamkeit und am Rande der Belastbarkeit ihrer Psyche. […] Das lässt Regisseurin Amélie Niermeyer mit beängstigender Stringenz und Knappheit in Bewegung und Gesten gnadenlos abrollen als unaufhaltbares Schicksal. Das sich ständig bewegende und scheinbar immer neu zusammensetzende Bühnenbild verstärkt dieses alptraumhafte Gefühl in einer Endlos-Zeitschleife gefangen zu sein. […] Das Mozarteumorchester unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla spielt kammermusikalisch transparent, liefert virtuos klangsinnliche Bläsersoli. Frances Pappas singt die Rolle der Mutter Mrs. Lambert als gestörte Femme fatale, Hannah Bradbury brilliert darstellerisch und sängerisch als Mona. Jason Cox gibt den ›Fremden‹ bedrohlich verführerisch. Chappeau vor den Herrn des Männerchores des Landestheaters in den zahlreichen Solopassagen als quasi multipler ›Fremder‹. Ein bedrohlicher, beängstigender und überaus spannender Opernabend.«

DrehPunktKultur

»Gesungen und gespielt wird im Ensemble exzellent: Hannah Bradbury als Mona ist intensiv und ausdrucksstark. Frances Pappas als ihre Mutter ist eine verstörte Femme fatale mit klaren Tönen. Jason Cox ist der profund singende Fremde. Was diese Opernproduktion aber in den Bereich des Außergewöhnlichen hebt, ist die szenische Umsetzung: Amélie Niermeyer zeigt auf der Drehbühne […] einen Thriller à la Hitchcock.«

Kurier

Cast

Sa 05/21/2016 07.00 pm

Landestheater · Preise D


Musikalische Leitung Mirga Gražinytė-Tyla

Inszenierung Amélie Niermeyer

Bühne und Kostüme Maria-Alice Bahra
Jan Alexander Schroeder

Dramaturgie Svenja Gottsmann


Mrs. Lambert Frances Pappas

Mona Hannah Bradbury

The Stranger Jason Cox

First State Trooper Raimundas Juzuitis

Second State Trooper Elliott Carlton Hines

Orchester Mozarteumorchester Salzburg

Chor Mitglieder des Chores des Salzburger Landestheaters